Paraguay - Teil 4

Encarnacíon & Posadas

Heute ist es Zeit, Santa Maria de Fe zu verlassen und unsere Reise fortzusetzen. Wir verlassen die kleine Ortschaft mit den Worten meiner Frau:

"Diesem kleinen Ort wohnt für mich ein besonderer Zauber inne."

Ich kann dies nur bestätigen, Santa Maria hat etwas, vielleicht auch etwas beruhigendes, wenn man Herz und Augen öffnet.

Encarnación und Umgebung

Sunset an der Costanera entland des Paran Flußes in Encarnación, Paraguay
Eingang zum AWA Resort

Encarnación

Reiseinformation:

Asunción - Encarnación 286 Kilometer, ca. 5-6 Stunden mit dem Auto oder 6-8 Stunden mit dem Bus auf der Ruta 1
Ciudad del Este - Encarnación 326 Kilometer, ca 5-6 Stunden, (über Mariscal José Félix Estigarribia/Route 2 und Dr. José Gaspar Rodríguez de Francia/Route 7)

Super Seis (großer Supermarkt), dort bekommst du alles, was du vielleicht auf deiner Reise durchs Land brauchst, z.B. auch eine große Auswahl chilenischer und argentinischer Weine zu sehr moderaten Preisen.

Busstation: Gral Cabañas, Encarnación, Paraguay
Checke die Busverbindungen (Terminal de Omnibus de Encarnación),
Die Station ist etwas heruntergekommen, Leute versuchen etwas zu verkaufen, und ein Auge auf den Geldbeutel zu werfen ist nicht verkehrt. Die WC's sind nicht sauber.
Alle großen Busfirmen starten von hier und es gibt genügend Leute, die dir den Bus nennen den du vielleicht brauchst. 

Fliegen von/nach Asunción ist eine Alternative.

Touristen Information: (Turista Róga - Haus der Touristen)
Kreuzung Ruta 1 und Costanera, (071 202989 m 0986 704059, geöffnet 07.00 -19.00)
Prospekte, Landkarten Encarnación Quick Guide bekommt man dort.
An der Brücke nach Argentinien gibt es auch ein Senatur Touristen Informationsbüro bei der Passkontrolle.

Banken findet man um den Plaza Armas,  Cambios Chaco wechseln ausländisches Geld.
Autovermietung: Localiza (wir haben Localiza als Autovermieter benutzt und waren zufrieden. Es war die einzige Autovermietung, die eine Einwegmiete von Asunción nach Ciudad del Este anbot (180 US$ Zuschlag für die Einwegmiete)

 

Die fünfte Jahreszeit in Encarnación 

Encarnación Carnaval- eine Alternative zu Rio
Diesen Karneval gibt es seit 1916, zu dieser Zeit gab es noch eine Eisenbahn nach Encarnación. Es ist der größte Karneval in Paraguay, er findet im Sambódromo neben der Costanera (Küstenpromenade) statt. Er wird als die kleine Schwester des Karnevals von Rio bezeichnet.

An vier Wochenenden buhlen Sambaschulen, Trommelgruppen und Karnevalsvereine um die Gunst der Jury und der Zuschauer. Die beschauliche Stadt wird in dieser Zeit zur Partyhochburg. Der Karneval findet am 25. Januar, 1. Februar, 08. Februar und 15. Februar statt. Der Beginn ist um 21.00 Uhr und die Veranstaltungen gehen bis 03.00 Uhr oder länger. 
Man kauft die Eintrittskarten für einen bestimmten Bereich, deshalb sollte man die Position zum Umzug und wo man sitzt genau beachten, schließlich wird es eine lange Nacht.

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Ein kleiner YouTube Film über Encarnación (spanisch)
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Ein kleiner YouTube Film über den Karneval in Encarnación (englisch)
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Unser Aufenthalt in Encarnación 

Warum haben wir Encarnación als Station auf unserer Reise ausgewählt?
Viele touristische Attraktionen gibt es nicht, mit Ausnahme des City Center Strands und  der Karnevalszeit . Unsere Ziele  waren die in der Nähe liegenden Ruinen der Jesuitenreduktionen Trinidad und Jesús und die Zugfahrt nach Posada in Argentinien.

