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Entdecke Oman

Fahre mit uns durch das Sultanat Oman.

Das Sultanate of Oman ist groß, vielfältig und bietet an jeder Ecke des Landes etwas zum Entdecken an. Vielleicht findest du im Oman deinen Traum aus Tausendundeiner Nacht.  Das Sultanat bietet dir exotische Wüstenromantik und herrliche Strände, Kultur und freundliche Menschen, außerdem ist es  sehr sicheres Reiseland.
Das Land wird viele positive Eindrücke bei dir hinterlassen und lange in deinen Erinnerungen verbleiben.

Wir zeigen einige Touren auf, die dir einen Einblick in das Land verschaffen und die du auch selbst durchführen kannst.
Es ist unmöglich alle möglichen Touren hier aufzuzeigen. Wir beschränken uns auf das, was  für die meisten Machbare ist. Bergsteigen, Abseilen und andere sportlichen Aktivitäten führen wir hier nicht auf. 
Wir beschreiben dir Touren, die wir selbst unternommen hatten, die zur damaligen Zeit (vor über 20 Jahren) zum Teil sehr schwierig waren, aber heute leicht durchzuführen sind. Du findest Ratschläge, die durch unsere langjährige Erfahrung entstanden sind.

Wir erzählen dir Geschichten, die wir erlebten und als erzählenswert betrachten.

 

Karte Oman
Inhaltsverzeichnis
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    Sicherheit zuerst

    Die richtige Kleidung in der Wüste ist essenziell. Der Button verbindet dich zu einer hervorragenden Webseite mit ausführlichen Informationen über die richtige Bekleidung.

    Der zweite Button führt dich zu einer Webseite “ SichereReise“ (Ein Service der Flughafen-App Passngr – Make it your flight)OM Oman: Reise- und Sicherheitshinweise“, die dich über absolut alles informiert, was du zum Oman wissen möchtest, damit du dich sicher fühlst kannst! Unbedingt lesen!!

    Das brillante dieser Seite ist, du kannst über alle Länder die nötigen Informationen bekommen!
    (InfoGate Information Systems GmbH, einem Unternehmen der Flughafen München GmbH)

    Tipps zum Autofahren im heißen Oman:

    1. Überprüfe deine Reifen,
      der Luftdruck wird zwar höher, aber es ist kein Sicherheitsproblem, alte Reifen ohne die richtige Profiltiefe sind ein Risiko. Check die Reifen bei der Übernahme des gemieteten Autos, auch den Reservereifen. Dies ist besonders bei Allradfahrzeugen wichtig. Du willst nicht in einem Wadi oder in der Wüste mit einem Reifenplatten ohne Reserverad stehen.
    2. Tanke nicht ganz voll,
      vor allem, wenn du in die Berge fährst,
      Grund: der Kraftstoff dehnt sich bei hohen Temperaturen aus. Er kann über die Tanklüftung entweichen und sich im schlimmsten Fall entzünden. Bei sommerlichen Höchsttemperaturen entspreche das Ausdehnungsvolumen in einem 50-Liter-Tank etwa einem Liter. Mindestens um so viel weniger solle man sicherheitshalber tanken.
    3. Öffne alle Fenster, wenn du einsteigst,
      um den schlimmsten Hitzestau zu beseitigen.
      Die Temperaturen können locker 65 Grad Celsius im Inneren erreichen, wenn das Auto länger in der Sonne stand.
      Schließe die Fenster, schalte die Klimaanlage und auf Umluft, sobald die größte Hitze aus dem Auto ist.
    4. Kühle die Temperatur nicht so stark mit der Klimaanlage herunter,
      Der Temperaturunterschied sollte nicht groß sein und das Gebläse sollte von dir weg gerichtet sein. Außer du möchtest dir eine Erkältung einhandeln. 
    5. Aufwerfungen, es kann passieren, daß sich die Fahrbahn aufwölbt oder bricht, eine Gefahr für jeden Verkehrsteilnehmer.
      Fahre immer vorausschauend und konzentriert! Smartphones beim Fahren sind ein NO NO.
    6. Wähle die richtige Fahrzeit
      Die Entfernungen im Oman sind groß und es ist besser, man beginnt seine Fahrt früh, denn in den Mittagsstunden kann das Thermometer im Sommer auf über 50 Grad Celsius steigen. Immer regelmäßige Pausen einlegen und sich nach Möglichkeit mit dem Beifahrer abwechseln.
    7. Vermeide Fahrten in der Dunkelheit oder Dämmerung im Inland von Oman, aber auch in der Stadt.
      Viele der Straßen führen durch Städte und Dörfer, auch vierspurige, autobahnähnliche Straßen. Sie teilen die Ortschaft in zwei Teile. Es gibt zwar Fußgängerbrücken, aber wenn Jemand 1000 Meter zur nächsten Brücke laufen soll, siegt die Faulheit. Viele der Fußgänger tragen braune Kleidung, die du in der Dämmerung oder bei Nacht zu spät siehst. Viele diese Fußgänger können die Geschwindigkeit deines Autos nicht abschätzen, da sie selbst kein Auto fahren. Es kommt ständig zu Unfällen mit Fußgängern mit Todesfolge. Nach dem Shariagesetz ist der Stärkere immer schuld und rate, wer der Stärkere ist. Selbst, wenn du Unschuldig bist, kannst du ins Gefängnis kommen. Nach dem Unfall kommst du erst einmal in eine Gefängniszelle, auch um einer möglichen Blutrache (z. B. bei Pakistanis) vorzubeugen. Beherzige diese Aussage, denn ich weiß, wovon ich rede. Ob dir die Deutsche Botschaft hilft, steht auf einem anderen Stern. „Der Zustand der Straßen ist meist gut. Gemessen an der geringen Bevölkerungsdichte und der Weitläufigkeit des Landes ist die Verkehrsunfallrate auch mit tödlichem Ausgang allerdings relativ hoch“.
    8. Viel Trinken
      Führe immer mehr Wasser bei Überlandtouren mit dir als du vielleicht benötigst. Gebe das Geld für eine Eisbox aus. Auch, wenn du im Hauptstadtbereich fährst, habe immer Wasser bei dir.  Dosen mit Deo, Haarspray und Co. können bei über 50 Grad explodieren. Das gilt auch für kohlensäurehaltige Getränkeflaschen.
    9. Plane deine Tankstopp richtig
      Zwar ist das Tankstellennetz im Oman gut ausgebaut, aber sicher ist sicher. Ich habe den Tank nie bis auf Reserve heruntergefahren.
    10. Regen im Oman
      In einem Land wie Oman kann doch Regen kein Problem sein – weit gefehlt!
      Die trockene Landschaft kann das Wasser nicht abführen, es bilden sich Bäche, die zu reißenden Flüssen anschwellen und alles im Weg mit sich reißen.
      Deshalb: Wenn bei einer Straße Wasser über diese läuft und das Wasser die rote Markierung der Begrenzungspfähle erreicht, fahre nicht durch! Dein Auto wird aufschwimmen und du kommst um! Wenn es regnet und du dich in einem Wadi befindest, verlasse ihn so schnell wie möglich oder suche einen hohen Punkt (aber auch dies ist nicht sicher). Wenn es regnet oder Regen angesagt ist, bleibe zu Hause! Wir haben verschiedene schwierige Regensituationen erlebt und glaube uns, es kann schlimm werden. Selbst der Hauptstadtbereich ist nicht sicher, wie die nachfolgenden Videos beweisen.

    Starkregenereignisse im Oman (Video)
    Regenfluten überschwemmen Oman. Offensichtlich hat die Klimaerwärmung den Oman erreicht. Immer häufiger kommt es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen.
    Deshalb oben auch die eindringliche Warnung zum Regen. 

