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Fahre mit uns durch das Sultanat Oman.

Das Sultanate of Oman ist groß, vielfältig und bietet an jeder Ecke des Landes etwas zum Entdecken an. Vielleicht findest du im Oman deinen Traum aus Tausendundeiner Nacht.  Das Sultanat bietet dir exotische Wüstenromantik und herrliche Strände, Kultur und freundliche Menschen, außerdem ist es  sehr sicheres Reiseland.
Das Land wird viele positive Eindrücke bei dir hinterlassen und lange in deinen Erinnerungen verbleiben.

Wir zeigen einige Touren auf, die dir einen Einblick in das Land verschaffen und die du auch selbst durchführen kannst.
Es ist unmöglich alle möglichen Touren hier aufzuzeigen. Wir beschränken uns auf das, was  für die meisten Machbare ist. Bergsteigen, Abseilen und andere sportlichen Aktivitäten führen wir hier nicht auf. 
Wir beschreiben dir Touren, die wir selbst unternommen hatten, die zur damaligen Zeit (vor über 20 Jahren) zum Teil sehr schwierig waren, aber heute leicht durchzuführen sind.

 

Karte Oman
Inhaltsverzeichnis
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    Sicherheit zuerst

    Die richtige Kleidung in der Wüste ist essenziell. Der Button verbindet dich zu einer hervorragenden Webseite mit ausführlichen Informationen über die richtige Bekleidung.

    Der zweite Button führt dich zu einer „OM Oman: Reise- und Sicherheitshinweise“, die dich über absolut alles informiert, was du zum Oman wissen möchtest, dass du dich sicher fühlst! Unbedingt lesen!!
    (InfoGate Information Systems GmbH, einem Unternehmen der Flughafen München GmbH)

    Tipps zum Autofahren im heißen Oman:

