Entdeckungsreise Peloponnes - Teil 2

Griechenland mit dem Schiff entdecken

Der Peloponnes als Reiseziel, eine Entdeckungsreise um Land & Leute, Kultur & Geschichte, das tägliche Leben in kleinen Städten aus erster Hand erleben, die griechische Gastronomie und Gastfreundschaft genießen.

Entdecken und Erkunden bei einer Umrundung des Peloponnes mit der MS Galileo von Variety Cruises, 

Diese Kreuzfahrt war eine echte Möglichkeit um Land & Leute auf dem Peloponnes zu entdecken. Wichtig war für uns, einen kleinen Einblick in die Geschichte und die Kultur Griechenlands und des Peloponnes  zu bekommen.

Teil 2 handelt von der Weiterfahrt um den Peloponnes von  Gythion nach Piräus mit der MS Galileo.

Inhaltsverzeichnis
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    Der Badestopp an diesem Tag war vor der Insel Elafonisos

    07.09.2020
    Bereits um 9:00 Uhr sind wir an unserem Ankerplatz vor der Insel Elafonisos, die für ihre Sandstrände bekannt ist, angekommen.

    "Elafonisos (griechisch Ελαφόνησος [ɛlaˈfɔnisɔs]  ‚Hirschinsel‘) ist eine kleine Insel zwischen dem Peloponnes und der griechischen Insel Kythira. Aufgrund ihrer Lage im Ionischen Meer wird sie zu den Ionischen Inseln gerechnet. Die Fläche der Insel beträgt etwa 19 km², höchste Erhebung ist der Vardia mit 276 m ü. d. M. Sie ist etwa 570 m vom Ort Pavlopetri auf dem Peloponnes entfernt. Zusammen mit einigen kleinen umliegenden Inselchen und einem rund 3 km² fassenden Küstenstreifen am gegenüber liegenden Festland bildet sie die Gemeinde Elafonisos in der Region Peloponnes. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Elafonisos (816) und den Siedlungen Kapari (37 Einwohner im Jahr 2011), Kato Nisi (156), Lefki (15) und Pounda (17) auf dem Festland.
    Elafonisos wird durch die Meerenge von Elafonisos von Kythira getrennt, das etwa 4,5 Seemeilen südlich der Insel liegt."
    Source: Wikipedia  

    Nach dem Frühstück schnappten wir unsere Badesachen und ließen uns mit dem Zodiac zum Strand kutschieren. Der Strand ist schön, aber für Oman verwöhnte Reisende reißt es einen nicht vom Hocker, um fair zu sein, Strände mit Stränden im Oman zu vergleichen, ist unfair!
    Für mich war es eine gute Möglichkeit meinen GoPro Dome auszuprobieren - na ja, den Umgang damit muss ich noch üben.
    Man sollte immer auf die Strömung achten, wenn man am Peloponnes schwimmen geht! Die Strömungen können manchmal sehr stark sein.
    Die Wassertemperatur war um die 250 Celsius, der relative starke Wind ließ es kälter erscheinen. 

    Ein Schwimmstopp am Elafonisos Strand
    Das Zodiac der MS Galileo auf der Fahrt zum Strand

    Am Strand von Elafonisos

    Gythio - Ein Hafenstädtchen im Herzen Lakoniens

    Nach unserem Strandausflug brachte uns das Zodiac wieder zurück zur MS Galileo. Um 14:00 lichtete die Galileo, um uns zur nächsten Station Gythio, die Hafenstadt am Lakonischen Golf zu bringen. Mittagessen und Entspannung waren für die nächsten drei Stunden angesagt.
    Gythio ist die Hauptstadt des östlichen Mani (Kato Mani). Im Altertum war Gythio die Hafenstadt von Sparta. Die Bucht von Gythio bietet einen natürlichen  Schutz für Schiffe. Heute ist der Hafen zum Fährhafen ausgebaut und die Fähren bieten Verbindungen zur Insel Kythira und Kreta (Kissamos) an. 

    Gythion ist umrahmt von den Ausläufern des Taygetosgebirges, den höchsten Berg des Gebirges, den "Profitis LLias", sieht man sogar von der Stadt. 
    Die Altstadt zieht sich an den Berghängen hinauf, verwinkelte, enge Gassen, weiß getünchte, zum Teil klassizistische Häuser begleiten einen auf einem Spaziergang durch den Ort. 
    Entlang des Hafens und der Bucht verläuft eine Promenade, die in der Saison voll Touristen ist und Parkplätze zur Rarität werden. Die Straße führt nach Movrovouni mit seinem weitläufigen Strand und nach rechts, wenn man Richtung Hafen schaut, zur Insel Kranai.

    Ankunft im Hafen von Gythio

    Unser Schiff nähert sich Gythion, Der Leuchtturm auf der Insel Kranai
    Ein Willkommen Schild im Hafen von Gythion, der Hauptstadt Ostmanis
    Sicht auf Gythion von der Hafeneinfahrt
    Unser Liegeplatz im Hafen von Gythion

    Wir verlassen den Hafen mit unserem Freund, um ein Taxi im Ort zu finden. Unser erstes Ziel ist das Schmugglerschiff am ca. 2 Kilometer entfernten Strand. Trotz Pandemie oder gerade deswegen dauerte es eine halbe Stunde bis wir eines buchen konnten.

    Die Uferpromenade besteht aus drei Abschnitten. Der mittlere Teil ist der Hafen mit seinen Fischerbooten und einigen Restaurants, Pizzen, Cafés und Geschäften.  Es gibt einen kleinen Platz, der als Platia Gythio bekannt ist, einige Restaurants und Bars offerieren Mezes, die griechischen Vorspeisen (links zu Rezepten). In einer Stadt wie Gythio, deren Besucher hauptsächlich Griechen und Griechisch-Amerikaner sind, ist es schwer, beim Essen etwas falsch zu machen.

    Warten auf ein Taxi oder die Fahrt zum Schmugglerschiff

    Am Platia Gythion versuchten wir ein Taxi zu finden, wie das Schild auch ankündigte
    Trotz Schild dauerte es etwas bis ein Taxi kam
    Zumindest konnten wir uns über Mani kundig machen
    Am Strand von Mavrovouni
    Das Zigaretten -Schmuggler Schiff

    Die Geschichte dazu: 
    Das Schiff Dimitrios
    Angeblich hatte die Küstenwache einen Tipp bekommen und sie stellten das Schiff. Die Schmuggler versuchten zu fliehen und ließen das Schiff führerlos auf den Strand auflaufen. Das ist eine der Geschichten. Hier gibt es noch andere Geschichten dazu.

    Auf dem Weg zum Schiff fuhren wir die Uferpromenade entlang. Dort befinden sich Cafés und Restaurants sowie das 1891 erbaute Rathaus, in dem sich das archäologische Museum befindet. Etwas weiter entlang der Straße befindet sich die 1886 erbaut Mädchenschule. In der Nähe befindet sich auch das alte Theater aus dem ersten Jahrhundert. Dies ist der modernere Teil der Stadt und es gibt Wohnhäuser, Geschäfte und Internetcafés.

    Die Hafenpromenade von Gythion

    Der Leuchturm auf der Insel Kranai

    Die kleine Insel Kranai befindet sich auf der Südseite der Stadt. Entlang der Straße findet man mehrere gute Fischtavernen, frischer kann man den Fisch sonst nicht bekommen. Die Insel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden.
    Der Sage nach sollten Paris und die schöne  Helena, nach der Entführung Helenas, der Ehefrau des Spartaner König Menelaos  aus Sparta, auf deren Reise nach Troja, auf der Insel genächtigt haben. Das Ende kennt jeder - die Entführung führte zum Trojanischen Krieg. Mythologie findet man in jeder Ecke Griechenlands. 