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    Jebel Akdahr oder der Grüne Berg

    Jebel Akhdar Source: https://www.holidify.com/pages/hiking-in-oman-602.html

    Das Gebirge erstreckt sich über eine Länge von 300 Kilometer, der zuvor beschriebene Jebel Shams ist die höchste Erhebung dabei.
    Ein großer Teil des Gebirges ist Wüste, d.h. trockene Felsen. In höheren Regionen wachsen Büsche und Bäume und es gibt Landwirtschaft. 
    Die Hochebene von Sayq (Sirq ausgesprochen), das Sayq-Plateau liegt auf 2000 Meter, die Landschaft ist atemberaubend. Im Norden wird das Plateau von zerklüfteten Gipfeln und im Süden von der schwindelerregenden Schlucht des Wadi al Ayn umgeben.
    Seit mindestens tausend Jahren wird hier intensiv Landwirtschaft betrieben, da das gemäßigte, dem Mittelmeerklima ähnlich,  den Anbau vieler Obstsorten ermöglicht, die in der Hitze des Tieflandes nicht überleben würden: Pfirsiche, Birnen, Weintrauben, Äpfel und Granatäpfel gedeihen hier ebenso wie eine Vielzahl von Gemüsesorten und die berühmten Rosen der Region. 
    Eine moderne, 32 Kilometer lange, sehr kurvenreiche Asphaltstraße führt, sechs Kilometer hinter Birkat al Mawz, in die Berge. Am Beginn der Straße gibt es einen Polizeikontrollpunkt, wenn du nicht mit einem Allradfahrzeug unterwegs bist, musst du umkehren. 

    Der Gipfel des Plateaus ist überraschend gut erschlossen. Die sich ausbreitende moderne Stadt Saih Katenah würde ich eher abschreckend bezeichnen. Ein großen Militärlagers und ein Schießplatzes begleitet von endlosen Stacheldrahtzäunen macht es nicht besser.
    Vermeide dieses Gebiet und du wirst einen der schönsten Gegenden im westlichen Hajar entdecken. Die riesige natürliche Schlucht des Wadi al Ayn und die idyllischen traditionellen Dörfern Al Aqr und Al Ayn werden dich begeistern.

    Bis etwa ins Jahr 2000 war der Jebel Shams militärisches Sperrgebiet und als wir 1995 das erste Mal zum Sayq Plateau fuhren, mussten wir eine Genehmigung beantragen. Am Anfang der Straße befand sich ein Kontrollpunkt (wie auch heute), der die Genehmigung prüfte und der sicherstellte, daß man mit einem Allrad auf den Berg fuhr. Der Jebel Akhdar Krieg führte dazu, daß der Jebel Akhdar zu einem Sperrgebiet (wegen der Rebellion) wurde. Es gab für lange Zeit keine Elektrizität auf dem Plateau, bei unserem ersten Besuch in Sayq konnte man noch einen Flugzeugmotor einer Venom sehen, man musste zelten. Alles war sehr ursprünglich, aber wir liebten es.

    Birkat Al Mouz

    Die nächste Station, die wir anzielen ist die Wüste, die Wahiba Sands. Auf unserem Weg vom Jebel Akhdar kommen wir zu unserem Ausgangspunkt Birkat al Mouz. Hier solltest du die Ruinen zweier Dörfer besuchen. Die Häuser sind so, wie sie verlassen wurde, man hat einfach den Ort darum herumgebaut.
    Es sind mehrstöckige Lehmhäuser und du kannst viele Details entdecken, wie Holzdecken, Verzierungen. 

    Sicherlich wirst du das traditionelle Afalj / Falaj System entdecken, das Bewässerungssystem des alten Omans. (die Art des Bewässerungssystem steht auf der  Liste des UNESCO-Weltkulturerbe). Aflaj“  ist der  Plural von „Falaj"und bedeutet ‚in Teile geteilt‘, da das Wasser über Schwerkraft und Kanäle unter allen Bewohnern aufteilt wurde und auch noch wird.

    Die Wahiba Sands oder Sharqiyah Sands

    Unser nächstes Ziel ist ein Wüstencamp in den Wahiba Sands oder auch Sharqiyah Sands genannt.  Je nachdem in welches Camp du gehst, fährst du in Al Wasil oder Bidiyya in die Wüste, oder zu einem Treffpunkt den du mit dem Campbetreiber abgemacht hast.
    Entweder fährst du über die (2h 23 min, 169 km) Straße 33 und 27 bis Al Fath, Al Qabil Richtung Al Mudhaireb und auf der 23 weiter bis zu Zielort oder du nimmst die Straße 15 bis BidBid und dann die 23 Richtung Ibra und zum Zielort. (2h 16 min 232 km) Die bequemere Fahrt ist die letztgenannte, die Strecke ist asphaltiert. Diese Route ist zwar länger, aber schneller.

    Die 10.000 Quadratmeter der Wahiba Sands erstrecken sich im Landesinneren von Oman. Die Wüste ist  nur 200 Kilometer südwestlich von Maskat entfernt. Sie wurde  nach dem Stamm der Bani Wahiba benannt. Die Wahiba Sands oder auch Sharqiyah Sands genannte erstrecken sich auf Länge von 180 km in Richtung Süden bis zum Meer und sie hat Breite von 80 km. Die  Dünen verlaufen mehr oder weniger in die Nord-Süd Richtung, hervorgerufen durch den Wind. Geologie der Wahiba Sands.

    Wenn du die Möglichkeit hast, die Wahiba Sands zu durchqueren, eine Nacht zwischen Sanddünen oder auf einer Sanddüne zu zelten, wird es ein Erlebnis sein, das du nicht vergessen wirst. Das Firmament zieht sich von einer Seite zur anderen und du fühlst dich unendlich klein, nicht größer als ein Sandkorn. Plötzlich wird dir deine Wichtigkeit im Universum klar. Du bist nicht wichtig in dieser Umgebung. Du wirst dich völlig verloren fühlen.
    Es gibt keinen Laut in den Dünen, die Stille ist fast greifbar, vielleicht hörst du den Wind.
    Diese riesige Sandfläche bietet dir keine Orientierungspunkte, es ist in der Tat unmöglich, sich zurechtzufinden. Deshalb solltest du niemals allein, ohne Vorbereitung, ohne jemand, der sich auskennt in die Wüste fahren!! Fahre niemals los, ohne die richtige  Ausrüstung bei dir zu haben und nicht ohne jemanden informiert zu haben. 
    Ich habe im Internet nachgeschaut, Nomad Tours scheint eine Durchfahrt der Sands anzubieten. Nach unserer Tour durch Oman im März 2022 können wir Informationen anbieten.

    Sanddüne Wahiba Sands, Oman
    Fahrt in die Wüste by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Ich passe den Reifendruck für die Sandfahrt an by justtravelpassion.de, Wolfgang

    Erlebnis in der Wüste

    Was in der Wüste passieren kann.

