Der feine Unterschied, auch bei Kreuzfahrtschiffen

Die Marina ist eines unserer Lieblingsschiffe! Warum? Das verraten wir Dir gerne:

Das Schiff hat eine komfortable Grösse, kein Megaliner, aber genug Platz für jeden zum Wohlfühlen. Und um Vorurteilen gerecht zu werden: ja, auch eine exzellente Küche, die "Hauptleidenschaft" der meisten Kreuzfahrer! Und weil auf die Einhaltung der Hygiene Vorschriften geachtet wird; nach einer gegenteiligen Erfahrung auf einem AIDA Schiff schätzen wir es wieder sehr, bei Oceania auch am Buffet bedient zu werden. Und zu guter Letzt: die Routen folgen nicht nur den "Rennstrecken" der meisten Schiffe und so passiert es häufiger, dass man das einzige Schiff im Hafen ist und die Destination in Ruhe erkunden kann.

Doch lese selbst, was Manuela zu "ihrer" Marina geschrieben hat. 

Marina

Reederei: Oceania Cruises 

Mutterkonzern: NCL (Norwegian Cruise Line Holding)

Grösse: 66084 BRT

Höchstgeschwindigkeit: 20 Knoten

Passagiere: 1250

Besatzung: 800

Anzahl Gästedecks: 11

Anzahl Restaurants: 9

Schwesterschiff: Riviera

Baujahr: 2011

Letzte Renovierung: 2016

Registrierung: Marshall Inseln

Bordsprache: Englisch

Bordwährung: US Dollar

Das Deck der Marina

Die einzelnen Bereiche

Kabinen: Die Kabinen der Marina haben eine komfortable Größe und sind durchwegs hell und freundlich gestaltet; sie orientieren sich am amerikanischen Geschmack. Die Nächte verbringt man in einem großen, SEHR  bequemen Bett (kann auch in 2 Einzelbetten aufgeteilt werden), an einem Schreibtisch kann man sein Tagebuch verfassen, ein Sofa mit einem kleinen Tisch davor lädt zum gemütlichen Lesen ein, ein Kleiderschrank mit Schiebetüren bietet genug Platz für Kleider und Schuhe - in den Penthouse Kabinen (Kat. PH) sind es mittlerweile sogar tolle begehbare Kleiderschränke. Weitere Schrankteile bieten genügend Stauraum mit Schubladen und Fächern, außerdem befindet sich in den Kabinen ein Safe, ein Föhn (der angenehmerweise nirgends fixiert ist) und eine Minibar (immer bestückt mit alkoholfreien Getränken). Auf den Balkonen (sofern vorhanden) stehen ein Tisch und 2 Stühle. Besonders erwähnenswert sind die Marmor Badezimmer, die um einiges grösser und komfortabler sind als bei den kleineren R Klasse Schiffen. Sie haben eine Badewanne und eine abgetrennte Dusche (mit Türe) und jede Menge Fächer und Stauraum rund um das Waschbecken. Trinkwasser in großen Flaschen bekommt man kostenlos und so viel man will. Die Kabinen werden morgens sauber gemacht und beim abendlichen Service bekommt man auch nochmals frische Handtücher, wenn man das möchte. Auf dem Bett liegt das Programm für den nächsten Tag und ein kleiner süßer Gruß.

Der Kabinenbalkon auf der Marina von Oceania

Restaurants: Die Marina (so wie das baugleiche Schwesterschiff, die Riviera) hat 9 verschiedene Restaurants; 8 davon sind ohne Aufzahlung! Da merkt man, dass die große Aufmerksamkeit der Reederei auf dem F & B Bereich liegt. Oceania Cruises ist zu Recht stolz auf seine kulinarische Tradition „The finest cuisine at Sea“– das Essen ist durchwegs ausgezeichnet! Der einzige Schwachpunkt ist für uns das Brot, welches für uns zu sehr dem amerikanischen Geschmack angepasst ist – mit Ausnahme des köstlich knusprigen "seeded" Baguettes im Restaurant Jacques und am Abend im Grand Dining.

Das Terrassen Café bietet Frühstück, Mittagessen und Abendessen in Buffetform. Wenn man in warmen Gefilden unterwegs ist, kann man auch alle 3 Mahlzeiten im Außenbereich einnehmen. Wer es abends etwas ungezwungener mag, bekommt hier dasselbe Menü wie im Grand Dining – nur eben am Buffet. Auf allen Oceania Schiffen wird man auch am Buffet bedient; das dient der Hygiene und nach unserer letzten schlechten Erfahrung - v.a. was das unhygienische Verhalten mancher Passagiere anbelangt - auf der AIDAvita schätzen wir diesen Punkt bei Oceania wieder sehr! Im Übrigen kann man so viel Hummer und Riesenscampis vom Grill essen, wie man möchte – und das jeden Abend!