    Gythio war der ursprüngliche Hafen für Sparta im Altertum.
    Auf Kranai kann man den  besuchen, der während der osmanischen Herrschaft erbaut wurde und in dem sich heute das Ethnologische Museum befindet. Der Leuchtturm von Gythion wurde 1873 erbaut und ist 25 Meter hoch mit einer Reichweite von 9 Seemeilen. Wie ein Großteil der Gegend um Gythion ist Kranai mit Kiefern bewachsen.

    Nach dem Besuch des Leuchtturms auf Kranai plagte uns der Hunger. Wir spazierten zurück zur Tzani Tzanetaki Straße (Karte) und versuchten unser Glück in einem der Restaurants (Rezepte zu Griechenland) - wir hatten Glück, das Essen war hervorragend. (siehe Bilder) Man sitzt neben der Straße mit dem Blick auf das Meer. Durch die Corona-Pandemie waren nur wenige Gäste im Restaurant. 

    Info Box

    Wie kommt man nach Gythion?

    Bus:
    KTEL Überlandbusse täglich 5-mal von der Busstation – Athen – Terminal A – Kifisou Str. 100;  Athen Telefon: 2105124910, Gythio Telefon: 2733022228 (die Station liegt am Park in der Nähe des Hotels Aktaion)

    Athens - Korinth - Gythion 22-30 Euro, 5Std. 12 Min
    Athens - Sparta (3 Std. 30 Min) - Gythion; 5 Std. 49 Min (Fahrplan, KTEL,  27410 754 10)

    Fähren 
    Ab 1. Mai Gythion-Kythira-Kreta mit der Lane Sea Lines (mehr konnte ich nicht finden)

    Leihwagen 
    Ca. 3 Std. 10 Min, 278,2 km, Benzin Kosten ca. 30 -50 Euro, Athens Airport ca. 24 - 50 Euro/Tag; für 7 Tage von 52 bis 370 Euro je nach Wagenklasse

     

    Pylos, Methoni und Koroni in Messenien, Peloponnes

    Schwimmen vor der Burg von Methoni

    Die Festung von Methoni gehört zu den größten Anlagen im Mittelmeerraum

    Etwas Geschichte

    Wie in vielen Ecken Griechenlands ist die Gegend von Methoni sehr geschichtsträchtig.
    In Homers Illias wurde Methoni schon erwähnt, damals wurde es als Pedasos bezeichnet. Der Ort und seine Umgebung (Polis) war, durch seinen natürlichen Hafen, eine bedeutende Hafenstadt in der Antike. Bis 620 v.Chr. beherrschten die Messenern Methoni und Pylos. Von 620 v.Chr. bis 370 v.Chr. befand sich die Gegend unter der Herrschaft Spartas. 

    Die Römer, unter Marcus Antonius (Cleopatra)  befestigten Methoni stark, trotzdem eroberte  Marcus Vipsanius Agrippa die Festung noch vor der Schlacht von Actium. Im 2. Jahrhundert wurde Methoni zur freien Stadt, durch den römischen Kaiser Trajan, erklärt.

    Unter der byzantinischen und der venezianischen Herrschaft wurde die Stadt mit mächtigen Mauern versehen, die noch heute gut erhalten sind. Die Festung Koroni an der Ostseite des Fingers und die Festung von Methoni dienten den Venezianern zur Überwachung des Peloponnes und als wichtiger Stützpunkt für den Schiffsverkehr. In der wechselhaften Geschichte des Peloponnes eroberten die Osmanen (1498) Methoni und 1686 bis 1715 übernahm nochmals Venedig die Stadt und sie bauten die Festung zu einer modernen Bastion aus, jedoch wurde sie nie fertiggestellt. 

    Während des Griechischen Unabhängigkeitskriegs wurde die Stadt (1825) verwüstet und 1827 von den französischen Truppen zurückerobert (1827) und an das Königreich Griechenland übergeben.

    Im Zeiten Weltkrieg benutzten die deutsche Wehrmacht die Festung als Stützpunkt. Durch Bombardierung deutscher Stellungen durch die Alliierten wurde die Festung  schwerbeschädigt.

    Unsere Zeit war etwas zu kurz bemessen um die Festung zu besuchen, aber die folgende Webseite bietet eine Beschreibung über Methonis und beschreibt einen Rundgang in der Festung.

    ... dann gehe ich mal schwimmen
    Stephan von Ships@Sea.de auf Motivsuche
    Die Ortschaft Methoni auf dem Peloponnes
    Der vorgelagerte Turm Bourtzi der Festungsanlage in Methoni

    Der Turm Bourtzi wurde im 16. Jahrhundert von den Türken auf einer kleinen Felsinsel errichtet und war lange Zeit Leuchtturm und Gefängnis. (Eintritt 2 Euro Tägl. 8.30 - 20 Uhr)
    Vor Methoni liegt die Inselgruppe Messenischen Inousses  (Sapientsa, Bomba,Dyo Adelfia,Agia Marina, Schiza, Venetiko), ein Paradies für Schnorchler, mit kristallklarem Wasser. Am Nordkap Karsi liegen in 8 m Tiefe die Ladung antiker Schiffe wie Granittempelsäulen aus Ägypten und römische Sarkophage. Die Funde werden über kurz oder lang im Museum für Meeresarchäologie zu finden sein.

    Blick auf die Festungsanlage von Methoni während des Sonnenuntergangs

    Pylos und Koroni

    Die MS Galileo nähert sich der Kleinstadt Pylos

    Ankunft in Pylos

    08.09.2020
    Von Methoni fuhr unser Schiff Richtung Norden nach Pylos. Die Gemeinde befindet sich am messenischen Finger des Peloponnes. Pylos ist vielleicht bekannter unter dem alten Namen Navarion. Die oben genannte Insel  Sfaktiria befindet sich am westlichen Ausgang der Bucht und die Kleinstadt  Pylos befindet sich am südlichen Eingang.

    Bekannt ist die Bucht durch zwei Seeschlachten, eine fand im Altertum (425 v.Chr.) während des Peloponnesischen Krieges statt - Schlacht von Sfaktiria und
    die Zweite, die Seeschlacht von Navarion, fand 1827 statt, die letzte große Seeschlacht zwischen Segelschiffen. Innerhalb eines vierstündigen  Gefechts zwischen den Flotten der Engländer, Franzosen und Russen auf der einen Seite und der türkischen Kriegsflotte auf der anderen Seite wurden 55 von 82 türkischen Schiffen vernichtet. Diese Schlacht brachte die Unabhängigkeit  für Griechenland von den Türken.

    Anlegemanöver in Pylos
    Blick auf Pylos, Peloponnes
    Ein Blick in den Ort, Pylos
    Noch ein Blick vom Schiff auf den Peloponnes

    Pylos ist eine lebendige griechische Kleinstadt mit ca. 2500 Einwohner und liegt am südlichen Ende der Bucht von Navarino (siehe auch die Schlacht von Navarino). Das Zentrum liegt auf Meereshöhe, danach zieht sich der Ort mit engen Gassen und Treppen steil bergauf.
    Viele der Restaurants mit ihrer heimischen griechischen Speisen befinden sich entlang der Uferbefestigung.

    Pylos kann auf eine alte Geschichte mit wechselnden Eroberer zurückblicken.
    Ein Ausflug zu der von den Osmanen (1573) erbaute Festung lohnt sich. Die Festung ist gut erhalten und bieten einen schönen Blick auf Pylos und die Bucht von Navarino.