    1. Überprüfe deine Reifen,
      der Luftdruck wird zwar höher, aber es ist kein Sicherheitsproblem, alte Reifen ohne die richtige Profiltiefe sind ein Risiko. Check die Reifen bei der Übernahme des gemieteten Autos, auch den Reservereifen. Dies ist besonders bei Allradfahrzeugen wichtig. Du willst nicht in einem Wadi oder in der Wüste mit einem Reifenplatten ohne Reserverad stehen.
    2. Tanke nicht ganz voll, vor allem wenn du in die Berge fährst,
      Grund: der Kraftstoff dehnt sich bei hohen Temperaturen aus. Er kann über die Tanklüftung entweichen und sich im schlimmsten Fall entzünden. Bei sommerlichen Höchsttemperaturen entspreche das Ausdehnungsvolumen in einem 50-Liter-Tank etwa einem Liter. Mindestens um so viel weniger solle man sicherheitshalber tanken.
    3. Öffne alle Fenster, wenn du einsteigst, um den schlimmsten Hitzestau zu beseitigen,
      Die Temperaturen können locker 65 Grad Celsius im Inneren erreichen, wenn das Auto länger in der Sonne stand.
      Schließe die Fenster, schalte die Klimaanlage und auf Umluft, sobald die größte Hitze aus dem Auto ist.
    4. Kühle die Temperatur nicht so stark mit der Klimaanlage herunter,
      Der Temperaturunterschied sollte nicht groß sein und das Gebläse sollte von dir weg gerichtet sein. Außer du möchtest eine Erkältung dir einhandeln. 
    5. Aufwerfungen es kann passieren, daß sich die Fahrbahn aufwölbt oder bricht, eine Gefahr für jeden Verkehrsteilnehmer,
      Fahre immer vorausschauend und konzentriert! Smartphones beim Fahren sind ein NO NO.
    6. Wähle die richtige Fahrzeit
      Die Entfernungen im Oman sind groß und es ist besser, man beginnt seine Fahrt früh, denn in den Mittagsstunden kann das Thermometer im Sommer auf über 50 Grad Celsius steigen. Immer regelmäßige Pausen einlegen und sich nach Möglichkeit mit dem Beifahrer abwechseln.
    7. Vermeide Fahrten in der Dunkelheit oder Dämmerung im Inland von Oman.
      Viele der Straßen führen durch Städte und Dörfer, auch vierspurige, autobahnähnliche Straßen. Sie teilen die Ortschaft in zwei Teile. Es gibt zwar Fußgängerbrücken, aber wenn Jemand 1000 Meter zur nächsten laufen soll, siegt die Faulheit. Viele der Fußgänger tragen braune Kleidung, die du in der Dämmerung oder bei Nacht zu spät siehst. Viele diese Fußgänger können die Geschwindigkeit deines Autos nicht abschätzen, da sie selbst kein Auto fahren. Es kommt ständig zu Unfällen mit Fußgängern mit Todesfolge. Nach dem Shariagesetz ist der Stärkere immer schuld und rate, wer der Stärkere ist. Selbst, wenn du Unschuldig bist, kannst du ins Gefängnis kommen. Nach dem Unfall kommst du erst einmal in eine Gefängniszelle, auch um einer möglichen Blutrache (z. B. bei Pakistanis) vorzubeugen. Beherzige diese Aussage, denn ich weiß, wovon ich rede. Ob dir die Deutsche Botschaft hilft, steht auf einem anderen Stern. "Der Zustand der Straßen ist meist gut. Gemessen an der geringen Bevölkerungsdichte und der Weitläufigkeit des Landes ist die Verkehrsunfallrate auch mit tödlichem Ausgang allerdings relativ hoch“.
    8. Viel Trinken
      Führe immer mehr Wasser bei Überlandtouren mit dir als du vielleicht benötigst. Gebe das Geld für eine Eisbox aus. Auch wenn du im Hauptstadtbereich fährst habe immer Wasser bei dir.  Dosen mit Deo, Haarspray und Co. können bei über 50 Grad explodieren. Das gilt auch für kohlensäurehaltige Getränkeflaschen.
    9. Plane deine Tankstopp richtig
      Zwar ist das Tankstellennetz im Oman gut ausgebaut, aber sicher ist sicher. Ich habe den Tank nie bis auf Reserve heruntergefahren.
    10. Regen im Oman In einem Land wie Oman kann doch Regen kein Problem sein – weit gefehlt!
      Die trockene Landschaft kann das Wasser nicht abführen, es bilden sich Bäche, die zu reißenden Flüssen anschwellen und alles im Weg mit sich reißen.
      Deshalb: Wenn bei einer Straße Wasser über diese läuft und das Wasser die rote Markierung der Begrenzungspfähle erreicht, fahre nicht durch! Dein Auto wird aufschwimmen und du kommst um! Wenn es regnet und du dich in einem Wadi befindest, verlasse ihn so schnell wie möglich oder suche einen hohen Punkt (aber auch dies ist nicht sicher). Wenn es regnet oder Regen angesagt ist, bleibe zu Hause! Wir haben verschiedene schwierige Regensituationen erlebt und glaube uns, es kann schlimm werden. Selbst der Hauptstadtbereich ist nicht sicher, wie die nachfolgenden Videos beweisen.

    Starkregenereignisse im Oman (Video)
    Regenfluten überschwemmen Oman. Offensichtlich hat die Klimaerwärmung den Oman erreicht. Immer häufiger kommt es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen.
    Deshalb oben auch die eindringliche Warnung zum Regen. 

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    Jebel Akdahr oder der Grüne Berg