Das Grand Dining Restaurant

öffnet seine Pforten auch 3 Mal täglich zu den Hauptmahlzeiten. Die leckeren Gerichte werden hier a la carte serviert. Das kann beim Frühstück durchaus eine sinnvolle Option sein, wenn in einem Hafen das Terrassencafe sehr voll ist. Die Atmosphäre ist stilvoll aber nicht steif, der Service meistens sehr aufmerksam und freundlich. Man kann nicht reservieren; wenn man kommt, kann man sagen, ob man lieber alleine sitzen will oder an einem „shared table“ neue Leute kennen lernen möchte – diese „Blind Dates“ können der Start für sehr nette Urlaubsbekanntschaften für die gesamte Reise sein.

The Wave
Zum Frühstück und zum Mittagessen gibt es hier die „schnelle“ Buffetlösung, ungezwungen steuerbord auf dem Pooldeck. Mittags gibt es hier tolle Burger und zum Frühstück leckere Smoothies – nicht zu vergessen die verschiedenen Eis Sorten den ganzen Nachmittag!

Horizon
Kein klassisches Restaurant, eher ein Multifunktionsraum für das Frühaufsteher Frühstück, Empfänge, Veranstaltungen, Disco und täglich um 16 Uhr der High Tea mit allem, was dazu gehört! Danach muss man sich um das Abendessen keine Gedanken mehr machen!

Barista
Da wir einen guten Espresso sehr schätzen, ist das Barista mehrmals täglich unsere Anlaufstelle, denn hier gibt es jeden erdenkliche Art von Kaffee, auch Spezialwünsche werden von den netten Baristas gerne erfüllt. Dazu ein paar leckere süße Stückchen aus der hauseigenen Bäckerei und, damit man zwischen den Hauptmahlzeiten ja nicht hungern muss, auch zu jeder Tageszeit kleine Sandwiches!

Folgende Spezialitätenrestaurants kann man je nach Reisedauer und Kabinenkategorie ein bis mehrfach kostenlos während einer Reise besuchen:

  1. Red Ginger: unser Favorit, das asiatische Restaurant; wir haben die Karte mehrfach durchprobiert und es gibt nichts, was nicht ausgezeichnet schmeckt.
  2. Toskana: unser zweiter Favorit, das italienische Restaurant. Das Olivenöl und Balsamico Menü kommt auf einem Servierwagen und wird zum Brot erklärt; eigentlich kann man sich schon daran satt essen. Pasta und Risotto sind hervorragend, ebenso die Nachspeisen – danach sind eindeutig ein paar Runden Laufen an Deck angesagt!
  3. Polo Grill: wer auf gutes Fleisch steht, ist hier genau richtig – die Steaks und die kleinen Lamm Koteletts sind ein Gedicht, aber auch der Hummer, die Creme Brule, und….
  4. Jacques: das französiche Restaurant/Bistro, welches den Namen des Gourmetpaten von Oceania Cruises trägt (Jacques Pepin): der Name ist Programm und hier kann man alles in bester Qualität genießen, was das französische Gourmetherz begehrt. Wie schon erwähnt, gibt es hier das Brothighlight auf dem Schiff, ein himmlisches Baguette!
  5. La Reserve: das ist kein reguläres Restaurant, sondern bietet spezielle Themenabende an („Pairing Dinner“: 6 – 8 Gänge Menüs mit den passenden Weinen); hier muss man dann etwas aufzahlen. An manchen Abenden verwandelt sich das La Reserve jedoch auch in ein gemütliches „Tapas and Wine“ Lokal; es gibt jede Menge verschiedener Tapas und man bezahlt nur für die bestellten alkoholischen Getränke. Da man auch auf dem überdachten Deck draußen sitzen kann, ist das ganze sehr gemütlich und entspannt und durchaus eine Alternative zu den vielen vollwertigen Restaurants mit den abend- und magenfüllenden Menüs!
  6. La Prive: hier kann man gegen einen entsprechenden Aufpreis ein ganz privates Dinner im exklusiven Rahmen organisieren. Wir haben das noch nicht ausprobiert, haben aber gehört, dass es vorzüglich sein soll – das ist es aber in allen Restaurants des Schiffes!
Leckere Vietnames Spring Rolls

Ein Tipp: Wenn man ein weiteres Mal in ein favorisiertes Spezialitätenrestaurant gehen möchte, einfach kurz beim Maitre D‘ anfragen; evt. muss man etwas warten oder man wird auf den nächsten Abend vertröstet – aber irgendwann klappt es in jedem Fall ein weiteres Mal – und das ohne Zuzahlung!