    Wir, meine Familie, ein Freund und ein befreundetes Ehepaar entschlossen uns, mit zwei Autos die Wahiba Sands zu durchqueren. Voll ausgerüstet, mit allem, was man für eine Wüstenfahrt benötigt, führen wir von Muscat nach Mintrib, um dort unser Abenteuer zu beginnen. Dass es ein Abenteuer wurde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. 
    Klaus, Ahmed und ich kannten uns mit dem Fahren im Sand aus. Am Anfang der Wahiba Sands reduzierten wir den Reifendruck auf 1,3 bar, die Fahrt konnte beginnen. Wir folgten der Piste, die man bei der Durchquerung normalerweise fährt. Piste ist vielleicht zu viel gesagt, es ist die meistbefahrene Spur, der man folgt. An einem kleinen Anstieg wurde der Sand sehr weich. Es dauerte nicht lang und das erste Auto grub sich ein. Der zweite 4 × 4  musste zwangsweise anhalten, leider auch im weichen Sand. Graben war angesagt, das gehört einfach zu einer Wüstenfahrt dazu. Man unternahm die üblichen Befreiungsversuche, ausgraben, Auto rütteln, Bretter unter die Reifen, hin- und herfahren und schieben. Nach dreißig Minuten hatten wir die Fahrzeuge soweit flott, daß wir sie aus dem weichen Sand herausbekamen. Nun begann der zweite Teil des Dramas.
    Beim Herausfahren aus dem Sand machte das erste Fahrzeug  einen etwas größeren Bogen, um festen Sand zu finden, und das zweite Fahrzeug konnte mit einem kleineren Bogen auf die bestehende Spur der Sandpiste fahren.
    Wo ist Klaus?
    Das erste Fahrzeug mit Klaus war verschwunden. Wir riefen nach ihm, aber  der Sand verschluckte alles, nur der Wind war zu hören. Wir kletterten auf eine der höheren Sanddünen, aber zu sehen war nichts, kein Auto, kein Klaus. Wir hofften, daß mit Einbruch der Dämmerung wir mit Lichtsignalen den Kontakt herstellen können und  der Verschollene wieder auftauchen würden. Tatsächlich, nach einiger Zeit wurde ein Lichtkegel über die nächste Sanddüne  sichtbar. Klaus kam und erzählte, daß der zwei Sanddünen weiter in westlicher Richtung stand. Leider in einer etwas unglücklichen Position. Wir vereinbarten, daß wir am nächsten Morgen wieder auf die Piste fahren und uns vor der Anhöhe wieder treffen würden.
    Klaus, meine Familie und ich begaben uns zu unserem Auto, bauten das Zelt auf und verbrachten die Nacht unter einem wunderschönem Sternenhimmel. Die Campingstühle standen in der Nacht vor dem Zelt. Am nächsten Morgen war die Sitzfläche mit Wasser gefüllt, so feucht war die Nacht.
    Und wie kommen wir jetzt aus von unserem Campingplatz zur Piste?
    Vor uns verengte sich das Dünental, keine Chance dort durchzufahren, runter von der Düne war keine Alternative, auf die Düne hochzufahren war auch keine Alternative. Zum Glück konnten wir in einiger Entfernung eine Beduinenhütte ausmachen. Ein kleiner Fußmarsch durch den Sand als Frühsport war angesagt. Gott sei Dank, der Beduine war in seiner Hütte. Mit einem
    Wa ʿalaykumu s-salam (وَعَلَيْكُمُ ٱلسَّلَامُ) (Frieden sei mit Euch), etwas englisch und mit Händen und Füßen erklärten wir ihm die Situation. Hilfe in der Wüste ist ein ungeschriebenes Gesetz. Er holte seinen alter Toyota Pickup, ich wollte hinten auf die Ladefläche aufsteigen, aus Respekt gegenüber seiner Frau. Was für eine Überraschung, seine Frau forderte mich auf, mich neben sie zu sitzen. Gleichzeitig dabei zog sie ihre Ledermaske aus, der Gesichtsschutz gegen die erbarmungslose Sonne in der Wüste ist.
    Mit Hilfe dieser beiden freundlichen Omanis, sie fuhren vor uns her, fanden wir wieder auf den Track. Von den Beduinen kann man viel lernen, wie man im Sand fährt.
    Wo sind die Anderen?
    Aber wo waren die anderen? Über drei Stunden suchten wir Ahmed und seine Familie. Raus aus der Wüste zur ersten Tankstelle, um zu fragen, ob ein Auto nach unserer Beschreibung getankt hatte, zurück in die Wüste um jedes Auto das uns entgegenkam zu fragen, ob sie jemanden gesehen hätten. Nichts! Warten an einer Stelle, an der  sie vorbeikommen müssen. Immer noch nichts.  Nach vier Stunden und verzweifeltem Suchen gaben wir auf (Smartphones gab es zu dieser Zeit nicht). 
    Wie sich später herausstellte, wollte Ahmed (kein Omani) nicht warten und fuhr mit seiner Familie nach Sur an den Strand und ins Hotel. So etwas ist ein unverantwortliches Handeln, in der Wüste bleibt man zusammen! und hilft sich gegenseitig.

    Die hilfreiche Beduinen Familie by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Das Macht Spaß – Dünen fahren by justtravelpassion.de, Wolfgang

    Desert Camps im Oman

    Wir haben noch in keinem der Camps im Oman übernachtet. Wir waren immer mit unser Campingausrüstung unterwegs  und konnten so die Stille der Wüste genießen. Über die Qualität der Camps kann ich keine Auskunft geben, aber einschlägige Webseiten bieten diese Unterkünfte an.
    Unser Rat: Lese dir die Kommentare genau durch, bevor du deine Entscheidung triffst. Wir werden dieses Jahr in einem der Camps übernachten.

    Schlangen und Skorpione 
    in 15 Jahren habe ich zwei Schlangen und einige Skorpione gesehen, also nicht viel. Ja, natürlich sind diese Tiere vorhanden, aber normalerweise rennen sie davon. Wen du wild zeltest solltest du die Umgebung nach Skorpionen (häufig unter Steinen) absuchen, um sicher zu sein, daß sich keine unter deiner Matte zu einem „Treffen“  verabreden. Aber auch die Begegnung mit Skorpionen war selten.

    Unser Zigeuner Camp by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Auf dem Weg aus der Wahiba Sands by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Gemeinsames Festlegen der Strecke by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Wo sind sie, die Menschen by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Fahren in der Wüste benötigt Erfahrung

    Rechts und Links der Sharqiya Sands

    Wenn Dein Ziel Duqm oder die Küstenstraße nach Salalah ist, kannst du die Wüste auf der westlichen Seite umfahren. Benutze die Straße 27 nach Sinaw und weiter auf der 32 bis Duqm und auf der 41 bis Ash Shuwaymiyyah, bei Amal triffst du auf die 39 bis Thumrait und dann auf die 31 bis Salalah. Das wären circa 1047 km und 12 - 14 Stunden Fahrt. Die Straße nach Duqm ist asphaltiert, früher war die Straße eine abgeschobene „Wellblechpiste", zu mindestens hatte sie sich so angefühlt.

    Erlebtes
    Die folgenden Bilder sind Analogbilder von einer Fahrt auf der Strecke Sinaw-Duqm. 1992 war die Strecke unbefestigt. Auf der Fahrt Richtung Duqm hat uns Regen überrascht. Damals gab es weniger Tankmöglichkeiten als heute. Dadurch entstand eine „Point of no Return“, wie wir ihn nannten. Das heißt, mit der Tankfüllung konnte man nicht mehr zur letzten Tankstelle zurückfahren, sondern man musste sich bis zur nächsten Tankstelle durchschlagen.

    Gott sei Dank haben wir es geschafftaft
    Das Bild vermittelt einen kleinen Eindruck über Offroad fahren bei Regen
    Durchquerung eines Wadis, Strecke Sinaw - Duqm
    Beratung im Regen

    Insel Masirah

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    Masirah ist eine Insel an der Ostküste des Oman. Die Insel ist 649 km² groß, 95 km lang und 12–14 km breit.  Die 12.000 Einwohner wohnen auf 12 Orte verteilt, hauptsächlich an der Nordseite. Die meisten Menschen leben in Hilf. Es gibt einen Flugplatz, der von der Royal Air Force of Oman  benutzt wird und als Nachschub- und Aufklärungsstützpunkt für die Amerikaner dient.

    Die Insel ist noch ein Geheimtipp. Ich bin froh, daß noch nicht so viele Touristen Masirah entdeckt haben.
    Inzwischen gibt es verschiedene Hotels oder Camps auf der Insel und wenn ich richtig informiert bin, sind es vier Unterkünfte. Ich würde jedoch lieber mein Zelt an der Lagune (Richtung Festland) aufbauen.
    Die Luft ist so gut und sauerstoffhaltig, man schläft wie ein Baby. Die Lagune ist sehr flach und das Wasser warm. 