    Byzantinische Kirche Metamorphosi tou Sortirou in der Festung Neo Kastro

    Neo Kastro, am südwestlichen Ortsrand von Pylos liegend war eine wichtige, riesige  Festung der Türken. Die Kirche Metamorphosi tou Sortirou ist nach ihrer Renovierung wieder eröffnet.
    Die Festung wurde mit großem finanziellem Aufwand renoviert. Im Innenhof der Zitadelle kommt man in einen Ausstellungsraum mit einem Trickfilm, der die Seeschlacht von Navarino nachstellt.
    Das Archäologische Museum befindet sich auch in der Festungsanlage. (Mo.-Fr. 8-20 Uhr, Eintritt 6 Euro, Rentner über 65, Kinder und Studenten haben freien Eintritt)

    Die Fahrt nach Koroni

    Die landschaft von Pylos nach Koroni ist hügelig, das Land ist bewachsen mit Olivenbäume und Zypressen

    Die Landschaft auf der Fahrt von Pylos nach Koroni ist von Hügeln, Olivenbäume und Zypressen geprägt. Die Berge sind dicht bewachsen von Bäumen und Büschen und dazwischen befinden sich, typisch für Griechenland, die Olivenhaine.

    Lagt ihr schon einmal im Schatten eines Olivenbaums und habt dabei die Hektik des Alltags vergessen? Vielleicht träumt ihr dann von den vielen Legenden, die sich um den Olivenbaum ranken. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung empfehlen. 
    Die Geschichte und Kultur Griechenlands ist untrennbar von den Olivenbäumen, ihrer Früchte und dem Öl.

    Athene und Poseidon beanspruchten die Schutzherrschaft über Attika. Zeus forderte beide zu einem Wettstreit auf wer das nützlichste und beste Geschenk für die Bewohner Attikas bringen konnte. Poseidon rammte seinen Dreizack in die Felsen der Akropolis und ließ dort eine Wasserquelle entspringen. Das dumme war nur, es sprudelte dort nur Salzwasser. 
    Die Frauen sind eben schlauer, Athene nahm ihren Speer und rammt ihn in den Boden und daraus wuchs ein Olivenbaum, somit hatten die Einwohner Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene, die Göttin der Weisheit und die Stadt wurde von nun an Athen genannt. Man kann sich in Griechenland einfach nicht der Mythologie entziehen, oder?

    Olivenbäume werden mehrere hundert Jahre alt, der älteste Baum ist mind.2000Jahre alt und befindet sich in Vouves,Kreta
    Einfach die Oliven vom Baum zu pflügen - vergesse e, du kannst sie nicht essen
    Proskinitaria, das Kirchlein am Straßenrand

    Die Olivenernte

    Die Ernte
    Die Olivenernte findet von September bis März statt, abhängig vom Wetter, der Olivensorte, Region und Luftfeuchtigkeit. Die Methode der Olivenernte beeinflusst ebenfalls die Qualität des Öls.

    Ernte von Hand
    Um eine hohe Qualität zu erreichen werden Tafeloliven, wie die Kalamata Oliven, mit Rechen oder direkt vom Bau gepflückt. Pneumatische Kämme oder Vibroli, Schwingende Stäbchen an Stangen machen die Ernte von Hand effektiver. Inzwischen kommen auch Rüttelmaschinen, die den ganzen Stamm schütteln, zum Einsatz. Die Oliven fallen auf Netze oder Planen und müssen schnell aufgehoben werden, um die Qualität zu erhalten.

    Eine althergebrachte Erntemethode ist das herabschlagen der Oliven mit Stöcken, um sie dann von den Netzen aufzulesen - da tut mir der Rücken schon beim daran denken weh.

    Pressung
    Erst werden die Oliven gesäubert und gewaschen und kommen in eine Presse. Nach dem Zermahlen beginnt die Trennung und die Ölextrahierung. Dies geschieht durch Kaltabtropfen und Zentrifugieren unter 25 Grad Celsius um die Eigenschaften des Öls zu erhalten.

    Die Ausbeute
    Grüne Oliven (unreif) enthalten sehr viele Bitterstoffe, der Ölgehalt ist nur ein Drittel reifer Früchte. Diese Öle haben viele wertvolle Inhaltsstoffe und sind teuer.
    Schwarze Oliven
    sind reif, haben einen wesentlich höheren Ölgehalt (ca. 3-mal so viel), die Öle sind mehr goldgelb und der Scharfe, bittere Geschmack sind nicht mehr so dominant. Diese Öle sind nicht  so haltbar.

    Trivia
    - Ein Baum liefert ca. 50 bis 100 kg Oliven und man gewinnt damit 7 - 25 Liter Olivenöl,
    - Oliven vom Baum sind nicht genießbar, man muss sie in Salz legen und dann weiter verarbeiten,
    - die Millionen von griechischen Olivenbäume befinden sich in privater Hand,
    - Griechen konsumieren nur Extra Virgin Qualität (Kaltpressung)

    Ich fand diese Seite (Taste of Koroni), die unter anderem griechische Rezepte zum Herunterladen bietet, es ist eine Firmenseite, wir machen keine Werbung für diese Firma und sind nicht für den Inhalt verantwortlich. Es ist deine Entscheidung den Link zu benutzen!

    Zypressen in Griechenland

    Die hoch aufgerichtete Zypresse ist von der Landschaft Griechenlands nicht wegzudenken.  Schon in der Antike wurde das Holz für Schiffe, Tempeltüren und vieles andere verwendet, selbst in der Mythologie findet man Hinweise auf die Zypresse. Auch heute ist das Holz  ein beliebtes Baumaterial, aber die Zypresse hat auch eine  kulturgeschichtliche Bedeutung.
    Der Baum wird mit Tod und Trauer verbunden und deshalb findet man sie vielfach als Gruppe an Friedhöfen. Für die Griechen sind Taufe, Hochzeit und Totenehrung extrem wichtig

    Häufig findet man Zypressen bei Friedhöfen

    Spaziergang durch Koroni

    Koroni liegt ca. 50 km von Kalamata und 30 Kilometer von Methoni entfernt. Die Stadt liegt auf einer Landzunge und auf dem Plateau liegt die Festung Koroni. In der Umgebung gibt es einige Sandstrände wie Zaga und Memi. Dreimal täglich verkehrt ein Bus von Kalamata nach Koroni. Der letzte Bus zurück verlässt das Küstenstädtchen um halb neun abends.

    Vermutlich wurde die Stadt 369 v.Chr. gegründet, im heutigen Petalidi kann man noch römische Mauerreste und eine alte Hafenmole unter Wasser sehen. Im 6. und 7. Jahrhundert wurde eine Burganlage auf den Ruinen der alten Stadt gebaut, die bis heute ununterbrochen genutzt wird.

     

    Die malerische Küstenstadt Koroni ist Teil der lokalen Regierung von Apia in Messinia. Koroni und die Burg liegt auf einem Bergrücken.
    Die schönen Häuser verfügen über blaue oder gelbe Fenster, die Häuser sind in hellen Farbtönen gestrichen, bunte Blumen bilden Farbtupfer entlang der Häuser und Straßen. Malerische  kleine Kopfsteinpflastergassen und eine Vielzahl an Kirchen runden das Stadtbild ab. 

    Eine kleine Anekdote an der Seite:
    Während der türkischen Besatzung wurde der Begriff "echei barba stin Koroni" geschaffen, was wörtlich "er / sie hat einen Onkel in Koroni" bedeutet. Es ist ein Hinweis auf starke Verbindungen. 
    Der Hintergrund für diese Redewendung basiert auf einer Begebenheit:
    Der Pascha von Tripolis, dem türkischen Verwaltungszentrum auf dem Peloponnes, machte einen Onkel zum Beğ oder Bey, also zum Befehlshaber von Koroni als Dank für seine Hilfe.
    Der Bei unterstützte die Leute von Koroni mit Referenzschreiben für seinen den Neffen, dem Pascha von Tripolis.