Alkohol: Bei Oceania Cruises sind ALLE nicht alkoholischen Getränke (auch die Kaffeespezialitäten) frei und man bezahlt nur für die alkoholischen Getränke. Es gibt Getränke Pakete , die wir jedoch nicht gekauft haben, weil sich unser Alkoholkonsum auf ein bis zwei Gläser Wein zum Abendessen und ab und zu einen Cocktail beschränkt. Auf alle in den Restaurants und an der Bar gekauften alkoholischen Getränke kommen übrigens automatisch 18,75% Trinkgeld dazu.

Eine Besonderheit bei Oceania finde ich positiv erwähnenswert: man kann so viele Flaschen eigenen Alkohol an Bord bringen, wie man tragen kann. Solange man ihn in der Kabine trinkt, bezahlt man nichts. Man kann jedoch auch seine eigene Flasche ins Restaurant mitbringen und bezahlt dann ein Korkgeld von USD 25. Dieses Korkgeld kommt voll umfänglich den Sommeliers zugute, da diese vom allgemeinen Trinkgeld Topf ausgeschlossen sind. Wir finden diese Regelung sehr großzügig und wir nutzen sie gerne, wenn wir mit Oceania Cruises in Gegenden unterwegs sind, wo es an Land gute lokale Weine gibt.

Kochschule: Wie auf allen Schiffen bietet Oceania Cruises auch auf der Marina ab und zu kostenlose Kochdemonstrationen; das besondere an den beiden großen Schiffen ist jedoch die professionell ausgestattete Kochschule. Spezielle Themen wie asiatische Küche, Pasta, Brunch, Messertechniken etc. gibt es ebenso wie Landausflüge mit Marktbesuchen und anschließendem gemeinsamen Verarbeiten der mitgebrachten Zutaten in der Lehrküche. Diese Seminare können wie Ausflüge gebucht und bezahlt werden – man lernt immer etwas dazu und der Spaß beim Kochen und Verkosten kommt auch nicht zu kurz.

Theater: Bei den großen Schiffen von Oceania geht das Theater über 2 Stockwerke und ist im Halbkreis angeordnet. Dadurch hat man von fast allen Plätzchen aus einen guten Blick auf die Bühne. Die Bühne ist jedoch nicht besonders groß, hat jedoch - was Fachleute sagen - eine sehr gute Technik. Man muss aber ganz klare Abstriche zu den wirklich guten Shows auf See bei anderen Reedereien machen. Die Shows sind sehr auf den Geschmack des älteren amerikanischen Publikums zugeschnitten.

Berurteilung Schiffe

Deck: Bei Oceania habe ich mich noch nie um einen Liegestuhl streiten müssen und die typisch deutsche Unart des Handtuchauslegens auf mindestens 2 Liegestühlen morgens um 7 Uhr findet hier Gott sei Dank nicht statt bzw. wird auch nicht geduldet. Vielleicht liegt das auch daran, dass es einfach genügend Platz und Liegestühle an Deck gibt, sowohl in der Sonne als auch im Schatten  – das gilt insbesondere für die Marina und die Riviera. Diesen Punkt empfinde ich als sehr angenehm! Ab Kabinen Level Concierge aufwärts bekommt man außerdem Zugang auf das Concierge Deck, ein reservierter Bereich vor dem Spa, in dem auch nochmals ein Whirlpool steht.

Fitness: Der Spa und Fitness Bereich befindet sich auf Deck 14 vorne und ist sehr großzügig gestaltet. Der Geräteraum ist separat und bietet eine gute Auswahl; daneben ist der Gruppenraum, in dem mehrmals täglich Kurse angeboten werden, meistens kostenlos. Es gibt außerdem auf Deck 15 einen Fitness Track, der von den Gästen auch sehr fleißig genutzt wird. Die Sauna kann man kostenlos benutzen.

Spa: Der Canyon Ranch Spa ist großzügig gestaltet und bietet neben den Behandlungsräumen für Massagen auch einen Friseur und einen Makeup Service, sowie Maniküre/Pediküre Bereich. Die Preise im Spa Bereich sind allerdings nach meiner Meinung sehr im oberen Segment angesiedelt. Man kann natürlich seinen On Board Credit dafür sehr gut einsetzen, wenn man ihn nicht für Drinks, Einkäufe in der Boutique oder Ausflüge schon verbraucht hat!...

