Peloponnes Teil 2

Griechenland und der Peloponnes

Der Peloponnes als Reiseziel, eine Entdeckungsreise um Land & Leute, Kultur & Geschichte und das tägliche Leben in kleinen Städten aus erster Hand erleben.

Eine Umrundung des Peloponnes mit der MS Galileo, Variety Cruises Cruises, 

Diese Kreuzfahrt war eine gute Möglichkeit um Land & Leute auf dem Peloponnes zu entdecken. Wichtig war für uns, neben Land und Leute zu entdecken war einen kleinen Einblick in die Geschichte und die Kultur Griechenlands und des Peloponnes  zu bekommen, das Leben und die  Atmosphäre kleiner Städte zu spüren und um die Gastronomie Griechenlands in vollen Zügen zu genießen. 

Teil 2 handelt von der Weiterfahrt um den Peloponnes von  Gythion nach Piräus mit der MS Galileo.

Inhaltsverzeichnis
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    Der Badestopp an diesem Tag war vor der Insel Elafonisos

    Bereits um 9:00 Uhr sind wir an unserem Ankerplatz vor der Insel Elafonisos, die für ihre Sandstrände bekannt ist, angekommen.

    "Elafonisos (griechisch Ελαφόνησος [ɛlaˈfɔnisɔs] (f. sg.) ‚Hirschinsel‘) ist eine kleine Insel zwischen dem Peloponnes und der griechischen Insel Kythira. Aufgrund ihrer Lage im Ionischen Meer wird sie zu den Ionischen Inseln gerechnet. Die Fläche der Insel beträgt etwa 19 km², höchste Erhebung ist der Vardia mit 276 m ü. d. M. Sie ist etwa 570 m vom Ort Pavlopetri auf dem Peloponnes entfernt. Zusammen mit einigen kleinen umliegenden Inselchen und einem rund 3 km² fassenden Küstenstreifen am gegenüber liegenden Festland bildet sie die Gemeinde Elafonisos in der Region Peloponnes. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Elafonisos (816) und den Siedlungen Kapari (37 Einwohner im Jahr 2011), Kato Nisi (156), Lefki (15) und Pounda (17) auf dem Festland.
    Elafonisos wird durch die Meerenge von Elafonisos von Kythira getrennt, das etwa 4,5 Seemeilen südlich der Insel liegt."
    Source: Wikipedia  https://de.wikipedia.org/wiki/Elafonisos#:~:text=Der%20heutige%20Name%20Elafonisos%20bedeutet,%3A%20%E2%80%9EHirsche%E2%80%9C)%20bezeichnet.

    Nach dem Frühstück schnappten wir unsere Badesachen und ließen uns mit dem Zodiac zum Strand kutschieren. Der Strand ist schön, aber für Oman verwöhnte Reisende reißt es einen nicht vom Hocker, um fair zu sein, Strände mit Stränden im Oman zu vergleichen, ist unfair!
    Für mich war es eine gute Möglichkeit meinen GoPro Dome auszuprobieren - na ja, den Umgang damit muss ich noch üben.
    Man sollte immer auf die Strömung achten, wenn man am Peloponnes schwimmen geht! Die Strömungen können manchmal sehr stark sein!
    Die Wassertemperatur war um die 250 Celsius, der relative starke Wind ließ es kälter erscheinen. 

    Ein Schwimmstopp am Elafonisos Strand
    Das Zodiac der MS Galileo auf der Fahrt zum Strand

    Am Strand von Elafonisos

    Gythio - Ein Hafenstädtchen im Herzen Lakoniens

    Nach unserem Strandausflug brachte uns das Zodiac wieder zurück zur MS Galileo. Um 14:00 lichtete die Galileo, um uns zur nächsten Station GYTHIO, die Hafenstadt am Lakonischen Golf zu bringen. Mittagessen und Entspannung waren für die nächsten drei Stunden angesagt.
    Gythio ist die Hauptstadt des östlichen Mani (Kato Mani). Im Altertum war Gythio die Hafenstadt von Sparta. Die Bucht von Gythio bietet einen natürlichen  Schutz für Schiffe. Heute ist der Hafen zum Fährhafen ausgebaut und die Fähren bieten Verbindungen zur Insel Kythira und Kreta (Kissamos) an. 