    Jebel Akhdar

    Das Gebirge erstreckt sich über eine Länge von 300 Kilometer, der zuvor beschriebene Jebel Shams ist die höchste Erhebung dabei.
    Ein großer Teil des Gebirges ist Wüste, in höheren Regionen wachsen Büsche und Bäume und es gibt Landwirtschaft. 
    Die Hochebene von Sayq (Sirq ausgesprochen), das Sayq-Plateau liegt auf 2000 Meter, die Landschaft ist atemberaubend. Im Norden wird das Plateau von zerklüfteten Gipfeln und im Süden von der schwindelerregenden Schlucht des Wadi al Ayn umgeben.
    Seit mindestens tausend Jahren wird hier intensiv Landwirtschaft betrieben, da das gemäßigte Mittelmeerklima den Anbau vieler Obstsorten ermöglicht, die in der Hitze des Tieflandes nicht überleben würden: Pfirsiche, Birnen, Weintrauben, Äpfel und Granatäpfel gedeihen hier ebenso wie eine Vielzahl von Gemüsesorten und die berühmten Rosen der Region. 
    Eine moderne, 32 Kilometer lange, sehr kurvenreiche Asphaltstraße führt sechs Kilometer hinter Birkat al Mawz in die Berge. Am Beginn der Straße gibt es einen Polizeikontrollpunkt, wenn du nicht mit einem Allradfahrzeug unterwegs bist, musst du umkehren. 

    Der Gipfel des Plateaus ist überraschend gut erschlossen. Die sich ausbreitende moderne Stadt Saih Katenah würde ich eher abschreckend bezeichnen. Ein großen Militärlagers und ein Schießplatzes begleitet von endlosen Stacheldrahtzäunen macht es nicht besser.
    Vermeide dieses Gebiet und du wirst einen der schönsten Gegenden im westlichen Hajar entdecken. Die riesige natürliche Schlucht des Wadi al Ayn und die idyllischen traditionellen Dörfern Al Aqr und Al Ayn werden dich begeistern.

    Bis etwa ins Jahr 2000 war der Jebel Shams militärisches Sperrgebiet und als wir 1995 das erste Mal zum Sayq Plateau fuhren, mussten wir eine Genehmigung beantragen. Am Anfang der Straße befand sich ein Kontrollpunkt (wie auch heute), der die Genehmigung prüfte und der sicherstellte, daß man mit einem Allrad auf den Berg fuhr. Der Jebel Akhdar Krieg führte dazu, daß der Jebel Akhdar zu einem Sperrgebiet (wegen der Rebellion) wurde. Es gab für lange Zeit keine Elektrizität auf dem Plateau, bei unserem ersten Besuch in Sayq konnte man noch einen Flugzeugmotor einer Venom sehen, man musste campen,  alles war sehr ursprünglich, was wir liebten.

    Jebel Akhdar, Oman

    © OpenStreetMap contributors

    Birkat Al Mouz

    Die nächste Station, die wir anzielen ist die Wüste, die Wahiba Sands. Auf unserem Weg Jebel Akhdar kommen wir zu unserem Ausgangspunkt Birkat al Mouz. Hier solltest du die Ruinen zweier Dörfer besuchen. Die Häuser sind so, wie es verlassen, man hat einfach darum herumgebaut. Es sind mehrstöckige Lehmhäuser und du kannst viele Details entdecken, wie Holzdecken, Verzierungen. 
    Sicherlich wirst du das traditionelle Afalj / Falaj System entdecken, das Bewässerungssystem im alten Oman. (die Art des Bewässerungssystem steht auf der  Liste des UNESCO-Weltkulturerbe). Aflaj“  ist der  Plural von „Falaj"und bedeutet ‚in Teile geteilt‘, da es das Wasser über Schwerkraft und Kanäle unter allen Bewohnern aufteilt.

    Die Wahiba Sands oder Sharqiyah Sands

    Das nächste Ziel ist ein Wüstencamp in den Wahiba Sands. Je nachdem in welches Camp du gehst, fährst du in Al Wasil oder Bidiyya in die Wüste, oder zu einem Treffpunkt den du mit dem Camp abgemacht hast.
    Entweder fährst du über (2h 23 min, 169 km) Straße 33 und 27 bis Al Fath, Al Qabil Richtung Al Mudhaireb und auf der 23 weiter bis zu Zielort oder du nimmst die Straße 15 bis BidBid und dann die 23 Richtung Ibra und zum Zielort. (2h 16 min 232 km) Die bequemere Fahrt ist die letztgenannte, die Strecke ist asphaltiert. Diese Route ist zwar länger, aber schneller.