    Ein Liebevoll gestaltetes Haus in Koroni. Peloponnes
    Eine bunte Auswahl an Dekoartikel
    Pflanzen scheinen wichtig zu sein in Koroni
    Mutter und Kind versteckt in der Mauer

    Die Geschichte Koronis

    Die Mauern der Festung sind allgegenwärtig. Berichte über die Verteidigungsanlage stammen aus der byzantinischen Zeit im 7. Jahrhundert. Nach dem Ende vierten Kreuzzugs gegen  Konstantinopel entwickelten sich fränkische Herzogtümer in Mittel- und Südgriechenland. Zumeist waren es französische Adelige.
    Gleiches galt für Koroni, wo Guillaume de Champlitte, ein Ritter aus der Champagne zum "Fürsten von Achaia" aufstieg und in Koroni das Kommando innehatte.
    Aber die Venezianer übernahmen 1209 den südlichen Teil der Halbinsel zusammen mit Methoni und Koroni.
    1500 überkletterten türkische Kämpfer die Mauer der Festung und hielten diese bis 1686.
    1686 eroberte Francesco Morosini, der Kommandeur der venezianischen Flotte und später dem Doge von Venedig,  1715 eroberten die Türken erneut die Festung.
    Im griechischen Unabhängigkeitskrieg 1828 eroberten die Griechen mithilfe der Franzosen endgültig die Halbinsel.

    Der Weg zur Festungsanlage in Koroni

    Auf dem Weg zur Kirche St. Eleistria und der Burg von Koroni

    Das Ziel der  Gruppe der MS Galileo war die Burg. Wir machten einen Umweg und besuchten zuerst die hübsche, kleine Kirche St. Eleistria. Mehr beeindruckend ist die gepflegte Anlage und die Aussicht auf den Zaga-Strand vom Vorplatz der Kirche.

    Die kleine Kirche St. Eleistria in Koroni
    Der Zaka Strand in Koroni
    Der Glockenturm von St. Eleistria . Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Zara Strand
    Ein Blick auf die Küset der Halbinsel, Koroni

    Im Nonnenkloster Agios Ioannis, Koroni

    Nach dem Genießen der Aussicht mussten wir einige steile Stufen erklimmen um zum Nonnenkloster Kloster Agios Ioannis (St. Johannes) in der Festungsanlage zu kommen. Das Kloster wurde neben den Ruinen einer byzantinischen Kirche errichtet.
    Heute leben noch fünf Nonnen im Kloster. Die Nonnen verkaufen in einem kleinen Laden ihre eigenen Produkte wie, Honig, Marmelade, Bilder und einiges mehr als Zubrot für ihren Lebensunterhalt.

    Bild unten: Kirche Agios Charalambos 

    Die Kirche im Nonnenkloster, Koroni
    Lageplan der Festungsanlage in Koroni

    Erläuterung: Lageplan Der Festungsanlage Koroni

    Nummer 17:  Kirche Panagia Eleistra
    Nummer 16:  Treppen und Weg in die Festung
    Nummer 15:  Kirche Agios Charalambos und Friedhof
    Nummer 14:  Ruine Französische Baracke 
    Nummer 13:  Schießpulver Lager
    Nummer 12:  Reste eines kleinen Ottomane Bad
    Nummer 11:  Dreischiffige Kreuzkuppelkirche Agia Sophia 
    Nummer 10:  Das Nonnenkloster - Gebäude
    Nummer 09:  Klosterkirche
    Nummer 08:  Oberer Teil der Akropolis mit 2 Gebäuden
    Nummer 07:  Festungsanlage/Türme
    Nummer 04:  Kleines Tor
    Nummer 03:  Haupttor an der Nordseite 
    Nummer 02:  Byzantinische Befestigungen
    Nummer 01:  Akropolis, Gemüse und Obst Garten, Nonnenkloster

    Eine der Nonnen empfängt unsere Gruppe im Kloster
    Ein Blick auf die Kirche der Nonnen, Koroni
    Eine Detailaufnahme eines Gebäudeteils im Nonnenkloster
    Im Gerten des Nonneklosters, Koroni
    Die Auslage im Verkaufsladen der Nonnen
    Ikonen, gemalt von den Nonnen

    Im oberen Bild links sieht man den Garten (1) des Nonnenklosters und die obere Anlage der Akropolis mit seinen Gebäuden (2) und dem Aufgang nach oben (ganz rechts)

    Auf dem Weg zum Hafen - Koroni

    Blick auf den Hafen von Koroni und auf das Festland, Peloponnes
    Auf dem Weg zurück ins Dorf, das Haupttor zur Festung in Koroni
    Der weg zum Hafen, Blick auf das Haupttor
    Blick zurück zur Festung von Koroni.

    Impressionen von Koroni

    Der Fischmarkt am Hafen von Koroni
    Hoffentlich war der Fischfang erfolgreich
    Ob da wohl für mich etwas abfällt?
    Taverne am Hafen von Koroni
    Hier gibt es alles was man im Haus und Garten braucht, Koroni
    Der Wegweiser zur Festung, Haupttor Koroni
    Eine Bäckerei mit dem typischen Brot von Koroni
    Zurück auf der MS Galileo im Hafen von Pylos

    Sehenswürdigkeiten Pylos

    Neo Kastro
    Die neue Burg befindet sich auf der Straße nach Methoni im Süden des Dorfes. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert vom Osmanischen Reich erbaut, um den südlichen Eingang zum Golf von Navarino zu kontrollieren. Der Komplex ist gut erhalten und seine Größe zeigt die Bedeutung des Hafens für das Osmanische Reich. Bis vor Kurzem war die Festung ein Gefängnis, bis es für Touristen geöffnet wurde. 

    Paleokastro
    Die Burg liegt in Trümmern, aber die Außenmauern und ihre runden und quadratischen Türme sind gut erhalten. Als die Türken 1573 am südlichen Eingang der Bucht von Navarino eine neue Festung (Neokastro) errichteten, verlor die Burg Paliokastro ihre Bedeutung. Unterhalb der Burg, auf der Klippe oberhalb von Voidokilia, befindet sich eine Höhle namens Nestor Höhle, die vom antiken griechischen Reisenden Pausanias so benannt wurde. Nach der griechischen Mythologie versteckte Hermes die Kuh, die er seinem Bruder Apollo gestohlen hatte. Letzterer entdeckte jedoch den Diebstahl und er forderte Hermes auf, ihm als eine Lyra  aus Schildpatt zu geben.

    Ochsenmaulbucht
    Natürlich lädt die Ochsenmaulbucht zum Schwimmen einlädt, aber sie ist auch sehenswert. Viele denken, dass es die schönste Bucht auf dem Peloponnes ist.
    Die beiden seitlichen Felsen führten zu der einzigartigen Sichelform. Der einfachste Weg, um die Bucht zu erreichen, führt über eine Nebenstraße, die die Route Pylos-Kyparissia in Romanos verlässt (folgen Sie den Schildern nach "Voidokilia"). Die Straße wird zu einer Piste, kann aber leicht befahren werden. Bei der Brücke über einen kleinen Kanal  lohnt sich ein Blick in den Kanal. Hier findet man oft viele Schildkröten.
    Ihr könnt auch zum letzten Parkplatz (Golden Beach) fahren, dort parken und den Schildern folgen (ca. 20 Minuten entfernt).