    Gythion ist umrahmt von den Ausläufern des Taygetosgebirges, den höchsten Berg des Gebirges, den "Profitis LLias", sieht man sogar von der Stadt. 
    Die Altstadt zieht sich an den Berghängen hinauf, verwinkelte, enge Gassen, weiß getünchte, zum Teil klassizistische Häuser begleiten einen auf einem Spaziergang durch den Ort. 
    Entlang des Hafens und der Bucht verläuft eine Promenade, die in der Saison voll Touristen ist und Parkplätze zur Rarität werden. Die Straße führt nach Movrovouni mit seinem weitläufigen Strand und nach rechts, wenn man Richtung Hafen schaut, zur Insel Kranai.

    Ankunft im Hafen von Gythio

    Unser Schiff nähert sich Gythion, Der Leuchtturm auf der Insel Kranai
    Ein Willkommen Schild im Hafen von Gythion, der Hauptstadt Ostmanis
    Sicht auf Gythion von der Hafeneinfahrt
    Unser Liegeplatz im Hafen von Gythion

    Wir verlassen den Hafen mit unserem Freund, um ein Taxi im Ort zu finden. Unser erstes Ziel ist das Schmugglerschiff am ca. 2 Kilometer entfernten Strand. Trotz Pandemie oder gerade deswegen dauerte es eine halbe Stunde bis wir eines buchen konnten.

    Die Uferpromenade besteht aus drei Abschnitten. Der mittlere Teil ist der Hafen mit seinen Fischerbooten und einigen Restaurants, Pizzen, Cafés und Geschäften.  Es gibt einen kleinen Platz, der als Platia Gythio bekannt ist, einige Restaurants und Bars offerieren Mezes, die griechischen Vorspeisen (links zu Rezepten). In einer Stadt wie Gythio, deren Besucher hauptsächlich Griechen und Griechisch-Amerikaner sind, ist es schwer, beim Essen etwas falsch zu machen.

    Warten auf ein Taxi oder die Fahrt zum Schmugglerschiff

    Am Platia Gythion versuchten wir ein Taxi zu finden, wie das Schild auch ankündigte
    Trotz Schild dauerte es etwas bis ein Taxi kam
    Zumindest konnten wir uns über Mani kundig machen
    Am Strand von Mavrovouni
    Das Zigaretten -Schmuggler Schiff

    Die Geschichte dazu: 
    Das Schiff Dimitrios
    Angeblich hatte die Küstenwache einen Tipp bekommen und sie stellten das Schiff. Die Schmuggler versuchten zu fliehen und ließen das Schiff führerlos auf den Strand auflaufen. Das ist eine der Geschichten. Hier gibt es noch andere Geschichten dazu.

    Auf dem Weg zum Schiff fuhren wir die Uferpromenade entlang. Dort befinden sich Cafés und Restaurants sowie das 1891 erbaute Rathaus, in dem sich das archäologische Museum befindet. Etwas weiter entlang der Straße befindet sich die 1886 erbaut Mädchenschule. In der Nähe befindet sich auch das alte Theater aus dem ersten Jahrhundert. Dies ist der modernere Teil der Stadt und es gibt Wohnhäuser und Geschäfte und Internetcafés.

    Die Hafenpromenade von Gythion

    Der Leuchturm auf der Insel Kranai

    Die kleine Insel Kranai befindet sich auf der Südseite der Stadt. Entlang der Straße findet man mehrere gute Fischtavernen, frischer kann man den Fisch sonst nicht bekommen. Die Insel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden.
    Der Sage nach sollten Paris und die schöne  Helena, nach der Entführung Helenas, der Ehefrau des Spartaner König Menelaos  aus Sparta, auf deren Reise nach Troja, auf der Insel genächtigt haben. Das Ende kennt jeder - die Entführung führte zum Trojanischen Krieg. Mythologie findet man in jeder Ecke Griechenlands. 

    Gythio war der ursprüngliche Hafen für Sparta im Altertum.
    Auf Kranai kann man den  besuchen, der während der osmanischen Herrschaft erbaut wurde und in dem sich heute das Ethnologische Museum befindet. Der Leuchtturm von Gythion wurde 1873 erbaut und ist 25 Meter hoch mit einer Reichweite von 9 Seemeilen. Wie ein Großteil der Gegend um Gythion ist Kranai mit Kiefern bewachsen.