    Die 10000 Quadratmeter Sand von Wahiba Sands erstrecken sich im Landesinneren von Oman und die Wüste ist  nur 200 Kilometer südwestlich von Maskat entfernt. Die Wüste ist nach dem Stamm der Bani Wahiba benannt. Die Wahiba Sands oder auch Sharqiyah Sands genannte erstrecken sich auf Länge von 180 km in Richtung Süden bis zum Meer und sie hat Breite von 80 km. Die  Dünen verlaufen mehr oder weniger in die Nord-Süd Richtung, hervorgerufen durch den Wind. Geologie der Wahiba Sands

    Wenn du die Möglichkeit hast, die Wahiba Sands zu durchqueren, eine Nacht zwischen Sanddünen oder auf einer Sanddüne campen kannst, wird es ein Erlebnis sein, das du nicht vergessen wirst. Das Firmament zieht sich von einer Seite zur anderen und du fühlst dich unendlich klein, nicht größer als ein Sandkorn. Plötzlich wird dir deine Wichtigkeit im Universum klar, Du bist nicht wichtig in dieser Umgebung. Du wirst dich völlig verloren fühlen.
    Es gibt keinen Laut in den Dünen, die Stille ist fast greifbar, vielleicht hörst du den Wind.
    Diese riesige Sandfläche bietet dir keine Orientierungspunkte, ist es in der Tat unmöglich, sich zurechtzufinden. Deshalb solltest du niemals allein, ohne Vorbereitung, ohne jemand, der sich auskennt. Fahre niemals los, ohne die richtige  Ausrüstung bei dir zu haben. 
    Ich habe im Internet nachgeschaut, Nomad Tours scheint eine Durchfahrt der Sands anzubieten. Nach unserer Tour durch Oman im März 2022 können wir Informationen anbieten.

    Sanddüne Wahiba Sands, Oman
    Fahrt in die Wüste
    Ich passe den Reifendruck für die Sandfahrt an

    Erlebnis in der Wüste

    Was in der Wüste passieren kann.