    Things to do

    • Fahre einmal um die Insel
      Du wirst kaum Verkehr erleben, und die Einsamkeit ist allgegenwärtig.
      Vielleicht besuchst du auf deiner Fahrt den Jabal Madrub, mit 256 Metern die höchste Erhebung auf Masirah Island.
    • Beobachte die Tierwelt
      Vier Schildkrötenarten nisten hier und die Insel ist die Nummer eins in der Welt für Unechte Karettschildkröten.
      Du kannst stationäre Buckelwale beobachten und natürlich auch Delfine.
      Über 300 Vogelarten besuchen die Insel, viele davon sind seltene Vögel.
    • Kitesurfen
      Der stetige Wind ist optimal für die Kitesurfer, die die Insel für sich, vorwiegend im Sommer, während des Monsuns entdeckt haben.

    Unser Masirah Besuch

    Kamele auf der Fähre nach Masirah

    Die alte Fähre (Bild) wird in Shannah beladen, dem Hafen für die Masirah Fähre. Nicht nur Autos und Menschen werden transportiert, auch Kamele, festgebunden auf der Ladefläche eines Toyota Pickup, dürfen mit auf die Reise.

    Wir kamen mit dem omanischen Fahrer (Pickup mit Kamelen) und seinem Sohn in Gespräch. Er fragte, was wir besser finden, Kühe oder Kamele? Unsere Antwort: Natürlich das Kamel, denn es kennt den hundertsten Namen Allahs. Die Kamele grinsen immer so, also müssen sie ihn kennen. Ein Muslim sollte 99 Namen für Allah kennen.

    Beladung der Fähre nach Masirah
    Diskussion über die Kamele
    Seafood am Strand in Masirah
    Auf dem Weg nach Masirah
    Nach einer Nacht am Strand in Masirah
    Befreien eines Autos aus dem Sand

    Wir und die Wüste

    Unser Camp in Masirah

    Kopfschmerztablette gegen Seafood
    nicht weit von unserem Camp hatten einige Omanis auch ihre Zelte aufgeschlagen. Während unseres Frühstücks kam einer von ihnen und fragte nach einer Kopfschmerztabelle. In unserer kleinen Reiseapotheke fanden wir eine Tablette. Er bedankte sich und zog von dannen. 
    Einige Zeit später tauchte er wieder auf, mit der Schüssel voll frisch gefangener Meeresfrüchte. Diese brachte uns in logistische Probleme. Wir wollten zurückfahren und die Eisbox war nicht mehr sehr kalte und der Grill war schon eingepackt. Einiges überlebte die Fahrt doch noch.

    Unser Zelt (Bild oben) bestand aus sechs halbierte Wasserrohren, die man ineinander stecken konnte. Die Abdeckung war Maschenmaterial, das normalerweise für Gewächshäuser als Sonnenschutz verwendet wird. Die Stützen wurden mit Seilen abgespannt. Alle Seiten könnte man mit anderen Zeltplanen schließen. Wir hatten darin Sandsturm und Regen überstanden.

    Von den Wahiba Sands nach Ras al Jinz

    Oase Wadi Bani Khalid

    Blick auf das Hajar Gebirge und den Wadi Bani Bani Khaled Tristan Schmurr, Flickr
    Pools im Wadi Bani Khaled Flickr Tristan Schmurr

    Nachdem wir die Wüste bei Al Wasil oder Bidiyya verlassen haben, fahren wir auf die Straße 23 Richtung Sur weiter. Kurz vor der Al Kamil Power Station biegen wir nach links in Richtung Wadi Bani Khaled ab. (Entfernung Muscat – Wadi Bani Khaled sind etwa 240 km, asphaltierte Straße).
    Die Straße führt dich ins Hajar Gebirge, du fährst durch bizarre Gebirgslandschaften und Felsenwüsten. Der Weg dorthin führt dich durch eine völlig trockene Landschaft. Plötzlich eröffnet sich vor dir die Oase. Fahre bis nach Muqal zum Wadi Bani Khaled Parkplatz und laufe von dort zu den Pools & zur Höhle. Der Wadi ist kein Geheimtipp mehr, schön ist der Wadi, aber am Wochenende ist er von Touristen und Einheimischen überfüllt und ob du dann einen Parkplatz bekommst ist die Frage. Fahre unter der Woche in den Wadi.

    Wadi Bani Khaled ist über 150 Kilometer lang, mit einem  4,000 km Einzugsgebiet. Er ist der längste Fluss Omans. Bis er das Meer erreicht, führt er durch spektakuläre Schluchten. Das Quellgebiet von Wadi Shab und Wadi Tiwi liegt etwa 5 Kilometer vom Wadi Bani Khaled entfernt. 
    Stelle dir vor, es regnet heftig  im oberen Teil des Wadis, die Wassermassen, die am Ende ankommen, sind gewaltig. Ich habe es einmal erlebt. Im  Wadi Dayqah konnte sich an einer bestimmten Stelle eine Flutwelle von 20 Metern aufbauen.

    Erfrischender Pool Wadi Bani Khaled Flickr Tristan Schmurr
    Besucher Wadi Bani Khaled
    Besucher Wadi Bani Khaled Flickr Thomas Becker

    Der Wadi führt das ganze Jahr Wasser, gespeist von den Quellen Ain Dawwa, Ain Hamouda und Ain al Sarooj. Entlang des Wadis findest du weitere Pools, die zum Abkühlen einladen. Wo Wasser ist wachsen natürlich Pflanzen und Palmen, ein schöner Kontrast zu den felsigen Bergen. Die Palmen sind willkommene Schattenspender in der Hitze des Tages.
    Du kannst in den Pools baden. Wenn du schwimmst, halte dich an die lokalen Gepflogenheiten mit deiner Badekleidung. Hinter dem ersten Pool findest du Toiletten, Umkleidemöglichkeit und ein Restaurant.
    Folge dem schmalen Pfad auf der rechten Seite des ersten Teiches. Er führt dich bergauf zu einem kleinen Wasserfall. Du kannst auch Höhlen erkunden, wenn du auf deine Knie gehst und sie mit einer Taschenlampe ausleuchtest. 

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Du bist in der Wüste und die Hitze und Sonne kann erbarmungslos sein. Trage einen Hut, Kappe oder Tuch! Ein Sonnenstich ist keine Option.
    • Nehme viel Wasser mit auf deinen Trip. Du solltest mindestens 2 Liter Wasser trinken und bei starkem Schwitzen salzhaltiges essen.
    • Trage helle Kleidung und creme dich mit Sonnenschutzlotion ein.
    • Trage beim Schwimmen einen Einteiler, auch eine enge Badehose ist nicht gern gesehen.
      Vergesse nicht, du bist in einem islamischen Land und du bist Gast im Oman!
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    Ras al-Jinz Turtle Reserve

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    Ras al Jinz oder Ras al-Dchinz liegt 35 Kilometer östlich von Sur am Meer, in der Nähe befindet sich Ra’s al-Hadd am östlichen „Knick“ des Küstenverlauf liegend.  Dort kommen der Golf von Oman und das Arabische Meer zusammen. Im Ort gibt es ein Fort aus dem 16. Jahrhundert. Man kann einen kleinen Abstecher dorthin unternehmen.

    Green Turtle Ras al Jinz, Oman

    Der Oman spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Meeresschildkröten. Es gibt zwei Naturreservate, eines auf den Daymaniyat Islands Nature Reserve. und Ras al-Jinz. Hier befinden sich die bevorzugten Strände für die Eierablage. Man findet immer wieder an anderen Stränden Spuren von Schildkröten, die offensichtlich Eier ablegten.