    Nach dem Besuch des Leuchtturms auf Kranai plagte uns der Hunger. Wir spazierten zurück zur Tzani Tzanetaki Straße (Karte) und versuchten unser Glück in einem der Restaurants (Rezepte zu Griechenland) - wir hatten Glück, das Essen war hervorragend. (siehe Bilder) Man sitzt neben der Straße mit dem Blick auf das Meer. Durch die Corona Pandemie waren nur wenige Gäste im Restaurant. 

    Info Box

    Wie kommt man nach Gythion?

    Bus:
    KTEL Überlandbusse täglich 5-mal von der Busstation – Athen – Terminal A – Kifisou Str. 100;  Athen Telefon: 2105124910, Gythio Telefon: 2733022228 (die Stadtion liegt am Park in der Nähe des Hotels Aktaion

    Athens - Korinth - Gythion 22-30 Euro, 5Std. 12 Min
    Athens - Sparta (3 Std. 30 Min) - Gythion; 5 Std. 49 Min (Fahrplan, KTEL,  27410 754 10)

    Fähren 
    Ab 1.Mai Gythion-Kythira-Kreta mit der Lane Sea Lines (mehr konnte ich nicht finden)

    Leihwagen 
    Ca. 3 Std. 10 Min, 278,2 km, Benzin Kosten ca. 30 -50 Euro, Athens Airport ca. 24 - 50 Euro/Tag; für 7 Tage von 52 bis 370 Euro je nach Wagenklasse

     

    Pylos, Methoni und Koroni in Messenien, Peloponnes

    Schwimmen vor der Burg von Methoni

    Die Festung von Methoni gehört zu den größten Anlagen im Mittelmeerraum

    Etwas Geschichte

    Wie in vielen Ecken Griechenlands ist die Gegend von Methoni sehr geschichtsträchtig.
    In Homers Illias wurde Methoni schon erwähnt, damals wurde es als Pedasos bezeichnet. Der Ort und seine Umgebung (Polis) war, durch seinen natürlichen Hafen, eine bedeutende Hafenstadt in der Antike. Bis 620 v.Chr. beherrschten die Messenern Methoni und Pylos. Von 620 v.Chr. bis 370 v.Chr. befand sich die Gegend unter der Herrschaft Spartas. 

    Die Römer, unter Marcus Antonius (Cleopatra)  befestigten Methoni stark, trotzdem eroberte  Marcus Vipsanius Agrippa die Festung noch vor der Schlacht von Actium. Im 2. Jahrhundert wurde Methoni zur freien Stadt, durch den römischen Kaiser Trajan, erklärt.

    Unter der byzantinischen und der venezianischen Herrschaft wurde die Stadt mit mächtigen Mauern versehen, die noch heute gut erhalten sind. Die Festung Koroni an der Ostseite des Fingers und die Festung von Methoni dienten den Venezianern zur Überwachung des Peloponnes und als wichtiger Stützpunkt für den Schiffsverkehr. In der wechselhaften Geschichte des Peloponnes eroberten die Osmanen (1498) Methoni und 1686 bis 1715 übernahm nochmals Venedig die Stadt und sie bauten die Festung zu einer modernen Bastion aus, jedoch wurde sie nie fertiggestellt. 

    Während des Griechischen Unabhängigkeitskriegs wurde die Stadt (1825) verwüstet und 1827 von den französischen Truppen zurückerobert (1827) und an das Königreich Griechenland übergeben.

    Im Zeiten Weltkrieg benutzten die deutsche Wehrmacht die Festung als Stützpunkt. Durch Bombardierung deutscher Stellungen durch die Alliierten wurde die Festung  schwer beschädigt.

    Unsere Zeit war etwas zu kurz bemessen um die Festung zu besuchen, aber die folgende Webseite bietet eine Beschreibung über Methonis und beschreibt einen Rundgang in der Festung.