    Wir, meine Familie, ein Freund und ein befreundetes Ehepaar entschlossen uns, mit zwei Autos die Wahiba Sands zu durchqueren  zu fahren. Voll ausgerüstet, mit allem, was man für eine Wüstenfahrt benötigt, führen wir von Muscat nach Mintrib, um dort unser Abenteuer zu beginnen. Dass es ein Abenteuer wurde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. 
    Klaus, Ahmed und ich kannten uns mit dem Fahren im Sand aus. Am Anfang der Wahiba Sands reduzierten wir den Reifendruck auf 1,3 bar, die Fahrt konnte beginnen. Wir folgten der Piste, die man bei der Durchquerung normalerweise fährt. Piste ist vielleicht zu viel gesagt, es ist die meistgefahrene Spur, der man folgt. An einem kleinen Anstieg wurde der Sand sehr weich. Es dauerte nicht lang und das erste Auto grub sich ein. Zweite 4 × 4  musste zwangsweise anhalten, leider auch im weichen Sand. Graben war angesagt, das gehört einfach zu einer Wüstenfahrt dazu. Man unternahm die üblichen Befreiungsversuche, ausgraben, Auto rütteln, Bretter unter die Reifen, hin- und herfahren und schieben. Nach dreißig Minuten hatten wir die Fahrzeuge soweit flott, daß wir sie aus dem weichen Sand herausbekamen. Nun begann der zweite Teil des Dramas.
    Beim Herausfahren aus dem Sand machte das erste Fahrzeug  einen etwas größeren Bogen, um festen Sand zu finden, das zweite Fahrzeug konnte mit einem kleineren Bogen auf die bestehende Spur  auf der Sandpiste fahren.
    Wo ist Klaus?
    Das erste Fahrzeug mit Klaus war verschwunden. Wir riefen nach ihm, aber  der Sand verschluckte alles, nur der Wind war zu hören. Wir kletterten auf eine der höheren Sanddünen, aber zu sehen war nichts, kein Auto, kein Klaus. Wir hofften, daß mit Einbruch der Dämmerung wir Lichtsignalen den Kontakt herstellen können und   die Verschollenen wieder auftauchen würden. Tatsächlich, nach einiger Zeit tauchte ein Lichtkegel über die nächste Sanddüne auf. Klaus kam und erzählte, daß der zwei Sanddünen weiter in westlicher Richtung stand. Leider in einer etwas unglücklichen Position. Wir vereinbarten, daß wir am nächsten Morgen wieder auf die Piste fahren und uns vor der Anhöhe wieder treffen würden.
    Klaus, meine Familie und ich begaben uns zu unserem Auto, bauten das Zelt auf und verbrachten die Nacht unter einem wunderschönem Sternenhimmel. Die Campingstühle standen in der Nacht vor dem Zelt. Am nächsten Morgen war die Sitzfläche mit Wasser gefüllt, so feucht war die Nacht.
    Und wie kommen wir jetzt aus von unserem Campingplatz zur Piste?
    Vor uns verengte sich das Dünental, keine Chance dort durchzufahren, runter von der Düne war keine Alternative, auf die Düne hochzufahren war auch keine Alternative. In einiger Entfernung  konnten wir ein Beduinenhütte ausmachen. Ein kleiner Fußmarsch durch den Sand als Frühsport war angesagt. Gott sei Dank, der Beduine war in seiner Hütte. Mit einem 
    Wa ʿalaykumu s-salam (وَعَلَيْكُمُ ٱلسَّلَامُ) (Frieden sei mit Euch), etwas englisch und mit Händen und Füßen erklärten wir ihm die Situation. Hilfe in der Wüste ist eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz. Er holte seinen alter Toyota Pickup, ich wollte hinten auf die Ladefläche, aus Respekt gegenüber seiner Frau, aufsteigen. Interessanterweise forderte seine Frau mich auf, mich neben sie zu sitzen sollte, dabei zog sie ihre Ledermaske aus, die Schutz gegen die erbarmungslose Sonne in der Wüste ist. Mit Hilfe dieser beiden freundlichen Omanis, sie fuhren vor uns her, fanden wir wieder auf den Track. Von den Beduinen kann man viel lernen, wie man im Sand fährt.
    Wo sind die Anderen?
    Aber wo waren die anderen? Über drei Stunden suchten wir Ahmed und seine Familie. Raus aus der Wüste zur ersten Tankstelle, um zu fragen, ob ein Auto nach unserer Beschreibung getankt hatte, zurück in die Wüste um jedes Auto was uns entgegenkam zu fragen, ob sie jemanden gesehen hatten. Nichts! Warten an einer Stelle, wo sie vorbeikommen müssen. Immer noch nichts.  Nach vier Stunden und verzweifeltem Suchen gaben wir auf (Smartphones gab es zu dieser Zeit nicht). 
    Wie sich später herausstellte, wollte Ahmed (kein Omani) nicht warten und fuhr mit seiner Familie nach Sur an den Strand und ins Hotel. So etwas ist ein unverantwortliches Handeln, in der Wüste bleibt man zusammen! und hilft sich gegenseitig.

    Die hilfreiche Beduinen Familieilie
    Das Macht Spaß – Dünen fahren

    Desert Camps im Oman

    Wir haben noch in keinem der Camps im Oman übernachtet. Wir waren immer mit unser Campingausrüstung unterwegs  und konnten so die Stille der Wüste genießen. Über die Qualität der Camps kann ich keine Auskunft geben, aber einschlägige Webseiten bieten diese Unterkünfte an.
    Unser Rat: Lese dir die Kommentare genau durch, bevor du deine Entscheidung triffst. Wir werden dieses Jahr in einem der Camps übernachten.