    Ich hatte einmal die Gelegenheit auf den Daymaniyat Islands das Hatching der kleinen Schildkröten zu beobachten. Irgendwie war es ein herzzerreißender Anblick. Die kleinen Kreaturen versuchten das rettende Meer zu erreichen, aber ein Möwenschwarm entdeckte die laufende Futterquelle und stürzten sich auf die kleinen Schildkröten. Diejenigen, die es ins Wasser schafften, waren aber noch lang nicht sicher, denn dort warteten andere Gefahren auf sie. Nur  eins von 1000 bis eins von 10.000 Jungtieren erreichen das fortpflanzungsfähige Alter (20 Jahre).

     

    Junge Schildkröten auf dem Weg zum Meer

    Das Eierlegen ist harte Arbeit
    Jahr für Jahr kommen die Weibchen an den Strand zurück, wo sie vor vielen Jahre und Jahrzehnten geschlüpft sind. Sie haben häufig eine lange Reise  hinter sich bevor sie sich auf den Strand quälen, dabei hinterlassen sie eine typische Spur. 
    Die Schildkröte legt bis zu 110 Eier, das dauert zwei Stunden, dann wird das Gelege mit Sand bedeckt und die Schildkröte kriecht zurück ins Wasser. Diese Prozedur wiederholt sie zwei bis dreimal im Jahr.
    Nach zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere und krabbeln aus ihrem Nest, um auf dem schnellsten Weg zum Meer zu kommen. Mehr zu Schildkröten, ihr Leben und Verhalten.

    In einer Aufzuchtstation für ASchildkröten

    Ras al-Jinz 
    Es gibt in der Anlage  Übernachtungsmöglichkeiten, jedoch zu einem stolzen Preise und wenn man die Kritiken liest sind die Unterkünfte von fraglicher Qualität. Vom Besucherzentrum starten die Touren, abends um 21:00 Uhr (Eiablage) und manchmal morgens um 3:00 Uhr zum Schlüpfen der jungen Schildkröten. 

    Kontakt: Ras Al Jinz Turtle Reserve (Webseite). Du auch außerhalb des Besucherzentrums eine Unterkunft finden. 

    Sur - Wadi Tiwi - Wadi Shab

    Sur

    Blick auf Sur & Ayjah

    Bild von Tiffany  CC Lizenzen

    Die Hafenstadt Sur liegt circa 30 Kilometer westlich von Ras Al Jinz und 150 Kilometer von Muscat.

    Bereits im 6. Jahrhundert war Sur das Handelszentrum  für den Handel mit Ostafrika.  Im 16. Jahrhundert stand die Stadt unter portugiesischer Herrschaft, wurde 1698 von omanischen Imam Nassir ibn Murshid befreit. Sur erlebte erneut einen wirtschaftlichen Aufschwung als das Handelszentrum für  Indien und Ostafrika. Zum Sultanat Oman (1800) gehörte Sansibar, sowie Mombasa und die Küste Kenias, Sansibar und Oman wurde ein Zentrum des ostafrikanischen Sklavenhandel, mehr dazu hier. Diese Zeit dauerte bis Mitte des 19. Jahrhunderts, bis die Briten den Sklavenhandel verboten. Sur war ein wichtiger Umschlagplatz für Seeleute, die an Bord von Frachtschiffen kamen. Mit der Eröffnung des Suezkanals verlor die Stadt den Handel mit Indien.
    !865 zerstörten die Wahhabiten (puristisch-traditionalistischen Richtung des neuzeitlichen sunnitischen Islam) Sur. Vier Jahre später, mit der Eröffnung des Suezkanal, verlor Sur endgültig seine Bedeutung als Handelsplatz.

    Sur war eine Seefahrerstadt, viele bekannte Dhowkapitäne kamen aus der Stadt. Sur war das Zentrum des Dhowbaus. Auch heute noch werden dort Dhows für Interessenten auf traditionelle Weise hergestellt.

    Eine kleine Geschichte von einem omanischen Freund:
    Die Familie meines Freundes  ist aus Sur. Unter dem alten Sultan (Taimur) war es anscheinend schwierig Kinder auf eine weiterführende Schule zu senden. Um nach Kuwait zu kommen, wurde er in einen Teppich eingewickelt und auf einer Dhow außer Landes geschmuggelt.

    Bilder aus der Vergangenheit – Sur und der Dhowbau
    Die Bilder sind von 1990

    Bild oben links:    Dhows für Fischen liegen im Hafen von Sur
    Bild oben rechts:  Fischer bereiten Netz vor und haben ein Plausch
    Bild Mitte links:    Ein indischer Arbeiter schneidet Bohlen aus einem Baumstamm. Die Nägel, die man am vertikalen Stamm sieht, sind Markierungen für den Bau. Die Dhow wird ohne Pläne gebaut.
    Bild Mitte rechts:  Der Arbeiter bohrt Löcher für Holzdübel, Es wurden keine Nägel verwendet.
    Bild unten links:   Man sieht die verschiedenen Bauetappen für eine kleine Dhow zum Fischen. Hinten wird das Heck vorbereitet.
    Bild unten rechts: Der Rahmen um die Dhow ist der eigentliche Bauplan, Damit werden Größen und Positionen bestimmt.

    Dhowbau

    Dhows in Sur, Oman
    Sägen eines Balken von Hand
    Bau eines Fischerbootes, ohne Verwendung eines Plans by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Fischer in Sur
    Bohren von Löchern für Holzdübel
    Bau einer Dhow, Die vertikalen und horizontalen Bretter sind die Guidelines

    Was kann man in Sur unternehmen?

    1. Dhow Fabrik und die Fatah al khair Dhow (Maritime Museum), Adresse As Sat, geöffnet 8:00 Uhr - 20:00 Uhr
    2. Besuche das Sunaysilah Fort (300 Jahre alt) (Highway 23, Center of Sur City | nächst to Sur Court komplex, Sur 411, Oman)
    3. Spaziere durch Al Ayjah  und den Leuchtturm in Al Ayjah (Ras Almeel)
    4. Bilad Sur Burg ist eine Festungsanlage in der Bilad Sur Ebene. Die Türme heißen Al Khandaq, Ja´alan und Al Souq, der vierte Turm besteht aus  zwei Etagen. Die Burgmauer ist 6 Meter hoch.

    Fahrt zum Wadi Tiwi

    Das nächste Ziel auf unserer Entdeckungsreise durch den Oman ist Wadi Tiwi. Für mich ist er einer der schönsten Wadis im Land. In nächster Nähe befindet sich der sehr beliebte Wadi Shab. Der Wadi Tiwi ist nach dem Dorf Tiwi an der Wadi Mündung benannt.
    Bauernhöfe und Plantagen, atemberaubende Pools, schroffe Felsen, tiefe Täler begleiten dich auf deiner Fahrt in den Wadi und in die Berge.

    Am Anfang von Wadi Tiwi gibt es eine betonierte Straße, die bei der Durchquerung der Talsohle durch seitliche Betonbarrieren geschützt ist. Dir werden immer wieder Einheimische beim Picknick begegnen, die große Leidenschaft der Omanis.
    Die Straße bis zum letzten Dorf Mibam ist keine einfache Strecke. Je weiter du nach oben kommst, umso schwieriger und ausgefahrener wird der Weg. Du solltest Allraderfahrung haben und keine Angst vor engen Wegen haben.

    Einfahrt Wadi Tiwi
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    Hinweis: für unerfahrene Off-Road-Fahrer kann ich die Strecke Bis zum Dorf Mibam nicht empfehlen. Die Strecke führt über eine unbefestigte Straße mit vielen Serpentinen.
    Wer die Weiterfahrt, wagt, wird belohnt durch grandiose Ausblicke in den Wadi und die Berge.
    Am Anfang ist der Wadi breit und du kannst sogar mit einem normalen Auto auf einer betonierten Straße (vier Kilometer) bis zum kleinen Ort Harat Bidah fahren.