    Nestor-Grotte
    Die Höhlen unter dem unter Poleo Kastro sind von der Ochsenbauchbucht Voidokilia aus nicht zu übersehen. Etwa die Hälfte der Klippe ist ein großes schwarzes Loch. Diese Höhle war einst in der Zeit von Mykene bewohnt und ist auch in der Mythologie Griechenlands zu finden.
    Es wird gesagt, dass König Nestors seine Rinder hier unterbrachte und hier soll Hermes das, von Apollon gestohlene Vieh, geschlachtet haben. 
    Es gibt nicht viel zu sehen, außer Ziegenmist.
    Der Weg (ca.20 Minuten) ist vom Parkplatz (Golden Beach) aus, ausgeschildert.

    Nestorpalast
    Der Palast war leider während unseres Aufenthalts in Pylos geschlossen, aber die Webseite "Reise-zikaden.de" offeriert alle nötigen Informationen über den Palast.
    Entfernung Pylos - Nestorpalast: 18 km (Taxi 16-19 Euro)
    Pylos - Kalamata: 56 km (1 Stunde), mit Bus: Palast -Chora (Taxi 4,1 km, 4-6 Euro und Chora-Kalamata  1 Stunde 16 Minuten)

    Strände um Pylos

    Strand von Voidokilia oder Ochsenbauchbucht mit der Gialova Lagune (ein wichtiger Lebensraum für Vögel)

    weitere Strände: Strand von Romanos, Gialova Beach, Golden Beach (Divari Beach), Strand von Glossa (Sfaktiri Island), Strand von Romanos; für mehr Informationen über die Strände klick HIER

    Trivia:

    Circa 58 km westsüdwestlich von Methoni  befindet sich die Calypsotiefe mit einer Meerestiefe von 5200 Meter. Hier, circa 30 km vom Festland, wird ein Unterwasser-Teleskop (Neutrino Extended Submarine Telescope) auf dem Grund des Meeres gebaut, das Nestor Projekt.
    Es soll dazu dienen Neutrinos, die kleinsten Teilchen nachzuweisen. Check hier

    Zakynthos

    "Zakynthos, auch Zákinthos (griechisch Ζάκυνθος [ˈzakʲinθɔs]; italienisch Zante),[2] ist mit einer Fläche von etwa 406 km² nach Kefalonia und Korfu die drittgrößte und südlichste der größeren Ionischen Inseln und die zehntgrößte Insel Griechenlands. Hauptort ist die gleichnamige Stadt Zakynthos.

    Zusammen mit der unbewohnten Inselgruppe der Strofaden bildete Zakynthos von 1866 bis 2010 die Präfektur Zakynthos (Νομός Ζακύνθου Nomós Zakýnthou). Mit der griechischen Verwaltungsreform 2010 wurden die Präfekturen abgeschafft und die sechs Gemeinden der Insel wurden zu einer einzigen Gemeinde Zakynthos zusammengelegt. Die Gemeinde ist deckungsgleich mit dem Regionalbezirk Zakynthos (Περιφερειακή Ενότητα Ζακύνθου Periferiakí Enótita Zakýnthou), der acht Abgeordnete in den Regionalrat der Region Ionische Inseln entsendet.

    Die Insel Zakynthos war in ihrer Geschichte im Gegensatz zum griechischen Festland über mehr als sieben Jahrhunderte unter west- und mitteleuropäischer Herrschaft. Die Venezianer, welche die Insel mehr als vier Jahrhunderte beherrschten, bezeichneten Zakynthos bzw. Zante mit dem Beinamen „Fior di Levante“ (Blume des Ostens). Touristisch ist Zakynthos nach Korfu das bedeutendste Reiseziel der Ionischen Inseln. Besondere Bedeutung hat die Insel als Hauptnistplatz der Meeresschildkröte Caretta (Unechte Karettschildkröte) im Mittelmeer. 1999 wurde zum Schutz der Nistplätze, auch vor dem zunehmenden Tourismus, vom griechischen Staat ein Meeresnationalpark eingerichtet."
    Source Wikipedia LINK

    Weitere Informationen findet man bei Urlaubsguru.de

    Der Sonnenaufgang auf der Fahrt nach Zakynthos

    Die Navagio Bucht, Zakynthos

    Ein Blick in die Bucht von Navagio (Schiffswrack) auf Zakynthos vor 10:00 Uhr Morgen

    09.09.2020
    Zakynthos
    ist eine kleine griechische Insel im Ionischen Meer und ein berühmtes Ziel für Sommerferienorte. Die Hafenstadt Zakynthos erstreckt sich rund um den am Meer gelegenen Solomos-Platz.
    Beliebte Strände der Insel, darunter Agios Nikolaos, Alykanas und Tsilivi, bieten Schwimmen und Wassersport. Navagio Beach kann mit dem Boot erreicht werden. Hier befindet sich ein berühmtes Schiffswrack, das 1980 in einer von Klippen umgebenen Bucht gestrandet war.

    Nach einem Mehrheitsentscheid einer größeren Gruppe an Bord wurde nicht Olympia besucht, wie vorgesehen, sondern Zakynthos mit dem Navagio Bay (das Schiffswrack), Cape Skinari und die Blaue Höhle.
    Ich persönlich bezeichne den oben genannten Strand und die Höhlen als Touristenfalle. Vor allem der Strand mit seinem Schiffswrack entwickelt sich nach 10:00 Uhr morgens zum puren Wahnsinn. Bootstouren mit schwermotorigen Schiffen überschwemmen den Strand mit Leuten.
    Die Höhlen würde ich als nichts Besonderes bezeichnen, aber das ist meine Meinung.

    Sicherlich ist Zakynthos eine schöne Insel, empfehlenswert ist die Insel mit dem Auto zu erkunden.

    Wir erreichten die Navagio Bucht mit dem 1980 gestrandeten Schiff circa 10.00 Uhr morgens. Wie das Bild zeigt, bis auf eine Jacht war die Bucht leer - aber das änderte sich bald, nach 10:00 Uhr kommen die Besucher!

    So sieht die Bucht aus, bevor die Ausflugsboote auftauchen

    Das Handelsschiff "Pangagiotis" war voll von geschmuggelter Alkohol und Zigaretten, so wurde vermutet. Im Oktober 1980 versuchte die Küstenwache dieses Schiff zu stellen. Bei stürmischer See kam es zu einer Havarie, ich vermute, dass die Schmuggler das Schiff bewusst auf den kleinen Strand  setzten, um der Verhaftung zu entkommen. Die Crew war schon vorher an Land geflüchtet - jedoch wurden fast alle Schmuggler gefasst.

    Das ist eine Story.
    Weniger spektakuläre ist die Aussage des Kapitän Kompothekras-Kotsoros von der Charalambos: Aufgrund schlechten Wetters trieb das Schiff auf den Strand und die Ladung sowie Teile der Ausrüstung wurde von Dieben geraubt.

    Interessieren dich "Mysteriöse Schiffswracks"? Hier findest du sie. Einige der Wracks habe ich selbst gesehen, so in Gythio und Oman.

    Da kommt schon das erste Boot in die NavagioBucht am Morgen

    Vielleicht möchtest du die Navagio Bucht von oben betrachten und eines dieser millionenfachen Bilder dieses Strandes selbst fotografieren. Der Weg hinauf auf die Klippe ist nicht ungefährlich, festes Schuhwerk ist unabdingbar und ein Sicherheitsabstand zum Abgrund ist einfach gesunder Menschenverstand.