Natürlich erkundet man die Stadt, wir fuhren entlang der Küstenpromenade zum Mercado Circuito, da Märkte  unserer Leidenschaften sind. Nachdem aber ein "Parkwächter" sofort Geld verlangte und uns in Elektrofachgeschäfte abschleppen wollte (das war das erste Mal, daß wir uns in Paraguay leicht unbehaglich fühlten) beschlossen wir , nach einem kurzen Rundgang über den nicht interessanten Markt, gleich zum Bahnhof zu fahren. 

Markt Circuito Encarnación. Paraguay
Bei der alten Bahnhof in Encarnación

Fahrt nach Posadas in Argentinien

Eine 10 minütige Bahnfahrt, über die Internationale Brücke San Roque González, Av. Roque González de Sta. Cruz, Encarnación, Paraguay bringt uns nach Argentinien, genauer gesagt nach Posadas.
Unser YouTube Video zeigt die Rückfahrt nach Encarnación.
Der Zug fährt alle 30 Minuten und kostet 2.50 Euro pro Strecke. 
Auf der argentinischen Seite bekommt man den Ausreisestempel von Paraguy und den Einreisestempel für Argentinien, inklusive eines Daumen-Fingerabdrucks und einem Bild und das alles vom selben Beamten. Auf der Rückfahrt gibt es die gleiche Prozedur am selben Ort. 

Nach all den Formalitäten begaben wir uns auf die Suche nach einem Taxi. Da der Himmel richtig schwarz aussah und schon die ersten Tropfen  fielen wurden wir uns schnell mit einem Taxifahrer handelseinig, eine Stunde für 30 Euro ist erschwinglich. Am Ende war die Fahrt sogar länger. Kaum im Taxi öffneten sich alle Schleusen und es regnete in Strömen. 
Eigentlich wollten wir die Fahrt abbrechen denn durch den Starkregen sahen wir gar nichts, aber der Fahrer musste tanken und wir nahmen die Gelegenheit wahr, einen Kaffee zu trinken und Alfajores zu essen und abzuwarten, ob der Wolkenbruch doch nur von kurzer Natur war. Nach dem schlechten Kaffee in Paraguay war dieser ein Hochgenuss und die Alfajores die besten, die wir auf dieser Reise genossen haben! Unsere Geduld wurde belohnt; nachdem der Regen bald etwas nachließ, konnten wir unsere Fahrt fortsetzen.
Posada ist eine sich entwickelnde Stadt, mit noch ganz alten Gebäuden in schlechtem Zustand, aber auch neuen modernen Vierteln, besonders entlang der Costanera. Diese Uferpromenade ist schön angelegt, sauber und relative neu.
Wie so häufig, wurden Menschen, die vom Fischfang leben, umgesiedelt, damit die Bevölkerung der Stadt eine Flaniermeile bekam. Laut unserem Taxifahrer wird sie Abends und am Wochenende rege genutzt.

Mit unserem Taxifahrer hatten wir Glück, er erzählte uns viel von seiner Stadt und brachte uns am Ende der Rundfahrt sicher zum Bahnhof.

Fazit: Weder Encarnación noch Posadas sind Orte, die man  unbedingt besuchen muss, aber man bekommt einen guten Eindruck vom Alltagsleben der Menschen vor Ort und als Ausgangspunkt für den Besuch der Reduktionen sind sie  durchaus geeignet. 
Unser Hotel, das AWA Resort liegt außerhalb von Encarnación in einer schönen Anlage und ist ein empfehlenswertes Hotel. (siehe Bewertung).

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Ein Regensturm in Posadas und über dem Paraná
Die Internationale Brücke San Roque González, Av. Roque González de Sta. Cruz, Encarnación, Paraguay bringt uns nach Argentinien, genauer gesagt nach Posadas.
Ein kleiner Flirt am Straßenrand.