    Schlangen und Skorpione 
    in 21 Jahren habe ich zwei Schlangen und einige Skorpione gesehen, also nicht viel. Ja, natürlich sind diese Tiere vorhanden, aber normalerweise rennen sie davon. Wen du wild campst solltest du die Umgebung nach Skorpionen (häufig unter Steinen) absuchen, um sicher zu sein, daß sich keine unter deiner Matte zu einem "Treffen"  verabreden. Aber auch die Begegnung mit Skorpionen war selten.

    Unser Zigeuner Camp
    Auf dem Weg aus der Wahiba Sands
    Gemeinsames Festlegen der Strecke
    Wo sind sie, die Menschen
    Fahren in der Wüste benötigt Erfahrung

    Rechts und Links der Sharqiya Sands

    Wenn Dein Ziel Duqm oder die Küstenstraße nach Salalah ist, kannst du die Wüste auf der westlichen Seite umfahren. Benutze die Straße 27 nach Sinaw und weiter auf der 32 bis Duqm und auf der 41 bis Ash Shuwaymiyyah, bei Amal triffst du auf die 39 bis Thumrait und dann auf die 31 bis Salalah. Das wären circa 1047 km und 11 Stunden Fahrt. Die Straße nach Duqm ist asphaltiert, früher war die Straße eine "Wellblechpiste", zu mindestens hatte sie sich so angefühlt.

    Erlebtes
    Die folgenden Bilder sind Analogbilder von einer Fahrt auf der Strecke Sinaw-Duqm. 1992 war die Strecke unbefestigt. Auf der Fahrt Richtung Duqm hat uns Regen überrascht. Damals gab es weniger Tankmöglichkeiten als heute. Dadurch entstand eine „Point of no Return“, wie wir ihn nannten. Das heißt, mit der Tankfüllung konnte man nicht mehr zur letzten Tankstelle zurückfahren, sondern man musste sich bis zur nächsten Tankstelle durchschlagen.

    Gott sei Dank haben wir es geschafftaft
    Das Bild vermittelt einen kleinen Eindruck über Offroad fahren bei Regen
    Durchquerung eines Wadis, Strecke Sinaw - Duqm
    Beratung im Regen

    Insel Masirah

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    Masirah ist eine Insel an der Ostküste des Oman. Die Insel ist 649 km² groß, 95 km lang und 12–14 km breit.  Die 12.000 Einwohner wohnen auf 12 Orte verteilt hauptsächlich an der Nordseite. Die meisten Menschen leben in Hilf. Es gibt einen Flugplatz, der von der Royal Air Force of Oman  benutzt wird und als Nachschub- und Aufklärungsstützpunkt benutzt wird.

    Die Insel ist noch ein Geheimtipp. Ich bin froh, daß sich noch nicht so viele Touristen Masirah entdeckt haben.
    Inzwischen gibt es verschiedene Hotels oder Camps auf der Insel und wenn ich richtig informiert bin, sind es vier Unterkünfte. Ich würde jedoch lieber mein Zelt an der Lagune (Richtung Festland) aufbauen.
    Die Luft ist so gut und sauerstoffhaltig, daß man herrlich schlafen kann. Die Lagune ist sehr flach und das Wasser warm. 

    Things to do

    • Fahre einmal um die Insel
      Du wirst kaum Verkehr erleben, und die Einsamkeit ist allgegenwärtig.
      Vielleicht besuchst du auf deiner Fahrt den Jabal Madrub, mit 256 Metern die höchste Erhebung auf Masirah Island.
    • Beobachte die Tierwelt
      Vier Schildkrötenarten nisten hier und die Insel ist die Nummer eins in der Welt für Unechte Karettschildkröten.
      Du kannst stationäre Buckelwale beobachten und natürlich auch Delfine.
      Über 300 Vogelarten besuchen die Insel, viele davon sind seltene Vögel.
    • Kitesurfen
      Der stetige Wind ist optimal für die Kitesurfer, die die Insel für sich, vorwiegend im Sommer, während des Monsuns entdeckt haben.

    Unser Masirah Besuch

    Kamele auf der Fähre nach Masirah

    Die alte Fähre wird in Shannah beladen, auch Kamele festgebunden auf der Ladefläche eines Toyota Pickup dürfen auf die Reise.