    Nachdem im September 2018 ein Teil des Felsen abbrach und dabei Menschen verletzt wurden, darf man den Strand nur unter Auflagen betreten. Der Strand wurde in 3 Zonen eingeteilt:
    - direkt am Schiffswrack, der grünen Zone gibt es keine Auflagen,
    - die gelbe Zone ist unmittelbar um das Wrack und darf nur unter Aufsicht betreten werden, 
    - Die Rote Zone ist direkt an den Felsen und darf NICHT betreten werden, eigentlich logisch, Felsen können immer herunterfallen.

    Der Blick von oben auf die Schiffswrack Bucht
    Ein paar Mutige die sich auf dem Aussichtspunkt der Klippe am Schiffwrack Strand gewagt hatten.
    Die Felswand in der Navagio Bucht ist gewaltig
    Es ist nach 10:00 Uhr am Morgen und die Ausflugsboote suchen den Strand heim.

    Das obige Bild ist während der Coronapandemie aufgenommen, der Abstand der Passagiere scheint nicht so wichtig zu sein.
    Ein Geheimtipp ist der Strand schon lange nicht mehr.  In normalen Zeiten besuchen massenhaft asiatische Touristen den Strand, der Grund dafür ist eine südkoreanische Fernsehserie "Descendants of the Sun", die die Navagio Bucht als Drehort verwendete. 

    Die Bucht ist, in normalen Zeiten, von Booten mit bis zu 1000 Menschen bevölkert, so gesehen hatten wir Glück und sind von den Massen verschont worden.

    Der Seegang war an diesem recht stark und die Wellen drückten in die Bucht. So manches Boot hatte Schwierigkeiten am Strand zu landen. Die nachfolgenden Bilder vermitteln einen Eindruck davon.

    Unser Tipp: Besuche die Bucht morgens oder am späten Nachmittag, dann ist sie nicht so überlaufen und das Licht zum Fotografieren ist besser.

    Der Strand von Navagio wird langsam voll, trotz Corona Pandemie
    Der richtige Blickwinkel für ein gutes Foto ist wichtig
    Das Zodiac bringt Gäste zum Navagio Strand
    Ms Galileo Zodiac auf dem Weg zum Strand

    Viele wollten zum Strand, was sich als nicht einfach herausstelle. Die Wellen am Strand waren so stark, dass das Zodiac fast kippte. Die Beladung am Strand, um wieder zurückzukommen, gestaltete sich als sehr schwierig und der hervorragende Bootsmann verletzte sich am Fuß. Manchmal sollte man Vernunft walten lassen!

    Eigentlich für Pandemiezeiten zu viele Menschen
    Der Strand muss voll werden! noch mehr Touristen die den Strand sehen wollen.
    Das Treiben am Strand beobachten, relaxed und mit einem Trink
    Das Segelboot scheint einige Schwierigkeiten im Strandbereich zu haben.
    Ein letzter Blick auf den Schiffswrack Strand
    Auf dem Bild sieht man, das die Wellen etwas größer sind.
    Manuela beobachtet das Treiben am Strand

    Die Blaue Grotten - Zakynthos, Ionische Inseln

    Blick von der MS Galileo Richtung der Blauen Grotten, Skinari, Zakynthos

    Am Nordkap von Zakynthos befindet sich eine andere Attraktion der Insel, sie ist nur mit dem Boot erreichbar - die Blauen Grotten.
    Wir hatten das Glück mit der MS Galileo dort zu sein und das Zodiac der Galileo zur Verfügung zu haben.

    Tipp:
    Viele Anbieter von Bootstouren bieten die Blauen Grotten und die "Schmugglerbucht" für einen Badestopp an. Diese Boote sind zu groß und können nicht in die Grotten einfahren.
    Fahre nach Agios Nikolaos oder Skinari (30 km von der Stadt Zakynthos entfernt), buche dort eines der kleinen Schnellboote, die in die Grotten hineinfahren können. Nur in den Grotten sieht man die Lichtreflexe. Die Beste Zeit ist früh morgens.

    Bilder Galerie - Blaue Grotten ,Agios Nikolaos, Zakynthos

    Auf der Fahrt zu den blauen Grotten, Nordkap, Zakynthos
    Die Blauen Grotten am Nordkap von Zakynthos
    Farbeinschlüsse in der Felswand, die Blauen Grotten, Zakynthos
    Die Blauen Grotten von Zakynthos
    In den Blauen Grotten von Zakynthos, das blau des Wassers ist schön
    Gerade noch entdeckt
    Fotos von der Blauen Grotte Zakynthos
    Ohne ein Foto kann man die Grotten nicht verlassen
    Blick zur MS Galileo
    Blick durch den Durchbruch in der Grotte, Zakynthos
    Brücke der MS Galileo
    Rundfahrt mit dem Zodiac durch die Blauen Grotten von Zakynthos

    Abschied von Zakynthos

    Das Zodiac bringt mich zurück zum Schiff

    Schwimmen  entlang der Küste des Peloponnes ist nicht immer ungefährlich. Wir hatten mehrmals starke Strömungen an der Küste erlebt.
    Nach der Rundfahrt durch die Grotten ließ ich mich taucher-mäßig rückwärts vom Zodiac, in der Nähe des Schiffs, fallen. Bis ich wieder auftauchte, war ich schon einige Meter vom Boot entfernt, die Schwimmweste hinderte mich beim Schwimmen, beziehungsweise machte schwimmen gegen die Strömung unmöglich, die GoPro in der Hand war auch nicht hilfreich. Gott sei Dank wurde es bemerkt und das Zodiac schleppte mich zurück. 

    Oberhalb befinden sich ein Parkplatz, Restaurants und dieser Badesteg oder Bootsanlegesteg

    Beim Schreiben habe ich festgestellt, dass wir Glück hatten und die Pandemie uns fast leere Grotten bescherte. Bei Google Maps Streetview sieht es etwas anders aus Klick hier (Beachte: bei der Verwendung dieses Links werden deine Daten von Google erfasst)

    Ein Blick zu unserem Schiff hinter den Felsen

    Delphi & Itea

    10.09.2020
    Um 18:00 Uhr lichteten wir den Anker in Zakynthos und segelten nach Itea. 
    Heute gab es den Empfang beim Kapitän an der Bar, ein Zeichen, dass die Reise sich dem Ende zuneigt. Der Empfang wurde von einem spektakulären Sonnenuntergang begleitet.
    Nach dem anschließenden, exzellenten Dinner wurde, wie üblich auf Schiffen am Ende einer Reise, die Crew vorgestellt. Jedes einzelne Mitglied, egal was seine Aufgabe war, hatte einen fantastischen Job gemacht und die Reise zu einem Erlebnis werden lassen - DANKE Crew der MS Galileo!

    Itea

    Itea ist eine Kleinstadt an der Nordküste des Golfes von Korinth und gehört zur Gemeinde Delphi. 
    Die Nationalstraße 48 (Europastraße 65) führt von Itea zur Rio-Andirrio-Brücke  (96 km, 83 Min) und nach Patras (108 km, 98 Min). Nach Athens sind es circa 200 km.
    Wir planten, bevor wir uns für  die Reise mit der MS Galileo entschieden, Itea zum Ausgangspunkt für unseren Delphi (15 Km) Besuch zu machen.
    Der alte Hafen von Delphi - Kirra - ist heute ein Ortsteil von Itea.
    Fahrt man von Itea nach Delphi durchfährt man die fruchtbare Küstenebene mit dem größten zusammenhängenden Olivenhain (500.000 Olivenbäume) Griechenlands. Die Ebene zieht sich bis nach Amfissa, eine Kleinstadt, die schon in der Antike besiedelt war.

    Itea besitzt eine schöne Uferpromenade. Auf der Seeseite, aber auch auf der Straßenseite befinden sich viele Restaurants. 