    Wadi Tiwi 1990

    Die Straße allein ist nicht die einzige Schwierigkeit. Die Durchfahrten durch die Dörfer sind eng und wenn dir ein Auto entgegenkommt, ist rangieren angesagt. Du kommst auf deiner Fahrt immer wieder an Aussichtspunkte, die atemberaubend sind. Schau um dich, überall sind Felsen und Berge, du bist in einer Steinwüste, die jedoch ihren eigenen Charme hat. Kleinen Oasen entschädigen dich mit dem Grün der Palmen und einem freundlichen Salam Alaikum – Friede sei mit dir.

    Die Begeisterung über die Motive lässt dich vielleicht vergessen, daß man  zum Fotografieren von Menschen die Genehmigung der Leute benötigt! Frage, mit Handzeichen und wenn das Nein eindeutig ist – weg mit der Kamera. Vor allem Frauen solltest du nicht fotographieren außer mit deren Einverständnis! Alle meine Bilder sind nun 25 - 30 Jahre alt, kleine Zeitzeugen, viele Personen leben vielleicht nicht mehr, ich habe mir grundsätzlich die Genehmigung eingeholt.

    Am Anfang von Wadi Tiwi by justtravelpassion.de, Wolfgang
    Blick vom zweiten Dorf auf den Wadi Tiwi

    Wieder eine Geschichte von mir:
    Ende 1989 fuhr ich das erste Mal mit meinem Freund Ahmed in den Wadi Tiwi. Für mich damals ein unglaubliches Erlebnis. Navis und Smartphones existierten nicht. Die Streckenbeschreibungen wurden von Anderen weitergeben und es spielte keine Rolle wohin man fuhr, einer konnte die Strecke zu deinem Ziel beschreiben.
    Das nächste Bild zeigt eine Gruppe von Männern aus dem Wadi Tiwi bei einer wohlverdienten Pause. Wir stießen auf unserer Fahrt in die Berge auf die Gruppe und konnten wegen  Straßenbauarbeiten nicht weiterfahren. Nein, Baumaschinen gab es nicht, mit denen man einen großen Felsen, der die Straße blockierte, beseitigt hätte können. Was tun? Manneskraft hatte nicht ausgereicht. 
    Die Einheimischen benutzten eine andere Methode. Sie verbrannten Autoreifen, die eine hohe Hitze entwickeln und gossen kaltes Wasser über den Fels, bis er in verschiedene Stücke zerbrach und man diese beseitigen konnte. Mit dieser einfachen Methode rückten die Männer dem Ungetüm auf den Leib. Heutzutage sicherlich eine verpönte Methode.

    Gemeinsamer Straßenbau und gemeinsames Picknick
    Ein Pause während einer schweren Arbait

    Informationen für deine Planung

    • Muscat Tiwi 157 Km, 2 h
    • Sur – Tiwi 48 km, 43 Min
    • Dibam 7,9 km, 45 min, mit Stopps
    • Wadi Shab, 2 km 
    • Du kannst bis Dibam mit einem 4×4 fahren
    • die Straße ist eng und sehr uneben
    • fahre vorsichtig durch die Dörfer
    • wenn du in einem Pool schwimmen willst, bedecke dich! Zeige den Einheimischen deinen Respekt, die Leute im Wadi sind konservativer als in Shab oder Muscat.
    Kurz nach dieser Siedlung steigt die Straße noch einmal steil an, bevor man das Platea mit Dibab erreicht. by justtravelpassion.de, Wolfgang

    Diese Ansiedlung von Häusern erreicht man nach so manchen engen Stellen, schwierige Straßenabschnitte, Wasserrinnen und durchgeschüttelt werden – aber das ist Allradfahren. Wir liebten  und lieben es. Damals war es selten, wenn Allradfahrzeuge auftauchten, heute wären die Leute froh, vor allem am Wochenende, wenn weniger Autos ihre Ruhe stören würden. 

    Am Ende des Wadis? nein, von hier muss man laufen by justtravelpassion.de, Wolfgang

    Nach dem letzten Anstieg der Schotterpiste erreicht man ein Plateau. Am Anfang befindet sich ein Haus und Mülltonnen. Dort kannst du Parken und nach Mibab laufen.

    Wadi Mibab

    Wadi Mibam ist eine Erlebnis für sich. Ich war leider damals nicht in der Schlucht und heute bin ich zu alt für solche Touren, aber der folgende Film zeigt dir die Schönheit dieses Wadis.

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    Für die Hiker unter euch habe ich ein besonderes Schmankerl. 
    Wie wäre es auf dem E35 Trail von Wadi Tiwi zum Wadi Bani Khaled 28 km mit zwei Übernachtungen zu wandern?
    Bei Wikiloc findest du diesen Trail und andere interessante Touren. Klick hier.

    Es gibt einige Touroperators, die diese Touren anbieten.

    1990 waren wir wieder einmal im Wadi Tiwi und erkundigten uns bei den Einheimischen, wie man von Mibam weiter in die Berge kommt. Die Antwort war: Was wollt ihr dort oben? Dort leben doch nur die Zigeuner. Diesen Menschen, die ein hartes, schweres Leben in den Bergen fristen, sind mir bei meinen Touren immer wieder einmal begegnet, einmal im Dorf Shab beim Wasserholen in Ziegensäcken und einmal bei ihrem Weg in die Berge. (Bilder)

    Männer aus den Bergen, die in Shab mit Ziegennsäcken Wasserholen
    Der Einkauf muss in die Berge Transportiert werden. Möchtest du mit ihnen tauschen?

    Ich glaube, die Bilder machen deutlich, was für ein beschwerliches und entbehrungsreiches Leben die Menschen in den Bergen führten. All die Annehmlichkeiten des modernen Lebens weit entfernt. Der Besuch eines Arztes ist eine Tagesreise, Lebensmittel gibt es auch nicht um die Ecke. 

    Wadi Shab

    Die zwei Bilder zeigen die Veränderung des Wadi Shab. Ob mir die  Veränderung gefällt steht auf einem anderen Blatt. Du kannst dir dein eigenes Bild darüber machen.

    Veränderungen eines Wadis – Wadi Shabvor 25 Jahren
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    Destination Wadi Shab

    Wadi Shab ist heutzutage einer der beliebtesten Wadis in Oman und am Wochenende überbevölkert.
    Was erwartet dich?

    Die Fahrt

    • Fahrt von Muscat nach Quriyat und weiter auf der 17 nach Sur (168 km  2h 12 min)
    • Alternative Route:
      Von der 17 Richtung Hail Al Ghaf abbiegen, nach der Shell Station nach rechts abbiegen, weiter Richtung Tawi Hayl as Salam, Fahrt durch den Wadi Dayqah und Besuch des Dammes. Weiter gehts über die Berge auf einer Schotterpiste, die Umgebung sieht wie eine Mondlandschaft aus. Du wirst wieder auf der 17 Straße ankommen. Verlasse die 17 bei Daghmar und folge der Küstenstraße bis zum Bimmah Sinkhole. Auf der Weiterfahrt kommst du an verschiedenen Stränden vorbei, wie der White Sand Beach. Nach dem Ort Fins findest du Fins Beach. Stopp für einen Dip ins Meer.
      Diese beschriebene Strecke war früher die Strecke zum Wadi Tiwi und Wadi Shab und bei Regen nicht ungefährlich, aber uns machte sie Spaß. Es war nun mal wirklich Offroad.
    • ÜBERPRÜFE IMMER DAS WETTER! Die Straße und der Wadi können sich, aufgrund der Wetterbedingungen stark verändern.