    Wir kamen mit dem omanischen Fahrer (Pickup mit Kamelen) und seinem Sohn in Gespräch. Er fragte, was wir besser finden, Kühe oder Kamele? Unsere Antwort: Natürlich das Kamel, denn es kennt den hundertsten Namen Allahs, die Kamele grinsen immer so, also müssen sie ihn kennen. Ein Muslim kennt 99 Namen für Allah.

    Beladung der Fähre nach Masirah
    Diskussion über die Kamele
    Seafood am Strand in Masirah
    Auf dem Weg nach Masirah
    Nach einer Nacht am Strand in Masirah
    Befreien eines Autos aus dem Sand

    Wir und die Wüste

    Unser Camp in Masirah

    Kopfschmerztablette gegen Seafood
    nicht weit von unserem Camp hatten einige Omanis auch ein Camp. Während unseres Frühstückes kam einer von ihnen und fragte nach einer Kopfschmerztabelle. In unserer kleinen Reiseapotheke fanden wir eine Tablette. Er bedankte sich und zog von dannen. 
    Einige Zeit später tauchte er wieder auf, mit der Schüssel voll frisch gefangener Meeresfrüchte.

    Von den Wahiba Sands nach Ras al Jinz

    Oase Wadi Bani Khalid

    Blick auf das Hajar Gebirge und den Wadi Bani Bani Khaled Tristan Schmurr, Flickr
    Pools im Wadi Bani Khaled Flickr Tristan Schmurr

    Nachdem wir die Wüste bei Al Wasil oder Bidiyya verlassen haben, fahren wir auf die Straße 23 Richtung Sur weiter. Kurz vor der Al Kamil Power Station biegen wir nach links in Richtung Wadi Bani Khaled ab. (Entfernung Muscat – Wadi Bani Khaled sind etwa 240 km, asphaltierte Straße).
    Die Straße führt dich ins Hajar Gebirge, du fährst durch bizarre Gebirgslandschaften, Felsenwüsten. Auf deinem Weg dort hin durchfährst du eine völlig trockene Landschaft und plötzlich eröffnet sich vor dir die Oase. Fahre bis nach Muqal zum Wadi Bani Khaled Parkplatz und laufe von dort zu den Pools & zur Höhle. Der Wadi ist kein Geheimtipp mehr, schön ist der Wadi, aber am Wochenende ist er von Touristen und Einheimischen überfüllt und ob du dann einen Parkplatz bekommst ist die Frage. Fahre unter der Woche in den Wadi.

    Wadi Bani Khaled ist über 150 Kilometer lang, mit einem  4,000 km Einzugsgebiet. Er ist der längste Fluss Omans. Bis er das Meer erreicht, führt er durch spektakuläre Schluchten. Das Quellgebiet von Wadi Shab und Wadi Tiwi liegt etwa 5 Kilometer vom Wadi Bani Khaled entfernt. 
    Stelle dir vor, es regnet heftig  im oberen Teil des Wadis, die Wassermassen, die am Ende ankommen, sind gewaltig. Ich habe es einmal erlebt. Dazu später mehr.

    Erfrischender Pool Wadi Bani Khaled Flickr Tristan Schmurr
    Besucher Wadi Bani Khaled
    Besucher Wadi Bani Khaled Flickr Thomas Becker

    Der Wadi führt das ganze Jahr Wasser, gespeist von den Quellen Ain Dawwa, Ain Hamouda und Ain al Sarooj. Entlang des Wadis findest du weitere Pools, die zum Abkühlen einladen. Wo Wasser ist wachsen natürlich Pflanzen und Palmen, ein schöner Kontrast zu den felsigen Bergen und sie sind willkommene Schattenspender in der Hitze des Tages.
    Du kannst in den Pools baden. Hinter dem ersten Pool findest du Toiletten, Umkleidemöglichkeit und ein Restaurant.