    ... dann gehe ich mal schwimmen
    Stephan von Ships@Sea.de auf Motivsuche
    Die Ortschaft Methoni auf dem Peloponnes
    Der vorgelagerte Turm Bourtzi der Festungsanlage in Methoni

    Der Turm Bourtzi wurde im 16. Jahrhundert von den Türken auf einer kleinen Felsinsel errichtet und war lange Zeit Leuchtturm und Gefängnis. (Eintritt 2 Euro Tägl. 8.30 - 20 Uhr)
    Vor Methoni liegt die Inselgruppe Messenischen Inousses  (Sapientsa, Bomba,Dyo Adelfia,Agia Marina, Schiza, Venetiko), ein Paradies für Schnorchler, mit kristallklarem Wasser. Am Nordkap Karsi liegen in 8 m Tiefe die Ladung antiker Schiffe wie Granittempelsäulen aus Ägypten und römische Sarkophage. Die Funde werden über kurz oder lang im Museum für Meeresarchäologie zu finden sein.

    Blick auf die Festungsanlage von Methoni während des Sonnenuntergangs

    Pylos und Koroni

    Die MS Galileo nähert sich der Kleinstadt Pylos

    Ankunft in Pylos

    Von Methoni fuhr unser Schiff Richtung Norden nach Pylos. Die Gemeinde befindet sich am messenischen Finger des Peloponnes. Pylos ist vielleicht bekannter unter dem alten Namen Navarion. Die obengenannte Insel  Sfaktiria befindet sich am westlichen Ausgang der Bucht und die Kleinstadt  Pylos befindet sich am südlichen Eingang.

    Bekannt ist die Bucht durch zwei Seeschlachten, eine fand im Altertum (425 v.Chr.) während des Peloponnesischen Krieges statt - Schlacht von Sphakteria und
    die Zweite, die Seeschlacht von Navarion, fand 1827 statt, die letzte große Seeschlacht zwischen Segelschiffen. Innerhalb eines vierstündigen  Gefechts zwischen den Flotte der Engländer, Franzosen und Russen auf der einen Seite und der türkischen Kriegsflotte auf der anderen Seite wurden 55 von 82 türkischen Schiffen vernichtet. Diese Schlacht brachte die Unabhängigkeit  für Griechenland von den Türken.

    Anlegemanöver in Pylos
    Blick auf Pylos, Peloponnes
    Ein Blick in den Ort, Pylos
    Noch ein Blick vom Schiff auf den Peloponnes

    Pylos ist eine lebendige griechische Kleinstadt mit ca. 2500 Einwohner und liegt am südlichen Ende der Bucht von Navarino (siehe auch die Schlacht von Navarino). Das Zentrum liegt auf Meereshöhe, danach zieht sich der Ort mit engen Gassen und Treppen steil bergauf.
    Viele der Restaurants mit ihrer heimischen griechischen Speisen befinden sich entlang der Uferbefestigung.

    Pylos kann auf eine alte Geschichte mit wechselten Eroberer zurückblicken.
    Ein Ausflug zu der von den Osmanen (1573) erbaute Festung lohnt sich. Die Festung ist gut erhalten und bieten einen schönen Blick auf Pylos und die Bucht von Navarino.

    Byzantinische Kirche Metamorphosi tou Sortirou in der Festung Neo Kastro

    Neo Kastro, am südwestlichen Ortsrand von Pylos liegend war eine wichtige, riesige  Festung der Türken. Die Kirche Metamorphosi tou Sortirou ist nach ihrer Renovierung wieder eröffnet.
    Die Festung wurde mit großem finanziellen Aufwand renoviert. Im Innenhof der Zitadelle kommt man in einen Ausstellungsraum mit einem Trickfilm, der die Seeschlacht von Navarino nachstellt.
    Das Archäologische Museum befindet sich auch in der Festungsanlage. (Mo.-Fr. 8-20 Uhr, Eintritt 6 Euro, Rentner über 65, Kinder und Studenten haben freien Eintritt)

    Die Fahrt nach Koroni

    Die landschaft von Pylos nach Koroni ist hügelig, das Land ist bewachsen mit Olivenbäume und Zypressen

    Die Landschaft auf der Fahrt von Pylos nach Koroni ist von Hügeln, Olivenbäume und Zypressen geprägt. Die Berge sind dicht bewachsen von Bäumen und Büschen und dazwischen befinden sich, typisch für Griechenland, die Olivenhaine.

    Lagt ihr schon einmal im Schatten eines Olivenbaums und habt dabei die Hektik des Alltags vergessen? Vielleicht träumt ihr dann von den vielen Legenden, die sich um den Olivenbaum ranken. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung empfehlen. 
    Die Geschichte und Kultur Griechenlands ist untrennbar von den Olivenbäumen, ihrer Früchte und dem Öl.