Entlang der Costanera in Posadas, Argentinien

Gewitterwolken über Encarnación, Paraguay
Alte Häuser entlang der Costanera in Posadas. Ein Teil der Stadt der noch nicht renoviert wurde,
Ein neuer Stadtteil in Posadas an der Costanera
Im Gespräch mit dem Taxifahrer an der Costanera in Posadas
entlang der Costanera in Posadas, Argentinien
Wandmalereien entlang der Costanera in Posadas
Wandmalerei entlang der Costanera in Posadas Bild ©justtravelpassion.de
Am alten Bahnhof in Posadas
Auf dem Rückweg nach Encarnación
Blick auf die Brücke nach Paraguay mit der Straßen- und Schienenführung
In der Station des Zuges nach Posadas findet man Informationstafel über die Jesuiten und Guaranis
Schild im Bahnhof Encarnacion

Straßen in Paraguay

Die Hauptverbindungsstraßen in Paraguay sind geteerte Straßen, in der Regel zweispurig.
Der überwiegende Teil der Straßen Paraguays sind jedoch entweder Sandstraßen, mehr oder weniger fest und bei Regen schwierig zu befahren oder es sind Kopfstein gepflasterte Straßen. Die Straßen mit Kopfsteinpflaster findet man häufig in Dörfern oder kleinen Städten: Autos samt Inhalt werden kräftig durchgeschüttelt. 
In den Bereichen, wo Seitenstraßen einmünden, findet man davor oder dahinter, tiefe Abwaßerrinnen und man sollte sehr achtsam. Da versteht man, warum man in Paraguay am besten nur bei Tageslicht selber fahren sollte.

Die Regierung baut jedoch mehr und mehr befestigte Straßen und Brücken, jedoch ohne Anspruch an Geschwindigkeit. (Check this Blog)

Verkehrsregeln (dringend zu beachten, da die Polizei die Strafen sehr schmerzlos und gleich am Ort eintreibt)

Höchstgeschwindigkeit für Pkws außerhalb der Ortschaften: 110 km/h
Höchstgeschwindigkeit für Pkws innerhalb der Ortschaften: 40 km/h
Auf Autobahnen, wie die von Madam Lynch zum Flughafen in Luque: 60 km/h
Höchstgeschwindigkeit für Lkws/Busse außerhalb der Ortschaften: 90 km/h
Ein Bus, dem wir auf der Strecke von Piripebuy folgten, fuhr zwischen 120 und 140 km/h!

Eine Mindestgeschwindigkeit wie in einigen anderen Ländern gibt es auf keiner der erwähnten Straßen in Paraguay.

Minderjährige bis 12 Jahre müssen hinten im Wagen Platz nehmen, Kleinkinder nur mit Kindersitz im Fond.

Neben den angesprochenen Regeln kommt der Besitz eines Ersatzrades, Warndreieck, eingeschaltetes Fernlicht auch bei Tag dazu. Ein Erster Hilfe Kasten ist noch keine Pflicht!

Im Falle einer Kontrolle möchte die Straßenpolizei den Führerschein, die Befähigungskarte (Kfz Schein) und die Grüne Karte des Fahrzeuges sehen.

Natürlich sind Alkoholgenuss, Übermüdung, Drogengebrauch, oder Reden per Telefon am Steuer auch verboten. 

Ganz wichtig: das Licht muss am Auto immer an sein;  sonst sprechen die Ordnungshüter sprechen eine Multa (Strafe) aus.

In Paraguay haben die wenigsten Mietautos ein automatisches Licht, darauf muss man also bei jeder Fahrt achten!

Das Monument ist 15 Meter hoch zur Erinnerung an die Unabhängigkeitskämpfer
Manuela an der Costanera in Encarnación . Im Hintergrund ist Posadas zu sehen.
Blick auf Posadas from Encarnación
Sonnenuntergang über dem Paradá in Encarnacion
Die Stadt Encarnación
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