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Hotelbewertungen
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Arzt/Hospital: Wie auf jedem Kreuzfahrtschiff, so gibt es auch auf der Marina einen Arzt und ein Hospital für stationäre Aufenthalte bis zum nächsten Hafen. Ein Arzt ist dabei nicht nur für akute Krankheitsfälle einzelner Patienten zuständig; in seinen Bereich fallen auch (in Absprache mit dem Kapitän) Entscheidungen, die alle Passagiere betreffen, z.B. Maßnahmen, die beim Eintreten eines Norovirus an Bord ergriffen werden müssen. Die Konsultierung eines Arztes auf einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff ist in der Regel um einiges teurer als auf einem deutschen Schiff!

Boutique: Boutique Verkauf ist eine nicht ganz unwichtige Einnahmequelle für jede Reederei; Oceania hat den Boutique Verkauf an Konzessionäre vergeben, die Schmuck, modische Accessoires und sportliche bis elegante Kleidung für Frauen und Männer anbieten. Diese Dinge sind regulär in den Shops zu haben, jedoch gibt es auch immer wieder Rabattaktionen, speziell am Ende einer Reise. Natürlich dürfen auch die üblichen Oceania „Brand items“ nicht fehlen, wie Mützen, T-Shirts, Taschen etc. Das Angebot ist kleiner, dafür hochpreisiger als z.B. bei AIDA oder TUI. Dinge des täglichen Gebrauchs, wie z.B. Zahnpasta, Sonnencreme, Kaugummis etc. werden auch verkauft – das Angebot dafür ist jedoch überschaubar.

Casino: Casinos sind auf amerikanischen Schiffen wichtig und stets gut besucht. Da dies nicht unsere Domaine ist, kann ich leider nicht mehr dazu schreiben! 

Marina & Silverseas

Bibliothek: Für Amerikaner sind Bibliotheken immer noch ein wichtiger Ort der Bildung und des Rückzugs. Deshalb wartet sowohl die Marina als auch andere Schiffe der Oceania Gruppe mit recht gut ausgestatteten Bibliotheken auf, in denen man vielfältige Literatur zum Thema Reisen, Musik, Geschichte, Belletristik  etc. findet, natürlich meistens in Englischer Sprache. Daneben gibt es auch ein paar Fächer, in denen man Bücher von Mitreisenden findet, die man sich ausleihen oder mitnehmen kann – fairerweise sollte man dann natürlich selbst auch ein Buch für andere hinterlegen.

Entertainment: Amerikaner gehen in der Regel früh zu Bett und darauf sind die abendlichen Shows ausgerichtet. In diesem Segment sind die grossen deutschen Reedereien nach unserer Erfahrung eindeutig um Klassen besser; jedoch haben wir auch auf größeren amerikanischen Schiffen, wie z.B. Princess Cruises tolle Shows gesehen, an die Oceania nicht mal ansatzweise herankommt. Da ist wohlwollend gesagt noch viel Luft nach oben. Die Showtruppe (6 – 10 Personen), die permanent an Bord der Marina ist, bietet gut einstudierte, auf das amerikanische Publikum zugeschnittene Choreografien an (die Musical Shows sind durchaus sehenswert), dazu tritt meistens ein Komödiant auf und ein bis zwei (je nach Länge der Kreuzfahrt) Sänger und /oder Zauberer. Das Entertainment ist eindeutig nicht der Schwerpunkt von Oceania’s Marketing Strategie.

Es gibt auch Lektoren, die Vorträge zu Destination oder speziellen Themen halten, auch in dieser Kategorie sind andere Reedereien mittlerweile eindeutig besser. Man soll die Hoffnung aber nicht aufgeben! Derzeit sind die Lektorenstellen meistens - von wenigen Ausnahmen abgesehen - von schon recht betagten, meistens amerikanischen Professoren besetzt, die wohl über ein gutes Fachwissen verfügen, aber mit den modernen Mitteln der unterhaltenden Präsentation nicht wirklich vertraut sind. Wenn sich sowohl Publikum als auch Lektoren im Laufe der Zeit verjüngen, könnte sich dieser Punkt auf breiterer Ebene verbessern. 