    Athene und Poseidon beanspruchten die Schutzherrschaft über Attika. Zeus forderte beide zu einem Wettstreit auf wer das nützlichste und beste Geschenk für die Bewohner Attikas bringen konnte. Poseidon rammte seinen Dreizack in die Felsen der Akropolis und ließ dort eine Wasserquelle entspringen. Das dumme war nur, es sprudelte dort nur Salzwasser. 
    Die Frauen sind halt schlauer, Athene nahm ihren Speer und rammt ihn in den Boden und daraus wuchs ein Olivenbaum, somit hatten die Einwohner Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene, die Göttin der Weisheit und die Stadt wurde von nun an Athen genannt. Man kann sich in Griechenland einfach nicht der Mythologie entziehen, oder?

    Olivenbäume werden mehrere hundert Jahre alt, der älteste Baum ist mind.2000Jahre alt und befindet sich in Vouves,Kreta
    Einfach die Oliven vom Baum zu pflügen - vergesse e, du kannst sie nicht essen
    Proskinitaria, das Kirchlein am Straßenrand

    Die Olivenernte

    Die Ernte
    Die Olivenernte findet von September bis März statt, abhängig vom Wetter, der Olivensorte, Region und Luftfeuchtigkeit. Die Methode der Olivenernte beeinflusst ebenfalls die Qualität des Öls.

    Ernte von Hand
    Um eine hohe Qualität zu erreichen werden Tafeloliven, wie die Kalamata Oliven, mit Rechen oder direkt vom Bau gepflückt. Pneumatische Kämme oder Vibroli, Schwingende Stäbchen an Stangen machen die Ernte von Hand effektiver. Inzwischen kommen auch Rüttelmaschinen, die den ganzen Stamm schütteln, zum Einsatz. Die Oliven fallen auf Netze oder Planen und müssen schnell aufgehoben werden, um die Qualität zu erhalten.

    Ein althergebrachte Erntemethode ist das herabschlagen der Oliven mit Stöcken um sie dann von den Netzen aufzulesen - da tut mir der Rücken schon beim daran denken weh.

    Pressung
    Erst werden die Oliven gesäubert und gewaschen und kommen in eine Presse. Nach dem Zermahlen beginnt die Trennung und die Ölextrahierung. Dies geschieht durch Kaltabtropfen und Zentrifugieren unter 25 Grad Celsius um die Eigenschaften des Öls zu erhalten.

    Die Ausbeute
    Grüne Oliven (unreif) enthalten sehr viele Bitterstoffe, der Ölgehalt ist nur ein Drittel reifer Früchte. Diese Öl haben viele wertvolle Inhaltsstoffe und sind teuer.
    Schwarze Oliven
    sind reif, haben einen wesentlich höheren Ölgehalt (ca. 3mal so viel), die Öle sind mehr goldgelb und der Scharfe, bittere Geschmack sind nicht mehr so dominant. Diese Öle sind nicht  so haltbar.

    Trivia
    - Ein Baum liefert ca. 50 bis 100 kg Oliven und man gewinnt damit 7 - 25 Liter Olivenöl,
    - Oliven vom Baum sind nicht genießbar, man muss sie in Salz legen und dann weiter verarbeiten,
    - die Millionen von griechischen Olivenbäume befinden sich in privater Hand,
    - Griechen konsumieren nur Extra Virgin Qualität (Kaltpressung)

    Ich fand diese Seite (Taste of Koroni), die unter anderem griechische Rezepte zum Herunterladen bietet, es ist eine Firmenseite, wir machen keine Werbung für diese Firma und sind nicht für den Inhalt verantwortlich. Es ist deine Entscheidung den Link zu benutzen!!