    Was dich im Wadi Shab erwartet

    Was dich im Wadi Shab erwartet – dein Abenteuer:

    • Wandern in einem Tal umgeben von hohen Klippen,
    • Überquerung eines Flusses mit einem Boat, 
    • Wandern und Durchquerung von Pools, schwimmen von Pool zu Pool (an YouTube kannst du Filme darüber finden)
    • Eintauchen in eine Höhle mit einem Wasserfall

    Tipps:

    • Toiletten findest du am Parkplatz
    • Überquerung 1 RO (Cash), mit einem Fischer Boat (frage nach dem letzten Boot für die 
    • Wandern für etwa 1 Std., der erste Teil ist leicht, danach muss man Felsbrocken übersteigen 
    • Du kannst nicht die gesamte Strecke im Wadi schwimmen, du musst zwischen den Pools laufen und ein Weg wird von vielen Biegungen begleitet.
    • Trage wasserdichtes Schuhwerk
    • Vermeide das Wochenende, je früher du im Wadi bist vermeidest du die Massen.

    Link zu einem hervorragenden Blog über den Wadi Shab, darin findest du viele Bilder und Beschreibungen 

    Regen & Wadis im Oman - meine Erlebnisse

    Überschwemmung im Wadi Shab

    Das Bild oben ist aus Jahr 1995. Ein Analogbild und leider kein digitales. Alle Bilder sind digitalisiert.

    Zu diesem Bild gibt es eine Geschichte, die mit einer gemütlichen Wochenende – Kaffeetour begann.
    Zwei 4 × 4, ein Range Rover und ein Mitsubishi, vollgeladen mit insgesamt acht Personen machten sich auf zu einem Ausflug zum Wadi Shab, Picknick am Fins Beach und wieder zurück nach Mascat. Alles Nötige wurde eingepackt, viel Trinkwasser, Kaffee, Kuchen, Campingtische und -stühle, Eisbox mit anderen Getränken, man  weiß nie, was alles  auf solch einer Fahrt passieren kann.

    Damals gab es keine autobahnmäßige Straße 17. Man fuhr Richtung Quriyat und bog an der Shelltankstelle rechts ab. Nach ein paar Kilometer musste man wieder abbiegen, um den Wadi Dayqah zu durchqueren, der sich zwischen hohen Felsen durch schlängelte. Am Ende führte die Straße nach oben auf eine Hochebene, vergleichbar mit einer Mondlandschaft, aber mit einem Blick auf den Wadi Al Arabaeen (mit Bild) und das Al Hajar Ash Sharqi Massiv.

    Auf dem Weg nach Dibab

    Vor uns breitete sich eine Landschaft  mit einer herben Schönheit aus.
    Die Fahrt schüttelte unsere Passagiere kräftig durch und vermutlich auch die Ladung. Der Weg führte uns am  Abzweig zum Wadi Al Arabaeen vorbei, und dann Richtung Küste nach Daghmar.
    Bevor die Schotterstraße uns, nach mehr als einer  Stunden Fahrt,  nach unten zum Meer führte, konnte man von einem Aussichtspunkt die Küste entlang schauen. Die Straße nun parallel zum Meer und  führte entlang einiger Strände mit Zelten, aber wir wollten nicht schwimmen, sondern den Wadi Shab besuchen. Das Bimmah Sinkloch, damals noch nicht ausgebaut, ließen wir rechts liegen.
    Endlich hatten wir den Wadi Shab erreicht, aber von der Straße oben, breitete sich vor uns ein nicht erwartetes Szenario aus. (Bild oben)

    Die Straße zum Dorf war einfach weg. Auf beiden Seiten des Wadis standen Fahrzeuge, die nicht weiter kamen. Ein Allradfahrzeug hatte offensichtlich große Probleme und hing fest. Der Wadi hatte sich bis zum Meer durchgegraben. Da standen wir, weiter konnten wir nicht. Der gemeinsame Beschluss war schnell gefasst, wir fahren zum Fins Beach, schwimmen etwas und fuhren nach Hause, um dort gegen Abend anzukommen. So dachten wir. Daß es vielleicht eine ereignisreiche Fahrt werden würde, ahnte keiner von uns.

    Eine Familie lebt in einer Höhle auf dem Weg nach Umq
    Familie in einer Höhlewohnung

    Auf zum Schwimmen am Fins Strand, einige andere hatten dieselbe Idee, manchen zelteten und verbrachten die Nacht am Strand.  Wir waren gut in der Zeit und ich hatte die Idee: Wir könnten in die Berge nach Umg fahren. Der Rest der Mannschaft kannte diese Ecke Omans nicht. Wir folgten dem Küstenverlauf auf der parallel verlaufenden Piste. Aber vorsichtig, die Straße sieht so aus als würde sie gerade verlaufen und man könnte die Geschwindigkeit erhöhen. Weit gefehlt, denn plötzlich biegt die Straße nach unten in einen kleinen Wadi ab und um das Ganze zu erschweren, hat man noch eine mit einer scharfen Kurve nach rechts oder links. Solltest du diese Straße fahren, VORSICHT!
    Die Straße nach Umq führt zuerst durch das trockenen Flußbett und folgt dann dem Grad der Hügel, die sich vor einem ausbreitet. Man muss sehr konzentriert fahren, auf größere Steine aufpassen, die Spurrillen genau anfahren und einfach den Track, der vor einem liegt, abschätzen. 
    Der Blick Richtung Küste war fantastisch, einige Male sprintete eine Zwergantilope über diese Steinwüste, die von Wadis durchfurcht ist.
    Auf der Strecke, weiter oben, wohnte eine Familie in einer Höhle. Am Scheitel der Straße führt sie noch einige hundert Meter nach unten und hört dann auf, zu mindestens damals. Von dort hat man dann einen Blick auf das Dorf und die dahinter liegende, senkrechte Felswand.

    Eine Familie lebt in einer Höhle
    Ein Kind halb versteckt am Höhleneingang
    Umq - Familie in einer Höhle by justtravelpassion.de, Wolfgang

    Man findet nicht viele Beschreibungen über das Dorf Umq. Es liegt in einem Hochtal vor einer fast senkrechten Wand. Nach Aussagen von Einheimischen soll es in der Wand einen Pfad geben, der hoch zur Hochebene und zur Majlis al Jinn Höhle, der größten Höhle Omans führen soll. Leider weiß ich auch nicht mehr darüber. Für uns war das Ziel auf einer ebenen Fläche unser Tische und Stühle auszupacken, gemütlich unseren Kaffee zu trinken und dann nach Hause zu fahren. Wir holten unsere Tische aus den Autos. Plötzlich verschwand die Sonne und von drei Seiten walzten sich dunkle Wolken auf uns zu und es blitzte immer wieder, Donner war nicht zu hören. Was sich da zusammenbraute, war nichts Gutes. Offensichtlich bildete sich eine Superzelle genau über unseren Köpfen. Die Blitze mehrten sich und unsere exponierte Lage war einfach zu gefährlich. Wir mussten so schnell wie möglich verschwinden. Diese Bergstraße bei Regen zu fahren wäre leichtsinnig und gefährlich. 

     

    Schlecht Wetter in den Bergen

    Leute, sofort zusammenpacken, ins Auto und runter vom Berg, war das Kommando.
    So schnell es ging, fuhren wir den Berg hinab, um das Dorf Bimmah vor dem Regen zu erreichen. Kaum unten am Berg angekommen öffnete der Himmel alle Schleusen. Wir mussten die Ortschaft erreichen, bevor uns eine Wasserwelle aus einem der Wadis den Weg versperrt. Bei strömenden Regen reichten wir ein kleines Geschäft im Ort und warteten, ob sich das Wetter besserte. Aus Richtung Muscat kamen zwei Autos mit Einheimischen zurück, die berichteten, daß die Straße nicht mehr passierbar war. Nun war guter Rat teuer.
    Im Ort gab es ein kleines Krankenhaus. Man erlaubte uns unsere Autos auf dem Parkplatz abzustellen. Die Frauen und Kinder durften auf unseren Matten im Wartezimmer übernachten, wir zwei Männer schliefen im Auto. Jedoch Ruhe hatten unsere Mädels nicht, da ein Neugeborenes die ganze Nacht schrie. Später tauchte meine Tochter beim Auto auf, sie wollte dem Geschrei entrinnen.