Aktivitäten:  Speziell an Seetagen gibt es jede Menge Aktivitäten, vom Country Fair über Pingpong Turniere, Schmuck- und Kosmetik Vorträgen, Tanzkursen, Äquatortaufen, Stickkursen, Bridge Tournieren, bis zu Fotokursen und Weinverkostungen – langweilig muss es niemandem werden! Man hat eher die Qual der Wahl, denn an einem schönen Seetag ist es durchaus auch reizvoll, sich eine kleine Lese-Auszeit auf dem eignen Balkon zu gönnen!

Gäste Waschmaschinen: Auf den Decks 7 – 11 ist in jedem Stockwerk ein Wäscheraum mit mehreren Waschmaschinen und Trocknern sowie einem Bügelbrett und einem Bügeleisen vorhanden. Die Benutzung des Bügeleisens ist kostenlos. Für die Benutzung der Waschmaschinen und Trockner kauft man an der Rezeption entsprechende Marken. Waschpulver steht kostenlos zur Verfügung.

Internet: Es liegt in der Natur der Sache, dass die Internetverbindung auf Kreuzfahrtschiffen immer etwas langsamer ist als an Land. Die Verbindung geht über Satelliten und z.B. über der Weite des Pazifiks gibt es einfach nicht so viele Satelliten. Man muss jedoch fairerweise sagen, dass das Internet (ein Anschluss pro Kabine) bei Oceania grundsätzlich frei ist und dafür kann man diesen Kompromiss sicherlich akzeptieren. Bei anderen Reedereien bezahlt man oft für noch schlechtere Verbindungen viel Geld!

Ausflüge: Die Ausflüge auf den Schiffen der Oceania Reederei sind ganz auf die Bedürfnisse des amerikanischen Publikums zugeschnitten. Dazu muss man auch wissen, dass sie relativ hochpreisig sind und nicht den Aktivitätsgrad haben, wie z.B. Ausflüge auf Tui oder AIDA Schiffen. Wir organisieren so oder so gerne unsere Ausflüge selbst und individuell. Wenn man das macht, muss man immer etwas Zeitsicherheit einplanen, denn das Schiff wartet nicht, wenn man sich durch einen Verkehrsstau o.ä. verspätet. Ganz anders sieht es aus, wenn man mit der Reederei einen Ausflug bucht: wenn sich einer der Ausflugsbusse verspätet, muss das Schiff warten. Spaß – Risiko – Individualität – Sicherheit- mehr Vorbereitungsarbeit: die Prioritäten muss jeder für sich selbst entscheiden!

Trinkgelder: Bei manchen Kreuzfahrten sind die Trinkgelder im Reisepreis eingeschlossen. Ansonsten werden dem Bordkonto USD 15 pro Person und Tag für die Kategorien Innen- bis Balkonkabine belastet und ab Conciergekabinen aufwärts USD 21 pro Person und Tag (bei diesen Kategorien sind ein Butlerservice und eine Lounge eingeschlossen). Wer schon mehrfach mit einem der 6 Schiffe von Oceania Cruises gefahren ist und mindestens einen Silberstatus hat, bekommt die Trinkgelder automatisch im Reisepreis inkludiert. Das gibt es nicht bei vielen Reedereien!

Fazit: Wir haben schon mehrere Kreuzfahrten mit Oceania Cruises gemacht und sind (bis auf die Regatta) auf jedem Schiff mindestens ein Mal gefahren. Grundsätzlich gefällt uns das Produkt sehr gut; das Essen ist fantastisch, die Routen sind zum Teil wirklich gut, weil die kleineren Schiffe auch kleinere Häfen anfahren können und sich nicht nur auf den „Rennrouten“ der Megaliner bewegen.

An Bord herrscht eine ungezwungene Atmosphäre, trotzdem bieten die Schiffe einen gewissen Stil und Klasse, was natürlich auch seinen Preis hat. Auf den Europa Routen ist Oceania unserer Meinung nach sehr teuer – die Schiffe sind jedoch stets gut ausgelastet. Als Testreise eignet sich eine Trans-Reise, da diese meistens nicht ganz voll sind und das Publikum auch recht international ist. Da gibt es auch oft ganz gute Schnäppchen. Mehr und mehr entdecken auch deutsche Gäste dieses interessante Nischenprodukt. Es gibt in der Regel keine deutsche Betreuung an Bord (lediglich die Nachrichten und die Menükarten in den Restaurants gibt es auch in deutscher Übersetzung).

Nach einem Versuchsjahr mit vielen verschiedenen anderen Reedereien ist Oceania Cruises für uns nach wie vor ein sehr geschätztes Produkt!

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