    Zypressen in Griechenland

    Die hoch aufgerichtete Zypresse ist von der Landschaft Griechenlands nicht wegzudenken.  Schon in der Antike wurde das Holz für Schiffe, Tempeltüren und vieles andere verwendet, selbst in der Mythologie findet man Hinweise auf die Zypresse. Auch heute ist das Holz  ein beliebtes Baumaterial, aber die Zypresse hat auch eine  kulturgeschichtliche Bedeutung.
    Der Baum wird mit Tod und Trauer verbunden und deshalb findet man sie sehr häufig als Gruppe an Friedhöfen. Für die Griechen sind Taufe, Hochzeit und Totenehrung extrem wichtig

    Häufig findet man Zypressen bei Friedhöfen

    Spaziergang durch Koroni

    Koroni liegt ca. 50 km von Kalamata und 30 Kilometer von Methoni entfernt. Die Stadt liegt auf einer Landzunge und auf dem Plateau liegt die Festung Koroni. In der Umgebung gibt es einige Sandstrände wie Zaga und Memi. Dreimal täglich verkehrt ein Bus von Kalamata nach Koroni. Der letzte Bus zurück verlässt das Küstenstädtchen um halb neun abends.

    Vermutlich wurde die Stadt 369 v.Chr. gegründet, im heutigen Petalidi kann man noch römische Mauerreste und eine alte Hafenmole unter Wasser sehen. Im 6. und 7. Jahrhundert wurde eine Burganlage auf den Ruinen der alten Stadt gebaut, die bis heute ununterbrochen genutzt wird.

    Die malerische Küstenstadt Koroni ist Teil der lokalen Regierung von Apia in Messinia. Koroni und die Burg liegt auf einem Bergrücken.
    Die schönen Häuser verfügen über blaue oder gelbe Fenster, die Häuser sind in hellen Farbtönen gestrichen, bunte Blumen bilden Farbtupfer entlang der Häuser und Straßen. Malerische  kleine Kopfsteinpflastergassen und eine Vielzahl an Kirchen runden das Stadtbild ab. 

    Eine kleine Anekdote an der Seite:
    Während der türkischen Besatzung wurde der Begriff "echei barba stin Koroni" geschaffen, was wörtlich "er / sie hat einen Onkel in Koroni" bedeutet. Es ist ein Hinweis auf starke Verbindungen. 
    Der Hintergrund für diese Redewendung basiert auf einer Begebenheit:
    Der Pascha von Tripolis, dem türkischen Verwaltungszentrum auf dem Peloponnes, machte einen Onkel zum Beğ oder Bey, also zum Befehlshaber von Koroni als Dank für seine Hilfe.
    Der Bei unterstützte die Leute von Koroni mit Referenzschreiben für seinen den Neffen, dem Pascha von Tripolis.

    Ein Liebevoll gestaltetes Haus in Koroni. Peloponnes
    Eine bunte Auswahl an Dekoartikel
    Pflanzen scheinen wichtig zu sein in Koroni
    Mutter und Kind versteckt in der Mauer

    Die Geschichte Koronis

    Die Mauern der Festung sind allgegenwärtig. Berichte über die Verteidigungsanlage stammen aus der byzantinischen Zeit im 7. Jahrhundert. Nach dem Ende vierten Kreuzzugs gegen  Konstantinopel entwickelten sich fränkische Herzogtümer in Mittel- und Südgriechenland. Zumeist waren es französische Adelige.
    Gleiches galt für Koroni, wo Guillaume de Champlitte, ein Ritter aus der Champagne zum "Fürsten von Achaia" aufstieg und in Koroni das Kommando innehatte.
    Aber die Venezianer übernahmen 1209 den südlichen Teil der Halbinsel zusammen mit Methoni und Koroni.
    1500 überkletterten türkische Kämpfer die Mauer der Festung und hielten diese bis 1686.
    1686 eroberte Francesco Morosini, der Kommandeur der venezianischen Flotte und später dem Doge von Venedig,  1715 eroberten die Türken erneut die Festung.
    Im griechischen Unabhängigkeitskrieg 1828 eroberten die Griechen mithilfe der Franzosen endgültig die Halbinsel.

    Der Weg zur Festungsanlage in Koroni

    Auf dem Weg zur Kirche St. Eleistria und der Burg von Koroni

    Das Ziel der  Gruppe der MS Galileo war die Burg. Wir machten eine Umweg und besuchten zuerst die hübsche, kleine Kirche St. Eleistria. Mehr beeindruckend ist die gepflegte Anlage und die Aussicht auf den Zaga-Strand vom Vorplatz der Kirche.