    Folge dem schmalen Pfad auf der rechten Seite des ersten Teiches. Er führt dich bergauf zu einem kleinen Wasserfall. Du kannst auch Höhlen erkunden, wenn du auf deine Knie gehst und sie mit einer Taschenlampe ausleuchtest. 

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Du bist in der Wüste und die Hitze und Sonne kann erbarmungslos sein. Trage einen Hut, Kappe oder Tuch! Ein Sonnenstich ist keine Option.
    • Nehme viel Wasser mit auf deinen Trip. Du solltest mindestens 2 Liter Wasser trinken und bei starkem Schwitzen salzhaltiges essen.
    • Trage helle Kleidung und creme dich mit Sonnenschutzlotion ein.
    • Trage beim Schwimmen einen Einteiler und eine enge Badehose ist auch nicht gern gesehen.
      Vergesse nicht, du bist in einem islamischen Land und du bist Gast im Oman!
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    Ras al-Jinz Turtle Reserve

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    Ras al Jinz oder Ras al-Dchinz liegt 35 Kilometer östlich von Sur am Meer in der Nähe von Ra’s al-Hadd am östlichen „Knick“ des Küstenverlauf.  Dort kommen der Golf von Oman und das Arabische Meer zusammen. Im Ort gibt es ein Fort aus dem 16. Jahrhundert. Man kann einen kleinen Abstecher dorthin unternehmen.

    Green Turtle Ras al Jinz, Oman

    Der Oman spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Meeresschildkröten. Es gibt zwei Naturreservate, eines auf den Daymaniyat Islands Nature Reserve. und Ras al-Jinz. Hier befinden sich die bevorzugten Strände für die Eierablage. Man findet immer wieder an anderen Stränden Spuren von Schildkröten, die offensichtlich Eier ablegten.

    Ich hatte einmal die Gelegenheit auf den Daymaniyat Islands (bevor es Nature Reserve war) das Hatching der kleinen Schildkröten zu beobachten. Irgendwie war es ein herzzerreißender Anblick. Die kleinen Kreaturen versuchten das rettende Meer zu erreichen, aber ein Möwenschwarm entdeckte die laufende Futterquelle und stürzten sich auf die kleinen Schildkröten. Diejenigen, die es ins Wasser schafften, waren aber noch lang nicht sicher, denn dort warteten andere Gefahren auf sie. Nur  eins von 1000 bis 1 von 10.000 Jungtieren erreichen das fortpflanzungsfähige Alter (20 Jahre).

     

    Junge Schildkröten auf dem Weg zum Meer

    Das Eierlegen ist harte Arbeit
    Jahr für Jahr kommen die Weibchen an den Strand zurück, wo sie vor vielen Jahre, Jahrzehnten geschlüpft sind. Sie haben häufig eine lange Reise  hinter sich bevor sie sich auf den Strand quälen, dabei hinterlassen sie eine typische Spur. 
    Die Schildkröte legt bis zu 110 Eier, das dauert zwei Stunden, dann wird das Gelege mit Sand bedeckt und die Schildkröte kriecht zurück ins Wasser. Diese Prozedur wiederholt sie zwei bis dreimal im Jahr.
    Nach zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere und krabbeln aus ihrem Nest, um auf dem schnellsten Weg zum Meer zu kommen. Mehr zu Schildkröten, ihr Leben und Verhalten.

    In einer Aufzuchtstation für ASchildkröten

    Ras al-Jinz 
    Es gibt in der Anlage  Übernachtungsmöglichkeiten, jedoch zu einem stolzen Preise und wenn man die Kritiken liest sind die Unterkünfte von fraglicher Qualität. 
    Vom Besucherzentrum starten die Touren, abends um 21:00 Uhr (Eiablage) und manchmal morgens um 3:00 Uhr zum Schlüpfen der jungen Schildkröten. 

    Kontakt: Ras Al Jinz Turtle Reserve (Webseite)

    Du kannst auch außerhalb des Besucherzentrums eine Unterkunft finden. Salalah scheint bei Kommentare zu Hotels nicht so gut wegzukommen.

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