    Blick auf die fruchtbare Küstenebene bei Itea

    Delphi - das Ziel unserer Reise

    Steht man am Eingang, mit dem Rücken zu den Ausgrabungen von Delphi, eröffnet sich eine beeindruckende Landschaft, ein Tal von außergewöhnlicher Schönheit, umrahmt von Bergen breitet sich vor den Augen des Besuchers aus.  Delphi liegt am südwestlichen Fuß des 2455 Meter hohen Parnassos, circa 700 Meter oberhalb des Pleistos-Flusses.

    Was für ein wunderschöne Landschaft bei Delphi
    Eine Landschaft an der man sich nicht satt sehen kann, Delphi

    In einem Blog las ich, es lohne sich nicht extra viele Kilometer zu fahren, nur um Delphi zu sehen. Wir sind da anderer Meinung, zum einen ist die Fahrt hier her landschaftlich schön und zum anderen sind die Ruinen eine der bedeutendsten Stätten Griechenlands. Die meistbesuchten Ausgrabungen in Griechenland sind die Akropolis, Olympia und Delphi.

    Nachdem viele Invasoren über Delphi hergefallen waren, verschwanden viele antike Schätze, wurden gestohlen oder zerstört. Zum Beispiel ließ Nero 600 Statuen von Delphi nach Rom bringen, Byzantiner, Osmanen und viele sogenannte Archäologen bedienten sich in Delphi, deshalb sind, was man heute sieht, nur noch "Überbleibsel". 1890/1898 kauften die Franzosen die Rechte an den Ausgrabungen in Delphi. Sie haben gute Arbeit geleistet, aber auch sie brachten wertvolle Gegenstände nach Frankreich.

    Das Archäologische Gelände von Delphi
    Der Eingang zu den Grabungsstätten in Delphi

    Öffnungszeiten & Eintrittspreise Delphi

     

    Eintrittspreise
    Erwachsene: 12,00 Euro
    Ermäßigte: 6,00 Euro
    Freier Eintritt: Jugendliche bis 18 Jahre

    Tage mit freiem Eintritt für alle:

    06. März, 18. April, 18. Mai, 29 & 30. September, 28. Oktober
    Öffnungszeiten
    Mai bis Oktober täglich 08:00 – 20:00 Uhr
    November bis April täglich 08:00 – 15:00 Uhr
    Geschlossen am: 1. Januar, 25. März, Ostersonntag, 1. Mai, 25. & 26. Dezember

    Während der Coronapandemie müssen entsprechende Regeln, die ausgehängt sind, eingehalten werden, der Zugang  zum Museum ist begrenzt 

    Tipps: 

    • bei Regen wird das Gelände rutschig, besonders die alten Steine,
    • man sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, 
    • nehme Wasser mit, es gibt wenig Schatten, Sonnencreme und Sonnenschutz sind sehr zu empfehlen, 
    • im Sommer ist es empfehlenswert direkt nach der Öffnung mit dem Besuch zu starten, ab 9 Uhr kann es heiß werden,
    • die Informationstafeln sind auf Französisch, griechisch und englisch,
    • in normalen Zeiten, zwischen 11 und 15 Uhr wir Delphi von Touristenmassen überrannt

    Wegbeschreibungen

    Navagio Bucht Zakynthos

    Wegbeschreibung Peloponnes - Delphi
    klick auf das Bild oder den Text

    Akropolis

    Wegbeschreibung Athens-Delphi
    klick auf das Bild oder den Text

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    Dieses YouTube Video ist eine sehr ausführliches, ins Detail gehende Dokumentation von Arte (54 min) über das Orakel von Delphi.
    Eine Geschichte von einer Vormachtstellung, Politik, vom Delphi Syndikat, von Manipulation des Orakels durch die Priester, Verquickung von weltlicher und religiöser Macht, von Reichtum und von der Beeinflussung der damaligen Politik.
    Die Parallelen zur heutigen Zeit sind irgendwie offensichtlich.

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    Apollotempel in Delphi
    Apollotempel in Delphi mit der Nachbildung einer Schlangensäule

    Die Schlangensäule , eine Bronzesäule, (hier eine Nachbildung vor dem Apollon Tempel) war eine Gabe der Griechen, die sie, nach den Siegen über die Perser, dem Gott Apollon widmeten. 331 n.Chr. ließ Konstantin der Große die Säule von Delphi ins Hippodrom nach Konstantinopel bringen.

    Streifzug durch die Ausgrabung von Delphi

    Wir schauen uns die Inschrift an der Wand an, Zeuge aus vergangenen Tagen
    Inschrift aus vergangenen Zeiten
    Ein Schrift nach Jahrhunderten zu sehen macht neugierig
    Ein Tempel Element neben der Heiligen Straße . Diese verband die Schatzhäuser der griechischen Stadtstaaten
    Auf der linken Seite waren die Monumente der Heiligen Straße, z.B. von Sparta, Marathon, Troja
    Das besterhaltene Schatzhaus der Athener
    Neugierig auf Delphi und seine alten Steine

    Die Schatzhäuser in Delphi:
    Man fand 32 Fundamente von Schatzhäusern, z.B. von Korinth, Kythnos, Siphnos, Sikyon.

    Ein Blick auf die Grundmauern des Apollon Tempel

    Das  Orakel von Delphi war dem Gott Apollon gewidmet, Delphi verstand es das Orakel zum wichtigste Orakel der Antike aufzubauen. Diese führte zu einem enormen Reichtum, Einfluss und Manipulation. Man glaubte damals die Götter und somit musste man vor jeder wichtigen Entscheidung die Götter um Rat fragen. 

    Die einzige Frau, die den Apollotempel betreten durfte, war Pythia. Sie verkündigte den Spruch des Orakels. Nachdem einmal eine Jungfrau von einem Verliebten entführt wurde, musste die Frau mindestens 50 Jahre alt sein. Der Orakelspruch war  recht wirr und war nie ganz eindeutig. 
    Es gibt zwei Thesen, war dies so war: Die eine besagt Pythia saß in der Nähe einer Erdspalte, aus der Gas austrat, die andere besagt, dass das Wasser von Delphi Äthylen (früher wurde es als Narkosemittel verwendet)  enthielt und die Dämpfe beim Einatmen eine leichte Trance hervorrief. 
    Die Fragen wurden, nach Überreichung der Opfergaben und Reinigung des Fragestellers, von den Priestern weitergeleitet. Dabei wurde die Frage gelesen und die Antwort vorbereitet. Die oft  unverständlichen Worte von Pythia wurden von den Priestern des Apollon irgendwie "übersetzt" und als Antwort weitergereicht. Natürlich spielte dabei das Machtinteresse Delphis eine große Rolle und die Orakelsprüche ließen Interpretationen zu, weil eine eindeutige Aussage Delphi in Schwierigkeiten bringen konnte.