    Die kleine Kirche St. Eleistria in Koroni
    Der Zaka Strand in Koroni
    Der Glockenturm von St. Eleistria . Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Zara Strand
    Ein Blick auf die Küset der Halbinsel, Koroni

    Im Nonnenkloster Agios Ioannis, Koroni

    Nach dem Genießen der Aussicht mussten wir einige steile Stufen erklimmen um zum Nonnenkloster Kloster Agios Ioannis (St. Johannes) in der Festungsanlage zu kommen. Das Kloster wurde neben den Ruinen einer byzantinischen Kirche errichtet.
    Heute leben noch fünf Nonnen im Kloster. Die Nonnen verkaufen in einem kleinen Laden ihre eigenen Produkte wie, Honig, Marmelade, Bilder und einiges mehr als Zubrot für ihren Lebensunterhalt.

    Bild unten: Kirche Agios Charalambos 

    Die Kirche im Nonnenkloster, Koroni
    Lageplan der Festungsanlage in Koroni

    Erläuterung: Lageplan Der Festungsanlage Koroni

    Nummer 17:  Kirche Panagia Eleistra
    Nummer 16:  Treppen und Weg in die Festung
    Nummer 15:  Kirche Agios Charalambos und Friedhof
    Nummer 14:  Ruine Französische Baracke 
    Nummer 13:  Schießpulver Lager
    Nummer 12:  Reste eines kleinen Ottomane Bad
    Nummer 11:  Dreischiffige Kreuzkuppelkirche Agia Sophia 
    Nummer 10:  Das Nonnenkloster - Gebäude
    Nummer 09:  Klosterkirche
    Nummer 08:  Oberer Teil der Akropolis mit 2 Gebäuden
    Nummer 07:  Festungsanlage/Türme
    Nummer 04:  Kleines Tor
    Nummer 03:  Haupttor an der Nordseite 
    Nummer 02:  Byzantinische Befestigungen
    Nummer 01:  Akropolis, Gemüse und Obst Garten, Nonnenkloster

    Eine der Nonnen empfängt unsere Gruppe im Kloster
    Ein Blick auf die Kirche der Nonnen, Koroni
    Eine Detailaufnahme eines Gebäudeteils im Nonnenkloster
    Im Gerten des Nonneklosters, Koroni
    Die Auslage im Verkaufsladen der Nonnen
    Ikonen, gemalt von den Nonnen

    Im oberen Bild links sieht man den Garten (1) des Nonnenklosters und die obere Anlage der Akropolis mit seinen Gebäuden (2) und dem Aufgang nach oben (ganz rechts)

    Auf dem Weg zum Hafen - Koroni

    Blick auf den Hafen von Koroni und auf das Festland, Peloponnes
    Auf dem Weg zurück ins Dorf, das Haupttor zur Festung in Koroni
    Der weg zum Hafen, Blick auf das Haupttor
    Blick zurück zur Festung von Koroni.

    Impressionen von Koroni

    Der Fischmarkt am Hafen von Koroni
    Hoffentlich war der Fischfang erfolgreich
    Ob da wohl für mich etwas abfällt?
    Taverne am Hafen von Koroni
    Hier gibt es alles was man im Haus und Garten braucht, Koroni
    Der Wegweiser zur Festung, Haupttor Koroni
    Eine Bäckerei mit dem typischen Brot von Koroni
    Zurück auf der MS Galileo im Hafen von Pylos

    Sehenswürdigkeiten Pylos

    Neo Kastro
    Die neue Burg befindet sich auf der Straße nach Methoni im Süden des Dorfes. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert vom Osmanischen Reich erbaut, um den südlichen Eingang zum Golf von Navarino zu kontrollieren. Der Komplex ist gut erhalten und seine Größe zeigt die Bedeutung des Hafens für das Osmanische Reich. Bis vor kurzem war die Festung ein Gefängnis, bis es für Touristen geöffnet wurde. 

    Paleokastro
    Die Burg liegt in Trümmern, aber die Außenmauern und ihre runden und quadratischen Türme sind gut erhalten. Als die Türken 1573 am südlichen Eingang der Bucht von Navarino eine neue Festung (Neokastro) errichteten, verlor die Burg Paliokastro ihre Bedeutung. Unterhalb der Burg, auf der Klippe oberhalb von Voidokilia, befindet sich eine Höhle namens Nestor Höhle, die vom antiken griechischen Reisenden Pausanias so benannt wurde. Nach der griechischen Mythologie versteckte Hermes die Kuh, die er seinem Bruder Apollo gestohlen hatte. Letzterer entdeckte jedoch den Diebstahl und er forderte Hermes auf, ihm als eine Lyra  aus Schildpatt zu geben.