    Der nächste Morgen
    Wir waren alle recht früh auf den Beinen, in der Hoffnung, dass der Regen vorbei ist. Die Sonne zeigte ihre ersten Strahlen, wir packten zusammen, bedankten uns und fuhren los. Beim Gemischtwarenladen erkundigten wir uns, ob die Straße nach Maskat frei sei. Anscheinend kamen schon einige Autos, in der Regel Pickups, aus der Richtung Maskat. 
    Los ging die Fahrt. Bis wir  Daghmar erreichten mussten wir einige kleiner Wasserläufe überqueren, das Wasser war nicht tief. Bei Daghmar mussten wir den Wadi Al Arbeieen durchqueren. Der Wadi ist dort breit und die Entwässerung des Wadis. Gott sei Dank war das Wasser nur etwa 30 cm tief und langsam fliesend. Ein kleiner Umweg durch das Dorf und dem Track folgend war unproblematisch. Kurz nach Daghmar ging es in die Berge, in etwa wie heute die Straße 17 verläuft. Nachdem wir die Hochebene verlassen hatten, erreichten wir den Wadi Dayqah. Dieser schlängelte sich dort in drei oder vier Windungen durch die begrenzenden Berge. An der ersten Windung standen mehrere Autos, kein traute sich durchzufahren, bis ein Toyota Pickup Truck kam und allen den richtigen Weg zeigte. An der zweiten Windung floss das Wasser schneller und die Tiefe war nicht ersichtlich. Also watete ich vorsichtig in das Wasser (eigentlich leichtsinnig), das Wasser war etwa knietief. Mit dem Allrad eingeschaltet durchquerten wir auch hier den Wadi langsam, um eine Bugwelle zu vermeiden.

    Endlich erreichten wir, so nach 20 Minuten, den letzten Teil des Wadis. Das Wasser floss sehr langsam, die Straße war ungefähr sichtbar und ich als „Tiefenmesser“ stellte fest, daß das Wasser etwas weniger als knietief war. Rein in meinen Mitsubishi Diesel und los gings. Was ich jedoch vergessen hatte, war, daß die Straße am Ende etwas nach unten ging und dann erst aus dem Wadi herausführte. Das Geräusch vom Auspuff wurde immer dumpfer, das Wasser erreichte die Höhe der Motorhaube und drang in den Fußraum ein. Eine Mitfahrerin auf dem hinteren Sitz bekam Angst. Ich hatte noch nie in meinem Leben erlebt, daß jemand sich aus einem Schiebedach herauskatapultiert. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie die Person aus dem Auto verschwunden war. 
    Aussteigen und gemeinsam das Auto die letzten Meter herausschieben war angesagt. Nachdem wir den höheren Punkt der Straße, schiebend erreichten, öffnete ich alle Türen und ließ das Wasser aus dem Auto herauslaufen. Hoffentlich startet das Auto wieder, war der Gedanke, der mich am meisten beschäftigte. Die Menge der Stoßgebete nach oben waren, ausreichten für ein ganzes Jahr. Schlüssel umgedreht und siehe da, nach kurzem Stotter erwachte der Motor wieder zum Leben. Um es kurz zu machen, das Auto hatte keinen Schaden und fuhr noch einige Jahre.
    Die Moral der Geschichte und eine Warnung an alle, die keine Omanerfahrungen haben: Seit immer vorsichtige! Der Regen im Oman kann verheerend sein!

    Höhlen im östlichen Hajjar-Gebirge

    Wenn du vom Fins Beach in die Berge schaust, fällt dir eine Straße (Bilder Google Maps) auf, die sich in die Berge hinauf windet. 
    Solche Straßen machten mich immer neugierig und ich musste diese erkunden. Oben, auf dem Hochplateau Salama angekommen, hast du einen Blick auf den Ursprung von Wadi Fins, Wadi Shab und Wadi Tiwi/Mibam. Diese trockene, unwirkliche Steinlandschaft übt einen besonderen Reiz auf einen aus.
    Man kommt immer wieder an Wassertanks, einzelnen Häuser, Moscheen und an kleinen, versteckten Weilern vorbei. Man kann auf der Straße entweder nach Sumayyan, nach Masjid Sout Wadi Al Khabbah und zur Straße 25 fahren oder man wählt  bei Jami’e Osmaeih die Strecke nach Ibra oder Al Wasl. Ich war begeistert von dieser Fahrt über die Berge und wiederholte sie einige Mal.
    Es wäre unfair nur über die Fahrt zu berichten, denn dort, auf dem Hochplateau gibt es Höhle, die damals zum Teil bekannt waren, aber auch welche, die noch nicht erforscht waren. Wasser hatte sie über die Jahrtausende aus dem Kalksteingebirge heraus gegraben.

    Majlis al Jinn

    Al Hajar Ash Sharqi (östliches Hadschar-Gebirge)

    Geographie Oman

    Die größte der Höhlen ist die Majlis al Jinn, der „Treffpunkt der Geister“ liegt ungefähr 20 Kilometer vom Dorf Fins auf einer Höhe von 1.366 Meter. 
    Die Höhle hat eine kuppelförmige Halle mit einer Höhe von etwa 120 Meter, einer Breite von 225 Meter und einer Länge von 310 Meter. Die Tiefe zum Abseilen beträgt 158 Meter bis 178 Meter. Die Höhle hat ein Fassungsvermögen von etwa 4.000.000 m, das geschätzte Alter ist 40.000 Jahre. Entdeckt wurde sie 1983.
    Ich stand 1990 das erste Mal vor einem der drei Eingänge – Löcher im Boden. 

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    Die Al Tahiri Höhle

    Diese Höhle (Bilder Google Maps) befindet sich auf dem Plateau von Salmah im östlichen Hajar-Gebirge. Die Tahiri-Höhle ist eine der größten Höhlen im Sultanat Oman. Der Eingang ist 74 m hoch und hat auch eine Länge von bis zu 7 m. Erforscht ist die Höhle bisher nicht richtig.

    Die Höhle (Bilder Google Maps), weitere Informationen zur Tahery Höhle in Englisch

    The 7th Hole Oman

    Das 7. Loch (Bilder Google) ist ein weiterer Zugangspunkt zu dem größten  untersuchten Höhlensystem Omans. Es gibt  kilometerlange Gänge und Kammern, die durch Wasser in den weichen Kalkstein gefräst sind, verborgen unter der Oberfläche der Steinwüste. 
    Mehr darüber findest du HIER

     

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    Offen gesagt, Caving ist nichts für mich und zu meiner Zeit im Oman war dieser Sport nicht vorhanden. Heute gibt es einige Veranstalter im Oman, die dir entsprechende Touren anbieten können.

    Die Gräber von Kubaikib, Oman

    Die Gräber von Kibaykib, Oman

    Heute führt ein Schild die Touristen zu den Kibaykib Türmen, auch bekannt als Jaylah Tower Tombs, wir mussten sie nach Wegbeschreibungen (1990), die uns Freunde gaben, suchen.
    Es sind keine Türme, die hier im Hajjar Gebirge stehen, sondern sogenannte Bienenkorbgräber mit einer Höhe von fünf bis acht Metern und einem Durchmesser von etwa vier Meter.
    Über 90 solcher Gräber aus der Bronzezeit sind über das Plateau verstreut. Der Zugang über die Straße erfordert Erfahrung im Off-Road fahren. Warum die Gräber sich hier befinden und ihre Geschichte sind nach wie vor im Dunkel der Geschichte verborgen. 
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