    Zwischen 700 v.Chr. bis 391.  waren diese Sprüche von großer Bedeutung und konnten über Krieg und Frieden entscheiden. Einige Orakelsprüche sind überliefert: 

    •  Krösus, der König von Lydien, befragte das Orakel von Delphi, als er in den Krieg ziehen wollte. Die Weissagung lautete: "Wenn Krösus den Halys überschreitet, wird er ein großes Reich zerstören." Krösus war sich daraufhin sicher, den Perserkönig Kyros II schlagen zu können, doch er missdeutete das Orakel. Er zerstörte nicht das Reich seines Gegners, sondern verlor und zerstörte sein eigenes Reich.
    •  Der Mythos des Ödipus beginnt damit, dass Laios, der König von Theben, das Orakel von Delphi zurate zieht. Ihm wird prophezeit, dass sein Sohn ihn töten und seine Frau heiraten würde, worauf hin er sein Neugeborenes verstößt. Das Kind, Ödipus, wächst ohne das Wissen auf, Sohn von Laios zu sein. Verschiedene Umstände führen dazu, dass Laios und Ödipus aufeinandertreffen. Aus Notwehr tötet Ödipus den König und befreit Theben von der Sphinx. Als Belohnung darf er die Königin heiraten und die Prophezeiung erfüllt sich, ohne dass Mutter und Sohn von der Verwandtschaft wissen.
    Der Omphalos in Delphi oder der Nabel der Welt
    Beschreibung des Nabels in Delphi

    Der Omphalos, ein Nabel förmiger Kultstein im Adyton des Apollon-Tempels in Delphi. Er war mit Wollgirlanden (Agrenon) überzogen und markierte den „Nabel der Welt“. Eine hellenistische oder römische Marmorkopie des Steins befindet sich heute im Archäologischen Museum von Delphi.
    Der Begriff wird auch als Synonym für Mittelpunkt und Nabel des Geschehens verwendet.

    Das Theater oberhalb des Apollon Tempels, Delphi

    Oberhalb des Heiligtums von Delphi befindet sich das Theater (aus dem 4. oder 3. Jahrhundert) für 5000 Zuschauer. Hier fanden der musikalische Teil der Pythischen Wettkämpfe statt. Die sportlichen Wettkämpfe wurden im Stadion unterhalb der heutigen Straße durchgeführt. 

    "Die Pythischen Spiele (auch: Delphische Spiele oder Pythien) waren nach den Olympischen Spielen die zweitwichtigsten Panhellenischen Spiele der Antike. Die Spiele wurden zunächst alle acht Jahre, ab 586 v. Chr. dann alle vier Jahre zu Ehren des pythischen Apollon ausgetragen.
    Ursprünglich bestanden die Spiele nur aus einem Wettkampf, dem Gesang zur Kithara. Später kamen weitere musische und gymnastische Wettkämpfe sowie Wagen- und Reiterrennen hinzu. Die musischen Disziplinen wurden im Theater, die gymnastischen im Stadion von Delphi ausgetragen. Die Pferdewettkämpfe fanden in der benachbarten Ebene von Krissa statt.
    Die Pythischen Spiele wurden noch zu den Zeiten Kaiser Julians begangen und haben wohl ungefähr zu derselben Zeit abgenommen, in welcher die Olympischen Spiele zu Ende gingen (etwa 394 n. Chr.)." Source Wikipedia

    Der Tholos in Delphi, aufgenommen vom Theater

    Tholos von Delphi (gebaut 380-370 v.Chr.)ist ein runder Tempel etwas unterhalb der Hauptruinen von Delphi. Es muss ein imposantes Gebäude gewesen sein.

    Besuch des Museums in Delphi

    Über Jahrhunderte hinweg wurde viel geplündert, vieles was die  Größe Delphis bezeugte, verschwand in der Dunkelheit der Jahrhunderte. Der Gang durchs Museum kann jedoch einen kleinen Eindruck, wie imposant Delphi war, vermitteln. Mit etwas Vorstellungskraft zeigen die noch vorhandenen Außenanlagen ein Bild einer beeindruckenden Anlage, die imposant und in der damaligen Zeit für die Menschen etwas Gewaltiges gewesen sein musste. Das Gelände mit seinen Grundmauern und den teilweise wiederaufgebauten Tempel sind auch heute noch beeindruckend. 

    Beschäftigt man sich mehr mit dem Orakel von Delphi beschleicht einen das Gefühl, dass das Orakel zur Manipulation der Menschen und der Politik diente, dass die Verquickung von Politik und der Priesterschaft zum Erreichen eigennütziger Ziele diente, dass der  Reichtum Delphis durch einen groß angelegten Betrug erzielt wurde und die Religion dabei das Opium für die Massen war. Ein Netzwerk von Spionen diente der Informationssammlung, um der Priesterschaft das nötige Wissen an die Hand zu geben, damit sie entsprechend auf Fragen an das Orakel reagieren konnten.   Ich glaube, dass man Parallelen zur heutigen Zeit ziehen.

    Trotzdem ist der Blick in die Vergangenheit interessant und sicherlich eine Reise wert.

    Ein letzter Blick ins Tal - Delphi
    Blick ins Tal von Delphi

    Auf dem Weg nach Piräus

    13.05 Uhr fahren wir Richtung dem Kanal von Korinth. Circa 18.15 erreichten wir den Kanal, mussten jedoch 30 Minuten warten, bis der Gegenverkehr den Kanal freigab. Die Marina Zeas erreichten wir um 22 Uhr.

    Im Altertum packte man die Schiffe auf Schlitten und überquerte damit den Isthmus von Korinth, das war wohl ein mühseliges Geschäft.
    Der Kanal von Korinth, die Verbindung des Korinthischen Golfs mit dem Saronischen Golf, erspart den Schiffen einen Umweg von 325 Kilometer. Ungefähr 12.000 Schiffe durchfahren den Kanal im Jahr. Für die moderne Hochseeschifffahrt mit über 10.000 Bruttoregistertonnen ist der durch seine Abmessungen uninteressant. 

    Nun beginnt die Fahrt durch den Kanal von Korinth
    Kanal von Korrith

    Kanal von Korinth Daten

    Trivia: 

    • Breite: 24,6 Meter an der Wasseroberfläche, 21 Meter am Grund
    • Seitenwände bis zu 80 Meter
    • Tiefe 8 Meter
    • 6,3 Kilometer lang
    • Tiefgang für Schiffe max. 7 Meter
    • Strömung im Kanal bis zu 3 Knoten
    • An beiden Enden befinden sich hydraulische Straßenbrücken, schwarz-gelbe Bemalung 
    • Blaue Flagge oder 1 weißes Feuer Einfahrt frei, Rote Flagge oder 2 weiße Feuer Einfahrt gesperrt
    • Der Kanal ist, bezogen auf die Seemeilen der teuerste Kanal der Welt; ein Boot mit 12 Meter Länge kostet 114 Euro für die Durchfahrt  
    • Östlicher Eingang: 37° 54,92'N 023° 00,61' E, Westlicher Eingang: 37° 57,18' N 022° 57,5' E

                                                       Historisches über den Kanal
                                                       Bilder vom Kanal
                                                       Wind und Wetter 
                                                       Etwas für Segler

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    Unser Video nimmt dich mit auf eine Fahrt durch den Kanal von Korinth - genieße die Fahrt mit uns!

    Unsere sieben tägiger Trip um den Peloponnes endete in der Marina Zeas. Es war das Ende einer wunderschönen Reise in die Geschichte Griechenlands, in seine Kultur und der griechischen Lebensweise. Eine Reise, die wir nicht missen möchten!

    Gleichzeitig war es der Beginn einer neuen Reise, die uns in die Kykladen führte, mit dem Ziel uns die dortigen Inseln näherzubringen und uns viel Neues zu lehren. Für uns war dieser Teil Griechenlands eine Neuentdeckung und wie sich herausstellte gleichwertig mit der Peloponnes Umrundung.

    Ein Blick zurück zum Anfang der Peloponnes Reise

    Folge unserem Blog (in Bearbeitung)

    Die Kykladen

    Wir möchten uns hier noch einmal ausdrücklich bei der Nautischen Crew, dem Servicepersonal und der Kombüse, beim Management, Jenny für die hervorragenden Einführungen in die Griechische Geschichte und die Führungen, sowie Josef für eine exzellente Organisation der Ausflüge und Veranstaltungen - also bei dem gesamten Team der MS Galileo
    bedanken!

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