    Ochsenmaulbucht
    Natürlich lädt die Ochsenmaulbucht zum Schwimmen einlädt, aber sie ist auch sehenswert. Viele denken, dass es die schönste Bucht auf dem Peloponnes ist.
    Die beiden seitlichen Felsen führten zu der einzigartigen Sichelform. Der einfachste Weg, um die Bucht zu erreichen, führt über eine Nebenstraße, die die Route Pylos-Kyparissia in Romanos verlässt (folgen Sie den Schildern nach "Voidokilia"). Die Straße wird zu einer Piste, kann aber leicht befahren werden. Bei der Brücke über einen kleinen Kanal  lohnt sich ein Blick in den Kanal. Hier findet man oft viele Schildkröten.
    Ihr könnt auch zum letzten Parkplatz (Golden Beach) fahren, dort parken und den Schildern folgen (ca. 20 Minuten entfernt).

    Nestor-Grotte
    Die Höhlen unter dem unter Poleo Kastro sind von der Ochsenbauchbucht Voidokilia aus nicht zu übersehen. Etwa die Hälfte der Klippe ist ein großes schwarzes Loch. Diese Höhle war einst in der Zeit von Mykene bewohnt und ist auch in der Mythologie Griechenlands zu finden.
    Es wird gesagt, dass König Nestors seine Rinder hier unterbrachte und hier soll Hermes das, von Apollon gestohlene Vieh, geschlachtet haben. 
    Es gibt nicht viel zu sehen außer Ziegenmist.
    Der Weg (ca.20 Minuten) ist vom Parkplatz (Golden Beach) aus, ausgeschildert.

    Nestorpalast
    Der Palast war leider während unseres Aufenthalts in Pylos geschlossen aber die Webseite "Reise-zikaden.de" offeriert alle nötigen Informationen über den Palast.
    Entfernung Pylos - Nestorpalast: 18 km (Taxi 16-19 Euro)
    Pylos - Kalamata: 56 km (1 Stunde), mit Bus: Palast -Chora (Taxi 4,1 km, 4-6 Euro und Chora-Kalamata  1 Stunde 16 Minuten)

    Strände um Pylos

    Strand von Voidokilia oder Ochsenbauchbucht mit der Gialova Lagune (ein wichtiger Lebensraum für Vögel)

    weitere Strände: Strand von Romanos, Gialova Beach, Golden Beach (Divari Beach), Strand von Glossa (Sfaktiri Island), Strand von Romanos; für mehr Informationen über die Strände klick HIER

    Trivia:

    Circa 58 km westsüdwestlich von Methoni  befindet sich die Calypsotiefe mit einer Meerestiefe von 5200 Meter. Hier, circa 30km vom Festland, wird ein Unterwasser-Teleskop (Neutrino Extended Submarine Telescope) auf dem Grund des Meeres gebaut, das Nestor Projekt.
    Es soll dazu dienen Neutrinos, die kleinsten Teilchen nachzuweisen. Check hier

    Zakynthos

    Zakynthos ist eine kleine griechische Insel im Ionischen Meer und ein berühmtes Ziel für Sommerferienorte. Die Hafenstadt Zakynthos erstreckt sich rund um den am Meer gelegenen Solomos-Platz.
    Beliebte Strände der Insel, darunter Agios Nikolaos, Alykanas und Tsilivi, bieten Schwimmen und Wassersport. Navaggio Beach kann mit dem Boot erreicht werden. Hier befindet sich ein berühmtes Schiffswrack, das 1980 in einer von Klippen umgebenen Bucht gestrandet war.

    Nach einem Mehrheitsentscheid einer größeren Gruppe an Bord wurde nicht Olympia besucht, sondern Zakyntos mit dem Navagio Bay (Das Schiffswrack), Cape Skinari und die Blaue Höhle.
    Ich persönlich bezeichne den obengenannten Strand und die Höhlen als Touristenfalle. Vor allem der Strand mit seinem Schiffswrack entwickelt sich nach 10:00 Uhr morgens zum puren Wahnsinn. Bootstouren mit schwermotorigen Schiffen überschwemmen den Strand mit Leuten.
    Die Höhlen würde ich als nichts Besonderes bezeichnen, aber das ist meine Meinung.

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